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Erdrutsche, geflutete Keller: Heftiger Regen in der Ostschweiz – Feuerwehr im Dauereinsatz



Starker Regen hat in der Nacht auf Dienstag und bis in den Vormittag in der Nordostschweiz Strassen und Keller überflutet. Die Pegelstände der Flüsse stiegen. Feuerwehren in den Kantonen Thurgau, Zürich und Glarus mussten Schlamm, Wasser und Geröll beseitigen.

Im Kanton Thurgau gingen zwischen 20 Uhr am Montagabend und 7 Uhr am Dienstag rund 60 Schadenmeldungen ein, davon allein 45 Anrufe zwischen 23.30 Uhr und 1 Uhr, wie die Kantonspolizei mitteilte. Heftige Regenfälle seien vor allem in der Region Wigoltingen und Märstetten zwischen Frauenfeld und Weinfelden niedergegangen. Personen wurden keine verletzt.

Die Feuerwehren standen vor allem im Mittelthurgau im Einsatz, in den meisten Fällen mussten sie Keller auspumpen. Vereinzelt wurden Strassen überflutet und Bäche traten über die Ufer. Die Behörden im Kanton Thurgau hatten bereits am Montagmorgen für die Sitter eine Hochwasser-Warnung heraus gegeben.

Über 200 Einsätze im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich kam es nach Polizeiangaben zu rund 230 Einsätzen der Feuerwehr. Erdrutsche sorgten für Probleme, so zwischen Kemptthal und Illnau-Effretikon sowie bei Wila, wie der Verkehrsdienst TCS auf seiner Webseite mitteilte. Die Kantonsstrasse war daher vorübergehend in beiden Richtungen gesperrt.

Die Kantonspolizei Zürich war bis 9 Uhr am Dienstagvormittag nicht für eine Aktualisierung der Informationen erreichbar. Die Notrufnummern 117 und 112 waren gestört.

Auch im Kanton Glarus gingen heftige Regenfälle nieder. In Bilten wurden am späten Montagnachmittag ein Dutzend Keller in Wohnhäusern überschwemmt. Andere Kantonsteile waren vom Unwetter nicht betroffen. Starke Regenfälle seien nur in der nördlichsten Ecke des Kantons um Bilten niedergegangen, sagte Daniel Menzi, Mediensprecher der Kantonspolizei Glarus, auf Anfrage.

Auch Westschweiz betroffen

Auch die Westschweiz war von heftigen Regenfällen betroffen. Die Passstrasse am Col de la Croix im Kanton Waadt bleibt wegen Erdrutschgefahr bis auf weiteres geschlossen.

Seit Sonntagmorgen sind in der Deutschschweiz beträchtliche Regenmengen niedergegangen. Lokal fielen laut dem privaten Wetterdienst Meteonews bis zu 100 Millimeter Niederschlag.

Vor allem in der Ostschweiz kam laut SRF Meteo mit 40 bis 80 Millimetern Regen viel zusammen. Am meisten Regen gab es in Urnäsch im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit 103 Millimetern innerhalb von 24 Stunden. Das entspricht rund der Hälfte des normalen Niederschlags im Juni.

Gewitterwarnung

Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Am (heutigen) Dienstag dürften tagsüber neue, teils kräftige Platzregen niedergehen, lokal begleitet von Gewittern, wie Meteoschweiz meldet.

Dazu gibt es vom Bund eine Gewitterwarnung der Stufe 3 (erhebliche Gefahr) für das gesamte Deutschschweizer Mittelland bis an den nördlichen Alpenrand in der Inner- und der Ostschweiz. Dazwischen werden sonnige Abschnitte erwartet bei Nachmittagstemperaturen um 21 Grad. (sda)

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