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Zürcher Obergericht spricht Studenten von «Stealthing»-Vorwurf frei



ARCHIVBILD ZUR MK DES BAG ZUR ENTWICKLUNG DER HIV-ZAHLEN UND ANDERER SEXUELL UEBERTRAGBARER KRANKHEITEN, AM MONTAG, 7. OKTOBER 2019 - A condom and packaging, photographed on February 1, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)..Ein Kondom und Verpackung, aufgenommen am 1. Februar 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Das Zürcher Obergericht hat sich am Donnerstag erstmals mit dem Phänomen «Stealthing» befassen müssen, also dem heimlichen Abziehen eines Kondoms. Es sprach dabei einen 21-jährigen Studenten frei, denn beim «Stealthing» gibt es eine Gesetzeslücke.

Die Tat sei «moralisch verwerflich», sagte der Richter bei der Urteilseröffnung. Es gebe keine Zweifel an den Aussagen der Sexualpartnerin. Der Angeklagte habe das Kondom heimlich abgestreift, um mehr Spass zu haben.

Trotzdem konnte der Student den Saal als freier Mann verlassen. Das Obergericht musste den Freispruch der Vorinstanz, des Bezirksgerichtes Bülach, wohl oder übel bestätigen.

Grund dafür ist eine Gesetzeslücke. Das so genannte «Stealthing» ist bis jetzt vom Gesetzgeber gar nicht vorgesehen. Als Vergewaltigung kann es nicht eingestuft werden, weil die Sexualpartnerin ihr Einverständnis zum Sex ja grundsätzlich gab.

Eine Verurteilung wegen Schändung kommt gemäss Obergericht aber ebenfalls nicht in Betracht. Schändung bezeichnet sexuellen Missbrauch von wehrlosen Personen, dazu gehören etwa Schlafende, Bewusstlose oder Menschen mit Behinderungen.

Die 20-jährige Studentin, die den 21-Jährigen angezeigt hatte, war jedoch grundsätzlich zur Abwehr fähig. Und das Nicht-Einhalten von Abmachungen beim Sex ist nicht strafrechtlich erfasst. Das Obergericht sprach den Student deshalb widerwillig nach dem Grundsatz «keine Strafe ohne Gesetz» frei und folgte damit dem Antrag des Rechtsanwaltes.

«Unfall infolge fehlender Verständigung»

Ein Nein müsse natürlich ein Nein sein, sagte der Anwalt. Aber nicht jede Handlung sei strafwürdiges Unrecht. «Wenn die Gesellschaft das Gesetz nicht mehr für zeitgemäss hält, muss das Parlament das ändern». Für den Anwalt war die Tat kein sexueller Übergriff, sondern ein «Unfall infolge fehlender Verständigung.»

Der Student betonte während des Prozesses, dass er der Meinung gewesen sei, dass seine Partnerin gewusst habe, dass er das Kondom abgestreift habe. Das Ding sei ihm zu eng gewesen, und sie habe «Fuck me» gesagt, was er als Aufforderung verstanden habe, ohne Kondom in sie einzudringen.

Absprache verletzt

«Fehlende Verständigung» sah der Staatsanwalt hingegen nicht. Die Studentin habe klar und deutlich gesagt, dass sie nur mit Kondom Sex haben wolle. «Sie hatte keine Möglichkeit, das Fehlen des Kondoms zu bemerken. Hier wurde eindeutig eine Absprache verletzt.»

Der Staatsanwalt forderte 14 Monate Freiheitsstrafe bedingt. Das heimliche Abstreifen des Kondoms sei keine Bagatelle. Die Studentin habe wochenlang in der Angst gelebt, sich mit HIV angesteckt zu haben. Sie habe deshalb auch eine HIV-Prophylaxe gemacht.

Der Student hingegen habe keinerlei Empathie gezeigt und sie auch nicht zum Arzt begleitet. Stattdessen habe er versucht, mit unangebrachten Witzen seine Tat kleinzureden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es ist anzunehmen, dass der Staatsanwalt diese Gesetzeslücke vom Bundesgericht beurteilt haben will.

Tinder-Date mit Rückenmassage

Vereinbart wurde das verhängnisvolle Stelldichein über die Dating-App Tinder. Nach etwas Alkohol und einer Rückenmassage hatten die beiden Studierenden Sex «quer durch die ganze Wohnung», wie es der Student vor Gericht ausdrückte. Seit diesem Vorfall treffe er aber keine Frauen mehr «nur für Sex», beteuerte der Beschuldigte.

