Schweiz
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Abgesperrte Laufgeraete im Fitnessstudio Activ Fitness waehrend den Vorbereitungsmassnahmen fuer die Wiedereroeffnung, am Donnerstag, 7. Mai 2020, in Zuerich Oerlikon. Nach dem Corona-Lockdown koennen ab dem 11. Mai Fitnessstudios, Laeden, Restaurants, Maerkte, Museen und Bibliotheken wieder oeffnen, unter Einhaltung der vom Bund verordneten Schutzkonzepte. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Gesperrte Laufbänder in einem Zürcher Fitnesscenter: Den Schutzkonzepten bei Freizeitanlagen kann der Kanton Zürich ein gutes Zeugnis geben. Bild: KEYSTONE

Diese Betriebe verstiessen am häufigsten gegen die Corona-Massnahmen

Seit Mitte Juni wurden im Kanton Zürich von den Behörden rund 472 Schutzkonzepte von Hotels, Restaurants und Freizeitanlagen kontrolliert. Besonders eine Branche kommt dabei nicht gut weg.



Der Kanton Zürich will Läden, Hotels und Clubs häufiger auf die Einhaltung der Corona-Schutzkonzepte kontrollieren. Dies teilte der Covid-19-Sonderstab vergangenen Mittwoch mit. Auf Anfrage von watson übermittelt die Staatskanzlei des Kantons Zürich eine Auflistung der seit dem 20. Juni durchgeführten Kontrollen und der dabei festgestellten Mängel.

Bis zum 4. August wurden im Kanton Zürich 472 Betriebe kontrolliert. Am häufigsten erhielten Restaurants (118) einen Besuch von den Zürcher Behörden.

Bei den behördlichen Kontrollen wurde einerseits das Corona-Schutzkonzept im Allgemeinen überprüft. Andererseits schauten die Behörden auch darauf, ob die Abstandsregeln und Maskentragepflicht (falls vorhanden) eingehalten und ob die Kontaktdaten ordentlich erhoben wurden.

Bei 8,3 Prozent (39 Fälle) der Kontrollen verzeichnete der Sonderstab Covid-19 Mängel. Am häufigsten (2,97%) wurden die Schutzkonzepte bemängelt, gefolgt von der fehlerhaften Erhebung der Kontaktdaten (2,54%).

Gut umgesetzt werden die Corona-Schutzmassnahmen in Hotels, Nahrungsmittelbetrieben und Freizeitanlagen wie Kino und Fitnesscenter. Dort mussten die Behörden kein einziges Schutzkonzept beanstanden.

Jugendliche in Feierlaune: In Genf hat der Spass ein Ende. Der Kanton hat die Schliessung der Clubs angeordnet. (Symbolbild)

Im Kanton Zürich wurden rund 90 Nachtlokale auf das Einhalten der Schutzkonzepte überprüft. Bild: sda

Anders sieht es bei den Veranstaltungen aus. Von den 14 kontrollierten Anlässen wurden bei 28,6 Prozent Mängel in den Schutzkonzepten notiert. Bei den überprüften Clubs waren 7,8 Prozent nachlässig bei der Erfassung der Kontaktdaten der Clubbesucherinnen und -besucher.

Die Kadenz der Kontrollen soll in den kommenden Wochen erhöht werden. Ob die Kontrollen bislang zu Schliessungen geführt haben, will die Staatskanzlei nicht sagen. «Schliessungen von Betrieben werden statistisch nicht erfasst», heisst es auf Anfrage. Werden Mängel festgestellt, wird der Betrieb im Nachhinein nochmals kontrolliert. «Bei der Nachkontrolle wird über das weitere Vorgehen entschieden», so die Kommunikationsstelle der Staatskanzlei.

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pollo Loco 11.08.2020 06:28
    Highlight Highlight Nicht einhalten des Schutzkonzepts: ein Restaurant hat statt 1.50m die Tische nur 1.45m auseinander... klar wäre das theoretisch zu beanstanden, aber unverhaltensmässig.
    • bokl 11.08.2020 08:52
      Highlight Highlight @PolloLoco
      Ab wann ist es dann verhältnismässig? 1.44? 1.40? 1.20?

