DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - Bruecke im Bau der Durchmesserlinie in Zuerich am Dienstag. 3. Juni 2014. Am 14. Juni eroeffnen die SBB und der Zuercher Verkehrsverbund (ZVV) mit dem Bahnhof Loewenstrasse und dem Weinbergtunnel den 1. Teil der Durchmesserlinie. Die Durchmesserlinie ist die groesste innerstaedtische Baustelle der Schweiz. Sie verbindet die Bahnhoefe Altstetten, Zuerich Hauptbahnhof und Oerlikon.  - 1410 Zuege verkehren taeglich auf dem 380 Kilometer langen Zuercher S-Bahn-Netz und jaehrlich werden 612 Millionen Passagiere befoerdert: Das sind die imposanten Kennzahlen des Zuercher Verkehrsverbunds (ZVV), der unter dem Motto

Ab Dezember 2015 werden über diese Brücke Züge fahren. Bild: KEYSTONE

Am 13. Dezember ist es soweit: Die Zürcher Durchmesserlinie wird trotz Planungsfehler pünktlich fertig



Auf einer Berg-und-Talfahrt vom Durchgangsbahnhof Löwenstrasse direkt nach Altstetten statt in einer Schlangenlinie über das halbe Gleisfeld in den Kopfbahnhof beim HB Zürich: Ab 13. Dezember ist die Durchmesserlinie (DML) auch für Fernverkehrszüge offen.

Nach rund sieben Jahren gehen die Bauarbeiten an der zweiten Etappe der DML in die letzte Phase, wie die SBB am Montag mitteilte. Die spektakulärsten Bauwerke zwischen dem Hauptbahnhof und Altstetten sind die beiden filigranen Brücken, die den ausfahrenden Zügen Richtung Westen dienen.

Die 394 Meter lange Kohlendreieckbrücke beginnt bei der Strassenunterführung Langstrasse und reicht bis zur Hardbrücke. Die anschliessende Letzigrabenbrücke überquert in einem grossen S-Bogen das gesamte Gleisfeld. Sie ist mit 1154 Metern das längste Bahnviadukt der Schweiz.

Seit Ende 2014 sind die Brücken im Rohbau fertig. Bis im Herbst werden nun Schienen und Schwellen verlegt sowie Fahrleitungen und Kabel eingebaut. Derzeit wird auf beiden Brücken eine feste Fahrbahn aus Beton erstellt.

Blick auf die Bauarbeiten der Letzigrabenbruecke am Dienstag, 26. November 2013, anlaesslich des Countdown-Starts der Durchmesserlinie unter dem Hauptbahnhof in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Spektakuläre Bauarbeiten am längsten Bahnviadukt der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Planungsfehler mit Folgen

Das war so nicht vorgesehen. Ursprünglich war ein Schotterbett geplant. Im vergangenen November war jedoch ein Konstruktionsfehler entdeckt worden. Jeweils über den Pfeilern hatten sich im Brückentrog feine Risse gebildet. Die Diagnose ergab, dass die Bodenplatte dort, wo sie auf den Pfeilern aufliegt, zu schwach dimensioniert war.

Um das Bauwerk zu retten, entschieden die Ingenieure, über jedem der 30 Pfeiler bis zu acht Vorspannkabel aus Stahl über die Fahrbahn einzuziehen und an der Aussenseite über Ankerköpfe zu fixieren. Die Querspannkabel halten den Betontrog zusammen und verhindern, dass sich die Bodenplatte nach oben wölben kann.

Weil diese Querspannkabel nicht lose unter den Gleisen geführt werden können, wird die Fahrbahn nicht geschottert, sondern auf der ganzen Länge mit einer 60 Zentimeter dicken Betonschicht versehen. Dank der zusätzlichen Betonplatte kann laut Abschnittsleiter Michel Brun die Gesamtstabilität der Brücken garantiert werden.

Blick auf die Bauarbeiten der Letzigrabenbruecke am Dienstag, 26. November 2013, anlaesslich des Countdown-Starts der Durchmesserlinie unter dem Hauptbahnhof in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Über den Pfeilern bildeten sich feine Risse. Bild: KEYSTONE

Testfahrten ab Oktober

Ab dem 5. Oktober beginnen auf der Kohlendreieck- und auf der Letzigrabenbrücke Testfahrten. Ab dem 13. Dezember verkehren dann vier Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung auf der Ost-West-Achse via Durchmesserlinie und halten im Bahnhof Löwenstrasse.

Richtung Westen fahren die Züge über die beiden einspurigen Brücken und überqueren so kreuzungsfrei das ganze Gleisfeld, bevor sie ab dem Bahnhof Altstetten die bestehenden Schnellzugsgleise benutzen. Das Wenden der Züge im Kopfbahnhof Zürich mit entsprechend langen Zwischenhalten gehört dann der Vergangenheit an.

Die Durchmesserlinie führt von Zürich-Altstetten nach Oerlikon. Die erste Etappe mit dem Durchgangsbahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel war im Juni 2014 eingeweiht und für die S-Bahn in Betrieb genommen worden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zürcher Regierung verstiess wegen Demo-Beschränkung gegen Verfassung

Bis am 18. April waren im Kanton Zürich nur Demonstrationen bis maximal 15 Personen erlaubt. Das Zürcher Verwaltungsgericht hat diese Einschränkung nun als «unverhältnismässig» eingestuft. Sie habe gegen die Bundesverfassung verstossen.

Ein Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Meinungs- und Versammlungsfreiheit sei nur zulässig, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt seien, schreibt das Zürcher Verwaltungsgericht in seinem Urteil, das am Donnerstag publiziert wurde.

Die 15-er-Regel, …

Artikel lesen
Link zum Artikel