Wenn er wieder mehr Zeit habe, wolle er sich endlich wieder auf sein Jus-Studium konzentrieren. Für den Staatsanwalt eindeutig die falsche Wahl. «Juristerei ist das falsche für Sie», gab er ihm mit auf den Weg. Der Student ist bereits wegen Verkehrs- und Drogendelikten vorbestraft.

Dies ist erst der zweite Fall von «Stealthing», der in der Schweiz vor Gericht landet. Der erste war im Waadtland. Dort entschied das Kantonsgericht als zweite Instanz jedoch anders. Es kam im November 2017 zum Schluss, dass es eine Schändung sei. (sda)

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61
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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeitreisender 28.11.2019 18:53
    Highlight Highlight "Ein nicht unbeachtlicher Anteil an der menschlichen Fortpflanzung hat das Ausschalten des männlichen Gehirns bei sexueller Erregung."

    Sigmund Freud


    Ich habe Sex ohne Kondom immer abgelehnt, nicht nur wegen möglicher Krankheiten, sondern auch weil ich kein Kind ernähren wollte. Scheint nicht die hellste Leuchte zu sein.
  • Garp 28.11.2019 18:51
    Highlight Highlight Was ich suspekt finde am Studenten, dass er seine Kondomgrösse nicht kennt. Und er sagt er hätte es deswegen ausgezogen, also nicht wegen Oralverkehr, wie hier manche anführen. Wer zum Tinderdate geht nimmt doch für sich passende Kondome mit.
  • Thennis 28.11.2019 16:28
    Highlight Highlight «Als Vergewaltigung kann es nicht eingestuft werden, weil die Sexualpartnerin ihr Einverständnis zum Sex ja grundsätzlich gab.»

    Das stimmt in keinster Weise. Das Einverständnis für Sex ist immer an Bedienungen gebunden! Werden dies Bedienung nicht erfüllt oder verletzt, endet auch das Einverständnis. Werden diese Verletzung des Einverständnis als Selbstbereicherung ausgenutzt, muss das Bestraft werden. Wie sich das Beweisen lässt ist hingegen schwieriger.
  • #teacherlife 28.11.2019 16:20
    Highlight Highlight Mir wird bei den Kommentaren hier echt schlecht. So viele Menschen (Männer, sorry..), denen der moralische Kompass und jegliche Empathie abhanden gekommen sind, kann es doch gar nicht geben oder?
  • Bruno Wüthrich 28.11.2019 15:41
    Highlight Highlight Die Verteidigung plädierte wohl deswegen auf Freispruch, weil eben diese Gesetzeslücke bestand. Das Gericht hat daraufhin die Handlung im Urteil als moralisch verwerfliche Tat gerügt.

    Wie das Gericht den Fall beurteilt hätte, wenn keine Gesetzeslücke bestanden hätte, können wir nicht wissen. Denn dann hätte die Verteidigung wohl mehr Zweifel an den Aussagen der Klägerin zu streuen versucht.

    Weil alle Beteiligten (Klägerin, Angeklagter, Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht) von der Gesetzeslücke wussten, kann das Verfahren anders abgelaufen sein, als wenn ein Gesetz bestanden hätte.
  • Locutus70 28.11.2019 15:04
    Highlight Highlight Mit was für einem Mist sich Gerichte beschäftigen müssen, wenn sich erwachsene Menschen schon bei normalen Dingen nicht einigen können ...
  • Chääschueche 28.11.2019 14:37
    Highlight Highlight Ich verstehe die Frau nur Teilweise. Beim Oralverkehr war es für Sie kein Problem aufs Gummi zu verzichten und deshalb wusste Sie ja, dass er keines mehr "trug". Sie hätte also auch überprüfen können (MÜSSEN) ob er wieder eins trägt. Sie wusste es und hat es nicht "kontrolliert".

