«Skandalös einseitig»: Ex-Arena-Moderator Leutenegger kritisiert SRF-Dok scharf
Die FDP des Kantons Zürich kritisiert die SRF-Doku «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» als «extrem unausgewogen» und wirft ihr einen Verstoss gegen den Konzessionsauftrag von SRF vor.
Die SRF-Doku beschäftigt sich mit der Wohnungsnot in Zürich. Im Fokus stehen Leerkündigungen, Ersatzneubauten und die Verdrängung von Langzeitmietern. Dazu kommen sowohl Betroffene, die nach vielen Jahren ihre Wohnung verlieren, als auch Eigentümer, Bauherren und Immobilienökonomen zu Wort.
Die FDP des Kantons Zürich kritisiert, die Sendung sei «nicht ausgewogen und verstosse gegen den Konzessionsauftrag» von SRF. Zudem wirke sie wie «aktivistisches linkes Campaigning auf Kosten der Gebührenzahlenden», insbesondere im Hinblick auf die beiden Abstimmungen im kommenden Juni – die Wohnschutz- und die Wohnungsinitiative.
Filippo Leutenegger, Präsident der FDP Kanton Zürich, hebt die seiner Meinung nach «Einseitigkeit der Reportage» hervor. Leutenegger war bis 2002 selbst beim Schweizer Fernsehen tätig, zuletzt als Chefredaktor, zuvor als «Arena»-Moderator.
Die Kantonalpartei reicht eine Beschwerde ein und strebt eine Rüge durch die Ombudsstelle an. Damit soll das «Vertrauen in die journalistische Unabhängigkeit von SRF» wiederhergestellt und an «die publizistischen Leitplanken des Service Public» erinnert werden. Zudem fordert die Partei, die Reportage aus der SRF-Mediathek zu entfernen. (fak)
