DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Viren-Drohnen der Post sind wieder in der Luft – Absturzursache bekannt

12.04.2019, 10:5212.04.2019, 11:05
Sie fliegen wieder: Die Postdrohnen.
Sie fliegen wieder: Die Postdrohnen.Bild: KEYSTONE

Die Schweizerische Post nimmt ihre Drohnenflüge im Dienst der Medizin wieder auf, nachdem der Absturz einer Drohne im Januar in den Zürichsee geklärt ist. Ein Kurzschluss war die Ursache, wie die Sicherheits-Untersuchungsstelle Sust am Freitag mitteilte.

Am 25. Januar musste eine Drohne, die Laborproben über den Zürichsee transportierte, eine kontrollierte Notlandung einleiten und landete im Zürichsee. Gemäss dem am Freitag veröffentlichten Schlussbericht der Sust hatte mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Kurzschluss zur Notlandung der Drohne geführt. Der Kurzschluss hatte die Stromversorgung zum GPS unterbrochen.

Die Sicherheitsmechanismen der Drohne hatten daraufhin einwandfrei funktioniert: Wie in einem solchen Fall vorgesehen, löste die Drohne die Notlandung selbst aus. Dazu stoppt sie die Rotoren und wirft ihren Fallschirm aus. Die hinunterschwebende Drohne macht mit einem schrillen Pfeifton und grellen Blinklichtern auf sich aufmerksam.

Die technische Störung trat bereits wenige Minuten nach dem Start auf, als die Drohne schon in sechzig Metern Höhe schwebte. Weil sie über dem See war, sank die Drohne ins Wasser und erlitt Totalschaden. Die Blutproben, welche die Drohne von der Klinik im Park zum Zentral-Labor hätte transportieren sollen, blieben unbeschädigt.

Redundanter Stromkreislauf eingebaut

Die Post und der Drohnen-Hersteller Matternet hatten nach dem Vorfall als freiwillige Vorsichtsmassnahme entschieden, alle Drohnen am Boden zu behalten, bis die Ursache geklärt ist. Nun nehmen die Post und Matternet die Flüge für ihre Kunden in Zürich und Lugano ab 15. April wieder auf, wie sie am Freitag mitteilten.

Das sind die eindrücklichsten Drohnenbilder

1 / 11
Das sind die eindrücklichsten Drohnenbilder
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Matternet habe Anpassungen an den Drohnen vorgenommen. Diese sollen einen technischen Defekt an selber Stelle verhindern. Das GPS, der Kompass sowie der dazugehörige Stromkreislauf seien im neuen Drohnen-Modell V9 doppelt vorhanden. Matternet habe das Modell in den USA in den vergangenen Wochen ausgiebig getestet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) habe die Anpassungen am 8. März 2019 geprüft und abgenommen.

Über 3000 Flüge absolviert

Die Post ist nach eigenen Angaben mit autonomen und kommerziellen Drohnen eine Pionierin in der Schweiz - dies stets im Dienste der Medizin. Im Zentrum der Drohnenlogistik stehe der Transport von Laborproben, was dem Gesundheitswesen konkreten Mehrwert bringe. Denn besonders im Gesundheitsbereich seien Sendungen häufig dringend und die Geschwindigkeit könne entscheidend sein.

Mit der Dienstleistung der Post sei der Transport dieser dringenden Laborproben flexibel, schnell und ökologischer als jener auf der Strasse und damit für die Spitäler massgeschneidert. Die Post und Matternet hätten bisher in Lugano, Bern und Zürich über 3000 Flüge erfolgreich absolviert. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Drohnen legen London Gatwick lahm

1 / 14
Drohnen legen London Gatwick lahm
quelle: ap/ap / tim ireland
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Drohne soll Lawinenopfer schneller orten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Der letzte grosse Sieg der Eidgenossen: Die Schlacht von Novara
Die Schlacht von Novara vom 6. Juni 1513 ist der letzte grosse militärische Sieg der Alten Eidgenossenschaft und markiert den Höhepunkt von deren Macht in Mitteleuropa.

1513 war ein «Jahr der Wunder» für die Alte Eidgenossenschaft, geprägt von Siegen über die Franzosen in der Schlacht von Novara und der Belagerung von Dijon. Diese militärischen Erfolge bilden den Höhepunkt der internationalen Macht und des militärischen Prestiges der Eidgenossen.

Zur Story