      Beim nächsten Mal werden dann einfach 2 Meter vorgeschrieben, damit auch sicher 1.5 klappt ...
    • Pollo Loco 11.08.2020 09:20
      Highlight Highlight Dies ist doch situativ abhängig, aber ja klar bei 1.45 verringert sich das Risiko einer Ansteckung bestimmt um 50%...
      Also im Bau reden wir von Toleranzen. Wenn ein Raum knapp wegen 2cm nicht auf die besagte 1.50m Tischabstand kommt sollte dem Wirt gleich 4 mögliche Einnahmeplätze gestrichen werden? Weil halt minimum 1.50m. Ist meiner Meinung nach einfach unverhaltensmässig.
    • bokl 11.08.2020 09:36
      Highlight Highlight Nein. Bei 5cm weniger Erhöht sich das Risiko. Wahrscheinlich aber nicht gerade um 50%.

      Ein Minimum ist halt die fixe Untergrenze. Sonst gilt halt wieder 2 Meter mit situativen Ausnahmen. Dann fehlen "deinem" Wirt halt 10 statt 4 Plätze ...
  • Nyima 11.08.2020 06:15
    Highlight Highlight Diese Kontrollen sollte man hier in Lachen und Altendorf machen. Wie kann es sein, dass man Rücken an Rücken sitzt, Tische werden nicht mal mehr geputzt und Angaben zur Person werden nicht mal erfragt.
  • Redback 11.08.2020 06:01
    Highlight Highlight Nur 5 Hotels wurden kontrolliert? Scheint etwas wenig zu sein.
  • Hugo Schweizer 10.08.2020 21:21
    Highlight Highlight Es erstaunt mich, dass die öffentlichen Schwimmbäder nicht erwähnt sind. Ich wagte mich in letzter Zeit mehrmals in eine Badi und obwohl angeblich Schutzmassnahmen befolgt werden, merke ich keinen Unterschied zu den Zeiten vor Corona. An der Wasserrutschbahn stehen z.B. trotz Hinweisen weiterhin alle so dicht aufeinander wie eh und je. Als ob man je schneller an die Reihe kam, wenn man dem Vordermann in den Nacken atmet... 🤦
  • HP G 10.08.2020 21:07
    Highlight Highlight Schutzkonzepte. Tönt nach Schutz vor Ansteckung, ist es aber nicht. Angesteckt wird auch mit Konzept.
    Aber immerhin können die daran Beteiligten im Falle einer Infektion einfacher ermittelt werden, da Name, Handy /Festnetznummer und Email bekannt sind.
  • Tschowanni 10.08.2020 20:09
    Highlight Highlight Diese Statistik ist für die Tonne und das Papier nicht wert auf der es steht. Einkaufsläden, Fitnesscenter, praktisch keine Beanstandungen betreffend Abstandsregel? Ja ne is klar. Ich erlebe genau das Gegenteil
  • MyAnusIsBleeding 10.08.2020 20:04
    Highlight Highlight Das Titelbild zu diesem Artikel ist etwas unglücklich gewählt. Zusammen mit dem Titel macht es den Eindruck, als ob die Kinos hier zu den Betrieben gehören, welche gegen die Massnahmen verstiessen. Dabei gab es ja gar nichts zu beanstanden.
    Benutzer Bild
  • Meierli 10.08.2020 19:36
    Highlight Highlight Und in den Grossraumbüros schaut keiner hin. Dabei kenne ich kaum einen Betrieb, wo da ein funktionierendes Schutzkonzept vorhanden ist.
  • Hans12 10.08.2020 18:47
    Highlight Highlight Ich frage mich, wie in den Nachtlokalen überprüft wurde, dass effektiv keine Gesichtsnahen Dienstleistungen erbracht werden.
  • passiver Überströmer 10.08.2020 18:44
    Highlight Highlight Wieviele Kinos hat Zürich, und wieviele Restaurants?
  • Thomas G. 10.08.2020 18:34
    Highlight Highlight Man sollte mal in den Büros nachschauen. Meine Prognose: 90% pfeifen auf Abstand, Lüften, Masken.
  • Thomas G. 10.08.2020 18:33
    Highlight Highlight Clubs sind keine Quelle der Ansteckungen. Sagen die Clubs. Dann muss es ja stimmen. Sind ja alles Virologen dort.
  • Heinzbond 10.08.2020 18:08
    Highlight Highlight Was hier gänzlich fehlt sind Spitäler und Pflegeeinrichtungen, da wird gerade alles was der Lockdown verhindert hat über Bord geschmissen, Personal gegängelt und behandelt als wäre man Leibeigener. Schutzkonzepte aufgestellt aber nicht eingehalten, Quarantänevorschriften missachtet und alles nur damit der CEO doch noch halbwegs positive Zahlen vorweisen kann...
  • WHYNOT 10.08.2020 18:06
    Highlight Highlight Wenn wir die Gastronomie nicht ruinieren wollen, dann sind wir nun mal alle etwas grosszügig, es muss ja niemand in die Beiz, der sich ängstigt.
  • Garp 10.08.2020 17:45
    Highlight Highlight Also in meinem Lebensmittelladen wurde sich von Anfang an nicht an die Massnahmen gehalten, die Striche vor der Kasse waren nie zwei Meter. Einmal war die Polizei da, dann gab es eine Zeit lang bessere Eingangskontrollen.
    Die wurden nun aufgehoben, es wird reingelassen was reinpasst. Abstand halten ist da unmöglich. Hab den Geschäftsführer angesprochen, er ist der Meinung die Kunden müssen selber kucken Abstand zu halten, es sei nicht seine Aufgabe.
  • Chalbsbratwurst 10.08.2020 17:32
    Highlight Highlight Also gem. dieser Statistik wurde in Einkaufsläden keine Missachtung der Sicherheitsabstande festgestellt resp. beanstandet...? Realy? Daraus kann ich nur Schlussfolgern, dass diese Statistik genau so wenig taugt wie die meisten anderen Statistiken. Schaut einfach gut zu euch und euren Liebsten und nehmt Corona ernst aber vergesst diese ganzen Zahlen die ja sowieso nie stimmen.
    • Butch Cassidy & Sundance Kid 10.08.2020 18:03
      Highlight Highlight Dachte das selbe..
      Die schmalen Gänge im Supermarkt sind etwa 1.5m breit.. also jedes Vorbeigehen an einer anderen Person ist bereits eine Beanstandung.. und wirklich warten tut da niemand mehr wie am Anfang teilweise..
    • Peedy 10.08.2020 20:17
      Highlight Highlight Im Schutzkonzept wurde kein Mangel festgestellt was durchaus realistisch ist. Hat ja z.B. praktisch überall Kleber am Boden. Ob das Konzept dann von allen Beteiligten (inkl. kunden) richtig umgesetzt wird, ist dann eine andere Baustelle...die108 Beanstandungen bei Einlausläden kommt ja nicht von ungefähr...
    • Zat 10.08.2020 21:41
      Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich gleicher Meinung. Allerdings finde ich, die Statistik taugt schon, aber ein wenig Interpretation gehört schon dazu.
      In den 46 Tagen wurden 108 Läden kontrolliert. Das sind dann mal durchschnittlich 2-3 pro Tag. Da kann es gut sein, dass der Abstand bei diesen gerade mal eingehalten wurde. Vor allem wenn nicht gerade Stosszeit war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 10.08.2020 17:26
    Highlight Highlight Und wann werden die Bürobetriebe kontrolliert?

