Eskalation in 2. Bundesliga: Polizei jagt Dresden-Fans über den Platz
Beim Spiel der 2. Fussball-Bundesliga zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC haben auf den Platz stürmende Fans für eine Unterbrechung gesorgt. Erst brannten beide Fanlager Pyrotechnik ab. Dann sprangen plötzlich Hertha- und Dynamo-Anhänger über die Zäune. Die Dresdner Anhänger rannten sogar quer übers Spielfeld in Richtung Hertha-Fanblock.
Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Zweitliga-Begegnung unterbrechen und die Teams in die Kabine schicken. Unterdessen versuchten Polizisten, die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block zu drängen.
04.04.2026🇩🇪SG Dynamo Dresden - Hertha BSC, Hertha presented Dynamo Flag. They sang „where are your flags?“, click here for more: https://t.co/WDznWEwzvD
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Dynamo-Kapitän versucht, zu vermitteln
Mehr als 100 Polizisten blieben dann in der Dynamo-Hälfte in zwei grossen Reihen mit Blick in den Ultrablock stehen. Die Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion war extrem aufgeheizt. Der gelbgesperrte Dresdner Kapitän Stefan Kutschke versuchte zu vermitteln.
Eine halbe Stunde nach dem Anpfiff zogen die Polizisten wieder vom Rasen ab. Der Stadionsprecher verkündete, dass die Partie fortgesetzt werden solle. Jablonski pfiff schliesslich – offiziell – in der 19. Minute wieder an.
Schon nach drei Minuten musste die Begegnung erstmals unterbrochen werden. Die Herthaner zündeten Pyro mit blau-weissem Rauch in ihrem Gästeblock, Dynamos Anhänger ein Feuerwerk hinter dem Ultrablock ausserhalb des Stadions. Nach wenigen Minuten setzte Jablonski die Begegnung bis zur zweiten Unterbrechung fort. Ob auch ein Abbruch im Raum stand, blieb zunächst unklar.
Geschäftsführer verurteilt Szenen
Dresdens Sport-Geschäftsführer Sören Gonther sagte bei Sky: «Wir stehen da alle so ein bisschen unter Schock, weil, wie gesagt, wir wollen Fussball spielen und nichts anderes.» Gonther mochte nicht beurteilen, ob die Polizei zu spät eingegriffen habe. «Aber sie waren ja dann trotzdem rechtzeitig mit viel Präsenz drin.»
Zum Anlass der Szenen erklärte Dynamos Finanz-Geschäftsführer Stephan Zimmermann bei RTL, es sei «wohl eine Fahne vom Gastverein weggegangen». Er verurteilte die Vorgänge. «Es ist allen klar im Stadion, dass das Bilder sind, die man nicht sehen will.» Es habe seit Wochen einen Austausch auch mit der Politik in Sachen Sicherheit gegeben. «Es ist klar, dass wir das als Verein nicht sehen wollen und verabscheuen.»
(t-online)
