Schweiz
Zürich

Filippo Leutenegger FDP kritisiert SRF-Dok Wo-wo-Wohnungsnot scharf

«Skandalös einseitig»: Ex-Arena-Moderator Leutenegger kritisiert SRF-Dok scharf

Gut einen Monat vor dem Abstimmungstermin über die SRG-Initiative hat die FDP Zürich eine Beschwerde gegen einen SRF-Dok eingereicht. Sie sei «extrem unausgewogen».
30.01.2026, 10:0930.01.2026, 10:09

Die FDP des Kantons Zürich kritisiert die SRF-Doku «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» als «extrem unausgewogen» und wirft ihr einen Verstoss gegen den Konzessionsauftrag von SRF vor.

Die SRF-Doku beschäftigt sich mit der Wohnungsnot in Zürich. Im Fokus stehen Leerkündigungen, Ersatzneubauten und die Verdrängung von Langzeitmietern. Dazu kommen sowohl Betroffene, die nach vielen Jahren ihre Wohnung verlieren, als auch Eigentümer, Bauherren und Immobilienökonomen zu Wort.

Die FDP des Kantons Zürich kritisiert, die Sendung sei «nicht ausgewogen und verstosse gegen den Konzessionsauftrag» von SRF. Zudem wirke sie wie «aktivistisches linkes Campaigning auf Kosten der Gebührenzahlenden», insbesondere im Hinblick auf die beiden Abstimmungen im kommenden Juni – die Wohnschutz- und die Wohnungsinitiative.

Filippo Leutenegger, Präsident der FDP Kanton Zürich, hebt die seiner Meinung nach «Einseitigkeit der Reportage» hervor. Leutenegger war bis 2002 selbst beim Schweizer Fernsehen tätig, zuletzt als Chefredaktor, zuvor als «Arena»-Moderator.

«Diese Reportage ist skandalös einseitig. Gerade im Vorfeld wichtiger Abstimmungen erwarten wir von einem gebührenfinanzierten Medium eine faire, ausgewogene und faktenbasierte Auseinandersetzung. Der beanstandete Beitrag wird diesem Anspruch in keiner Weise gerecht.»
Filippo Leutenegger, Parteipraesident der FDP Kanton Zuerich am Parteitag der FDP Kanton Zuerich, am Samstag, 14. September 2024 im Careum Auditorium in Zuerich. (KEYSTONE/Til Buergy)
Filippo Leutenegger sieht den SRF-Beitrag kritisch.Bild: KEYSTONE

Die Kantonalpartei reicht eine Beschwerde ein und strebt eine Rüge durch die Ombudsstelle an. Damit soll das «Vertrauen in die journalistische Unabhängigkeit von SRF» wiederhergestellt und an «die publizistischen Leitplanken des Service Public» erinnert werden. Zudem fordert die Partei, die Reportage aus der SRF-Mediathek zu entfernen. (fak)

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303 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bcZcity
30.01.2026 10:27registriert November 2016
Habe die Doku vor der Kritik gesehen und mir einfach gedacht: "Ja, das ist eben der Alltag in der Stadt und Agglo drumherum". Fand ich nicht unausgewogen, Sugus ist nun mal ein Exempel welches stellvertretend steht für den totalen Kapitalismus der Einzug gehalten hat.

Wenn die FDP sich daran gestört fühlt, zeigt es doch nur dass man einen wunden Punkt getroffen hat und die IMMO Lobby den Befehl zur Gegenwehr gegeben hat.
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Schlawiner
30.01.2026 10:27registriert Januar 2018
Und was ist jetzt der konkrete Vorwurf gegen die Doku?
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Dr. S. Cooper
30.01.2026 11:20registriert Dezember 2022
Guter Tipp von Leutenegger.
Wenn er (also seine Parteifreunde) die Doku einseitig finden, heisst das für mich im Klartext: sie ist gut gemacht und genau den Wunden Punkt des Problems getroffen, also unbedingt ansehen...Vielen Dank
22019
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303
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