Schweiz
FDP

31-Jähriger wegen Drohungen gegen Përparim Avdili verhaftet

Përparim Avdili hat sich mit einer aufwändigen und bisweilen auch provokativen Kampagne in Zürich bekannt gemacht.
Përparim Avdili hat sich mit einer aufwändigen und bisweilen auch provokativen Kampagne in Zürich bekannt gemacht.

31-Jähriger wegen Morddrohungen gegen Përparim Avdili verhaftet

06.03.2026, 18:4006.03.2026, 21:08

Die Kantonspolizei Zürich hat diese Woche einen 31-Jährigen wegen Drohungen gegen den FDP-Stadtpräsidiumskandidaten Perparïm Avdili verhaftet. Die Staatsanwaltschaft führt ein Verfahren wegen Verdachts auf Drohung und Missbrauch einer Fernmeldeanlage.

Der Beschuldigte befinde sich nicht in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Zürcher Staatsanwaltschaft am Freitag gegenüber Keystone-SDA. Er bestätige einen entsprechenden Bericht der «NZZ». In welchen Zusammenhang die Drohungen stehen, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Die Polizei verhaftete den Montenegriner am Donnerstag. Für ihn gelte die Unschuldsvermutung, heisst es bei der Staatsanwaltschaft.

Laut «NZZ» soll der Mann über die sozialen Netzwerke Morddrohungen gegen Avdili und dessen Familie ausgestossen haben. Dabei soll es um seine Positionen zum Krieg in Gaza gegangen sein.

Vor wenigen Tagen distanzierte sich der, wie Avdili, albanischstämmige Rapper EAZ vom FDP-Politiker. Die beiden hatten für den Wahlkampf zusammen einen Song aufgenommen. Wegen Avdilis Positionen zum Islam und dem Krieg in Gaza könne er nicht mehr hinter Avdili stehen, liess der Rapper verlauten.

Vandalismus und tätliche Angriffe

Im Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlkampf kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Fällen von Vandalismus gegen Wahlplakate der FDP. Neben Përparim Avdili wurden auch Plakate anderer FDP-Politiker wie z.B. der Gemeinderatskandidatin Caroline Hobi beschädigt. Dieser Vandalismus sei «krass» und «ein Angriff auf die freie politische Meinungsäusserung», so Hobi.

Ein zerrissenes FDP-Plakat mit Përparim Avdili in Zürich.
Ein zerrissenes FDP-Plakat mit Përparim Avdili in Zürich.Bild: zvg

Im Februar war es bereits zu einem tätlichen Angriff im Zusammenhang mit den Wahlen gekommen. Ein Kandidat der SVP für den Zürcher Gemeinderat wurde von jungen Männern am Albisriederplatz attackiert. Diese sollen ihn beim Namen gerufen und Flaschen und Büchsen nach ihm geworfen haben. Einer der Männer soll dem SVP-Kandidaten eine Ohrfeige verpasst haben. (mke/sda)

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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hadock50
06.03.2026 20:11registriert Juli 2020
Man kan mit der politischen Meinung nicht einverstanden sein, aber Morddrohungen, tätliche Angriffe, selbst schmierereien am Haus der Politiker geht nicht.

Andererseits muss man leider auch sagen das gewisse Politiker gerne mal austeilen, oder grenzwerige Aussagen machen.
Das rechtfertigt aber nicht ein tätliches vorgen.

Ich wünscht, dass alle Parteien gleich viel Werbung bzw glech viele Plakate aufhängen aufhängen dürften.
Und lieber etwas weniger.
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Cundwiramurs
06.03.2026 22:05registriert März 2025
Dass man sich von der Haltung eines Politikers distanziert ist okay, dass man diesen bedroht geht gar nicht.
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