    Die Mitarbeitenden müssen wieder alle aus dem Home Office zurück ins Büro, Sitzungszimmer sind wieder bis auf den letzten Platz gefüllt, man steht und sitzt wieder viel zu lange viel zu nahe bei einander, vereinzelt schüttelt man sich wieder die Hände, die Arbeitgeber versäumen es die Sensibilisierung aufrecht zu erhalten und die Vorgesetzten sind keine Vorbilder mehr (sodann sie es überhaupt mal waren)...
  • HugiHans 10.08.2020 17:18
    Highlight Highlight Sieht so aus, als sei die Einhaltung überall schwierig, wo die Betriebe auf die Mitthilfe der Gäste angewiesen sind. Und überall wo die Trennung vorgegeben wird wie Kino und Fitness klappts. Schade, den so schwierig ist das doch nicht und problemlos ohne persönliche Einschränkungen umsetzbar.
    • RandomNicknameGenerator 10.08.2020 17:24
      Highlight Highlight Naja, die Probleme betreffen scheinbar v.a. die Konzepte, nicht die Umsetzung. Da hat der Kunde noch nichts zu melden...
    • genauleser 10.08.2020 21:58
      Highlight Highlight @Random: Gemeint war wohl schon die Umsetzung - das ist im Artikel unsauber formuliert. Das Konzept selbst ist ein Papier, dass muss man nicht mit einem Besuch kontrollieren.
      @Watson: Könnt man das noch klarer/konsistenter formulieren?
  • Trompete 10.08.2020 17:15
    Highlight Highlight Schade, ist das entscheidende Diagramm im Bericht (zumindest auf meinem Smartphone) unlesbar, da die Buchstaben der Überschriften übereinander liegen.

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