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watson am Afrika-Cup

Was wird aus Malabo? Entsteht hier ein Ferien- und Zockerparadies?

Noch ist Malabo die Hauptstadt Äquatorialguineas. Dies soll sich mit dem Bau von Oyala bis 2020 ändern. Es könnte der Startschuss für ein Ferienparadies werden.

Reto fehr, äquatorialguinea

Äquatorialguinea ist momentan eines der am schwierigsten zu bereisenden Länder. Alleine ein Visum zu erhalten, ist im Normalfall ein langwieriges Prozedere. Trotzdem wird im Land in den Tourismus investiert. Dies könnte bald noch ganz andere Ausmasse annehmen.

Denn aktuell wird im Dschungel die neue Hauptstadt Oyala hochgezogen. Die Stadt wurde auf dem Reissbrett entworfen und soll gemäss ursprünglichen Plänen 2020 «bezugsbereit» sein. Bis zu 200'000 Personen sollen dann dort leben. 

watson am Afrika-Cup

watson-Sportchef Reto Fehr reist an den Afrika-Cup in Äquatorialguinea und berichtet ab dem 16. Januar regelmässig von seinen Erfahrungen – vorausgesetzt die Internetverbindung funktioniert und er erhält das versprochene Visum tatsächlich. Das kleine Land im Nacken Afrikas gilt als eines der touristisch wenigsten entwickelten und am schwierigsten zu bereisenden der Welt.

Durch Ölreichtum sind die Preise im Land unvorstellbar horrend. 2004 wies die Nation zwar die höchste Wirtschafts-Wachstumsrate (30%) aus und auf dem Papier wäre Äquatorialguinea gemessen am Pro-Kopf-Einkommen eines der reichsten Länder. In der Realität hat die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberen, fliessenden Wasser und 20 Prozent der Kinder sterben vor dem 5. Lebensjahr. In der Korruptionsliste belegt die ehemalige, spanische Kolonie regelmässig hinterste Plätze und Präsident Teodoro Obiang – das am längsten im Amt stehende, nicht royale Amtsoberhaupt der Welt – kontrolliert seine «demokratische Nation» mit viel Militärpräsenz praktisch als Diktatur. 

Und was wird aus der aktuellen Hauptstadt Malabo? Diese liegt an der Nordspitze der Insel Bioko mitten im Golf von Guinea. Rund 150'000 Einwohner zählt die Stadt. Wird ein Grossteil aufs Festland übersiedeln? Viele der Einheimischen, die ich treffe, schliessen einen Umzug nicht aus. Da ist es auch egal, dass mit «Malabo 2» ein neuer Stadtteil mit Ministerien aller Art erst kürzlich aufgebaut wurde.

CAN 2015

Nur wenige Kilometer östlich von Malabo 2011 neu gebaut für den Kongress der Afrikanischen Union: Villen für die Staatsmänner und das Kongresszentrum (rot). Ganz rechts die Anlage des Luxushotels Sofitel Sipopo mit dem künstlich angelegten Strand.

Für jeden Staatspräsidenten Afrikas eine Villa

Geld hat man ja, im kleinen Land. Im Sommer 2011 wurde in Malabo der Kongress der Afrikanischen Union abgehalten. Präsident Teodoro Obiang liess dafür nicht nur ein wuchtiges neuen Kongresszentrum bauen, sondern auch für jeden Staatschef des Kontinents eine eigene Villa. Mit eigenem Koch und allem drum und dran. Jetzt steht die Anlage meist leer da. Aber wenn einer der Präsidenten wieder einmal im Land ist, kann er hier wohnen.

CAN 2015

Die Villen für afrikanische Staatspräsidenten in Malabo. bild: getty

Von solchen «hirnrissigen» Aktionen höre ich im Gespräch mit Einheimischen immer wieder. So glaube ich auch durchaus, was mir die Leute von den Zukunftsplänen für Malabo erzählen.

Ferienparadies vor der Küste Afrikas?

Die Insel könnte – nachdem Oyala als Hauptstadt übernommen hat – eine Visum-freie Zone für Touristen werden. Casinos sollen entstehen, ein Zockerparadies halt, das Las Vegas Afrikas, und natürlich ein Ferienort für Gäste aus der ganzen Welt. Der künstliche Strand in Sipopo wurde ja bereits aufgeschüttet, im Süden der Insel locken weitere Strände, erschlossen sind sie alle durch ein hervorragendes Strassennetz.

Es wäre eine fast irrwitzige Wandlung: Noch vor 20 Jahren war das Land bitter arm, wurde dann dank dem Öl unfassbar reich, blieb aber für Ausländer nur schwer zugänglich und soll jetzt in schon fast absehbarer Zukunft ein in Afrika fast beispielloses Ferien- und Zockerparadies werden?

Die Bilder von der Reise an den Afrika-Cup 2015



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