    Und wäre es zur Ansteckung (Durch Geschlechtskrankheit X) gekommen hätte diese auch via Oralverkehr erfolgen können. Ja HIV Übertragung ist durch Oralverkehr ohne Ejakulation recht unwahrscheinlich aber durch Wunden im Mund ist auch dies möglich.
  • p3kko 28.11.2019 13:19
    Highlight Highlight Wer mit dem Gegenüber keinen Sex ohne Kondom haben würde, sollte sich vielleicht überlegen, generell auf Sex mit diesem Menschen zu verzichten. Sex ist doch keine Wegwerfware, die man mit jedem Dahergelaufenen hat.
    • Magnum44 28.11.2019 14:10
      Highlight Highlight Zurück ins 20 Jahrhundert mit dir.
    • .i.i.i. 28.11.2019 14:26
      Highlight Highlight 🙄🤦🏻‍♂️
    • Michele80 28.11.2019 14:49
      Highlight Highlight Also normalerweise sind ja die normativen Kondomkommentare pro Kondom ... aber das jemand mal empfiehlt kein Kondom zu gebrauchen ist ja auch mal was neues 🙈 hoffentlich gibts hier keine jungen MitleserInnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andi Weibel 28.11.2019 13:01
    Highlight Highlight Was vielleicht noch anzumerken wäre: Wenn er sie mit irgendwas angesteckt hätte, wäre die rechtliche Ausgangslage ganz anders.
    • Clank 28.11.2019 15:29
      Highlight Highlight Naja, nur wenn er selber weiss, dass er angesteckt ist und das auch nur bei den grösseren Krankheiten.
    • #teacherlife 28.11.2019 16:15
      Highlight Highlight Soll das jetzt etwas entschuldigen? Und wenn sie schwanger geworden wäre?
  • miarkei 28.11.2019 12:53
    Highlight Highlight Dann müsste man wohl eine Gesetzesgrundlage schaffen...
    • Locutus70 28.11.2019 15:05
      Highlight Highlight Na klar - die Gerichte haben ja so schon nix zu tun ^^
    • Dan Rifter 28.11.2019 15:14
      Highlight Highlight Weil die Gerichte schliesslich auch die Gesetze machen.

      Schau dir mal ein Lernfilmchen zu "Gewaltentrennung" an
    • TheBase 28.11.2019 15:44
      Highlight Highlight *seufz* Gerichte machen KEINE Gesetze 🤦🏻‍♂️

      Minimalste Basics in Staatskunde...FEHLANZEIGE 😖
    Weitere Antworten anzeigen
  • Iltis 28.11.2019 12:45
    Highlight Highlight Ich finde das sehr schwierig zu beurteilen. Beide unter Alkoholeinfluss. Ist die Aussage der Frau glaubwürdiger? Es kann sein, dass er den Gummi absichtlich, ohne ihr Wissen und Einverständnis, abgezogen hat. Zu beweisen ist dies kaum. Für eine Verurteilung braucht es doch Sicherheit?
    • Ueli der Knecht 28.11.2019 17:05
      Highlight Highlight Es gilt die freie Kognition und Beweiswürdigung des Gerichts, und das erachtete offenbar die Aussage der Frau als praktisch zweifelsfrei glaubwürdig (=bewiesen), und die Aussage des Mannes als unglaubwürdig.

      Trotzdem Freispruch, weil das Tatverhalten anscheinend nicht strafbar ist. Ich meine, die Frau sollte das Urteil weiterziehen. Vor Bundesgericht wird die Beweiswürdigung der Vorinstanz gelten, und nur die Frage zu klären sein, ob der Tatbestand strafbar ist.

      Die Frage ist, ob die Frau das fehlende Kondom hätte bemerken können, bzw. ob sie zum Widerstand unfähig war (=Schändung).
  • LeserNrX 28.11.2019 12:40
    Highlight Highlight Da sollte man sich lieber an der frz. Gesetzgebung orientieren, die nicht in den 50-ern steckengeblieben ist. Sogar das Gericht hält fest, dass es "ein Missachten der Spielregeln" ist. Das heisst man verstösst bewusst gegen eine Abmachung, die Voraussetzung für das Stattfinden des GV ist. Falls es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt, sollte dringend eine geschaffen werden.

