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Lohndeckel für Kader von Swisscom und Co.: Nationalrat debattiert

Auch wenn Swisscom-Chef Urs Schaeppi dieses Jahr corona-bedingt die Resultate nicht mehr an einer Medienkonferenz vorstellen kann: Auf sein Unternehmen haben sich die Massnahmen zur Eind
Swisscom-Chef Urs Schaeppi gehört zu den Topverdienenden.Bild: sda

Lohndeckel für Kader von Swisscom und Co.: Ist 1 Million genug?

Kadermitglieder von bundesnahen Betrieben sollen nicht mehr als eine Million Franken pro Jahr verdienen. Das will ein Vorstoss, der heute im Nationalrat diskutiert wird. Der Bundesrat ist dagegen.
18.03.2021, 10:0518.03.2021, 16:08
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Heute Donnerstag debattiert der Nationalrat über eine Geldfrage: Soll der Chef oder die Chefin eines bundesnahen Betriebes mehr als eine Million Franken pro Jahr verdienen?

Angestossen hatte die Vorlage die frühere SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer. Sie verlangt, dass bei den sieben grösseren Unternehmen des Bundes das jährliche Entgelt an Topkader und Verwaltungsräte nicht höher als eine Million Franken sein darf.

Zum Entgelt zählt nach der Vorlage neben dem Lohn sämtliche geldwerten Leistungen, also auch die berufliche Vorsorge. Der Lohndeckel soll konkret für Kaderleute von folgenden Firmen gelten:

  • SBB
  • Post
  • Ruag
  • Skyguide
  • Suva
  • SRG
  • Swisscom

Ein Blick auf die Löhne in den bundesnahen Betrieben zeigt: Am meisten verdient Swisscom-Chef Urs Schaeppi.

Der Bundesrat sprach sich gegen die Vorlage aus und empfiehlt die Ablehnung. Ihm ist die Regelung zu starr. Tritt der Nationalrat trotzdem auf die Vorlage ein, will er beantragen, die börsenkotierte Swisscom vom Lohndeckel auszunehmen.

Die vorberatende Kommission des Nationalrates ist da anderer Meinung: Sie entschied sich mit 20 zu fünf Stimmen für den Lohndeckel. Ausserdem will sie an der Bestimmung für Swisscom festzuhalten. Wie der Nationalrat zu diesen Fragen steht, wird sich zeigen. (van/sda)

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75 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Laborant
18.03.2021 10:39registriert November 2019
Ein oft gehörtes Argument ist, dass sich die "besten" Manager von einem gedeckelten Lohn nicht anlocken liessen. Sind es denn wirklich die "besten" Manager, wenn sie unverhältnismässig viel Geld verlangen und damit die Kasse der Firma unnötig belasten?
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w'ever
18.03.2021 10:48registriert Februar 2016
man sollte die CEOs von swisscom, post und sbb mal fragen,mit welchen argumenten sie ihren lohn von über einer million rechtfertigen.
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Etniesoph
18.03.2021 11:01registriert Januar 2018
Mehr als bei einem Bundesrat sollte das Entgelt eh nicht betragen. Zurück zur Normalität!
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