    Wahrscheinlich wäre es strafbar gewesen, wenn sie tatsächlich mit HIV angesteckt worden wäre (Körperverletzung), aber auch dies wäre praktisch unmöglich zu beweisen, hätte ja auch ein anderer gewesen sein können.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 28.11.2019 14:29
      Highlight Highlight Den Ursprung einer HIV-Infektion kann man heute zurückverfolgen, wenn die in Frage kommenden Leute greifbar sind.
    • Locutus70 28.11.2019 15:06
      Highlight Highlight @LeserNrX - es steht Aussage gegen Aussage
  • reactor 28.11.2019 12:31
    Highlight Highlight Zumindest versuchte Körperverletzung. Verstehe das Urteil nicht.
    • Arthur Sunil 28.11.2019 12:43
      Highlight Highlight Einvernehmlicher Sex ist keine Körperverletzung!
    • Pisti 28.11.2019 13:06
      Highlight Highlight Wenn er nicht krank ist wo soll da die versuchte Körperverletzung sein?
    • fidget 28.11.2019 13:06
      Highlight Highlight Das Gericht ist nicht dazu da einen passenden Straftatbestand zur Tat zu finden. Es hat darüber befunden, ob es sich um eine Schändung handelt, so wie es in der Anklage steht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kaderschaufel 28.11.2019 12:30
    Highlight Highlight Also wie genau?

    Wenn es Aussage gegen Aussage steht, dann kann ich mir vorstellen, dass ein Freispruch gerechtfertigt ist.

    Aber so wie es im Artikel steht, wäre der Mann auch freigesprochen worden, wenn er gestanden hätte, dass er absichtlich den Willen der Frau durchbrochen hat. Und das finde ich nicht recht, da müsste die Politik über die Bücher, wenn dazu wirklich kein Gesetz anwendbar ist.
  • little.saurus 28.11.2019 12:27
    Highlight Highlight Na dann los, Gesetzesvorlage muss her!
  • DerTaran 28.11.2019 12:26
    Highlight Highlight Wie kann Mann bei einem ONS nur auf Kondome verzichten?
    Und warum gibt es immer noch kein Gesetz?
    • zaphod67 28.11.2019 13:34
      Highlight Highlight Warum? Weil das Gesetzgebungsverfahren Jahre dauert.
    • DerTaran 28.11.2019 23:18
      Highlight Highlight Ja schon, aber das Problem ist doch auch schon seit Jahren bekannt, ich sagen nur Julian Assange.
  • Nonqi 28.11.2019 12:25
    Highlight Highlight Jetzt mal ganz ehrlich... gibt es wirklich Frauen die es nicht merken, dass der Lümmel kein Kondom mehr übergezogen hat???
    • Baccaralette 28.11.2019 12:41
      Highlight Highlight Ehrlich jetzt???
    • Duweisches 28.11.2019 12:42
      Highlight Highlight Sie hat es ja gemerkt und auch sofort reagiert.
    • olga 28.11.2019 15:32
      Highlight Highlight Stimmt, die Frauen sind schuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 28.11.2019 12:16
    Highlight Highlight Mal abgesehen davon, dass ein Vorsatz seitens des Angeklagten nicht nachgewiesen werden kann, so ist es richtig, dass die Gerichte nicht mit horizontalen Alltagsproblemen betraut werden müssen. Wie der Staatsanwalt aufgrund dieser Faktenlage auf den Straftatbestand Schändung kommt, entzieht sich der im Artikel beschriebenen Vorgänge einer gänzlichen Logik.
    • Senji 28.11.2019 14:07
      Highlight Highlight Die meisten Vergewaltigungen passieren zwischen Personen, die sich kennen, häufig Ehepartnern. Dies sind demnach für dich auch "horizontale Alltagsprobleme" mit denen sich die Justiz nicht befassen soll?
    • Don Alejandro 28.11.2019 16:49
      Highlight Highlight @Senji; Es geht mir um die Vorverurteilung, in dubio pro reo. Und mit Verlaub, mit Respekt für die Opfer von Vergewaltigungen, in vorliegendem Fall konnte nicht einmal eine Schändung nachgewiesen werden. Was aus den Schilderungen auch folgerichtig ist. Einzig ein moralisches und ethisches Fehlverhalten. Und für solche sollte bitte die Justiz nicht behelligt werden. Ansonsten wird jede Ameise, die man ausversehen übertrampt, zum Justizfall.
  • Magnum44 28.11.2019 12:13
    Highlight Highlight Einzig richtiges Urteil. Das Parlament ist gefragt.
  • Bibilieli 28.11.2019 12:07
    Highlight Highlight Der Titel ist irreführend. Falls ich das richtig verstanden habe, wurde der Student nicht vom Vorwurf des "Stealthing" freigesprochen. Das Obergericht hat vielmehr entschieden, dass "Stealthing" nach geltendem Recht keine Straftat darstellt. Das ist ein wichtiger Unterschied.
  • w'ever 28.11.2019 12:06
    Highlight Highlight "Dabei zog er gemäss Anklage jedoch heimlich das Kondom ab."
    hier sollte noch erwähnt werden, dass ihr im vorhergehenden artikel erwähnt habt, dass "In der Version des Mannes heisst es, dass sie ihm dann das Kondom ausgezogen habe, um ihn oral zu befriedigen. Danach habe sie ihm «fuck me» gesagt, was er als Aufforderung wahrgenommen habe, wieder in sie einzudringen."
    • Supermonkey 28.11.2019 12:16
      Highlight Highlight Wie des genau war weiss soweiso niemand....
    • w'ever 28.11.2019 12:43
      Highlight Highlight @supermonkey
      es werden nur die zwei wissen, aber es war so seine aussage (ob die nun so stimmt oder nicht). aber falls(!) es so war, ist es ein riesen unterschied dazu, als wenn ein mann heimlich das kondom auszieht.
    • Commander Salamander 28.11.2019 14:44
      Highlight Highlight Dem Artikel nach war das Gericht von der Version der Frau überzeugt, da der Mann offenbar in seiner Aussage weniger glaubwürdig / konsistent war.
  • darkshadow 28.11.2019 11:55
    Highlight Highlight Krass! Da muss die Politik sofort eingreifen! Ich bin ein Mann und kann die Frauen absolut verstehen...
    • Tapsi 28.11.2019 14:04
      Highlight Highlight Versteh nicht, warum du so viele Blitze kassiert hast. Hatte die exakt gleiche Reaktion wie du!

      Das ist Kolleginnen von mir auch schon passiert. Man fühlt sich benutzt, verarscht, verletzt. Und ist einfach unendlich dumm & gefährlich. Für beide!
    • Radesch 28.11.2019 16:24
      Highlight Highlight @Tapsi

      Die Frage ist halt ob so ein Sachverhalt wirklich auf der gleichen Stufe steht wie Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung und ob da überhaupt Haftstrafen gerechtfertigt sind. Das Ganze ist schon ein wenig komplexer als man meint.

      Ist jemand der so etwas macht ein A... Ja, ohne Frage. Muss man wegen dieses weglassen eines Kondoms wirklich die Gerichte belasten? Schwierige Frage.

      Sich ausgenutzt fühlen kann man sich nicht nur nach dem gegenwillentlichen Sex ohne Kondom. Aber grundsätzlich finde ich das auch eine Schweinerei.
    • Tapsi 29.11.2019 08:23
      Highlight Highlight @radesch es geht mir nicht darum, dass das Urteil falsch ist (das kann ich nicht beurteilen). Sondern die Reaktion: "Krass!" & "da muss die Politik sofort reagieren".

      Ich war auch einfach geschockt, dass die Person nicht verurteilt werden kann. Es ist eine Sauerei & geht einfach nicht. & meiner Meinung nach muss man sich wehren können, dass dieses Stealing aufhört
  • Chääschueche 28.11.2019 11:52
    Highlight Highlight Das Urteil ist richtig!

    Klar ist es scheisse aber sorry...dass kann nunmal in der Hitze des Gefechts passieren wenn man von Vaginal zu Oral und dann wieder zu Vaginal wechset.

    Und die Frau hat ja nicht kontrolliert ob er eins an hat. Sie hätte dazu ja auch Hände...Und ein Kondom auszupacken oder eins anzuziehen verursacht ja eine Pause sowie je nach Verpackung Geräusche...

    Ich schaue z.B. Immer nach ob mein Sexpartner ein Gummi anzieht.
    • miarkei 28.11.2019 12:51
      Highlight Highlight Wenn er einen Gummi dran hatte und heimlich runterzieht ist das wohl nichts das gleiche, wie ganz ohne
    • Roman h 28.11.2019 15:02
      Highlight Highlight @miarkei
      Laut Aussage der Frau haben sie ganz klar recht, laut Aussage des Mannes liegen sie falsch.
      Laut seiner Aussage hat Sie ihm das Kondom ausgezogen, ihn mit dem Mund verwöhnt und anschliessend gesagt er soll wieder in sie eindringen.
      Laut seiner Aussage also hätte sie es ganz klar merken sollen.

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