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Nach Lakers-Deall soll nun auch Chelsea verkauft werden

epa12560136 Chelsea FC co-owner Todd Boehly attends the English Premier League match between Chelsea and Arsenal in London, Britain, 30 November 2025. EPA/DANIEL HAMBURY EDITORIAL USE ONLY. No use wit ...
Todd Boehly erwägt den Verkauf von Anteilen am FC Chelsea an Clearlake Capital.Bild: keystone

Nach Lakers-Deal: Auch Chelsea soll offenbar verkauft werden

Bei Chelsea FC könnte sich das Besitzerkarussell erneut drehen: Laut einem Bericht der «Financial Times» erwägen die Milliardäre Mark Walter und Todd Boehly, ihre Anteile am Premier-League-Klub zu verkaufen – und zwar an den bisherigen Mehrheitseigner Clearlake Capital.
18.08.2026, 14:5318.08.2026, 14:53

Mark Walter, Todd Boehly sowie der Schweizer Milliardär Hansjörg Wyss hatten sich 2022 gemeinsam mit Clearlake Capital zu einem Konsortium zusammengeschlossen, das Chelsea für umgerechnet rund 5,2 Milliarden Dollar von Roman Abramowitsch übernahm. Walter, Boehly und Wyss halten seither je rund 13 Prozent der Anteile, während Clearlake Capital mit über 60 Prozent zwar klar mehrheitlich beteiligt ist, sich die operative Kontrolle über den Klub aber bis heute gleichberechtigt mit Boehly teilt. Ein Verkauf der Anteile von Walter und Boehly an Clearlake würde diese Pattsituation auflösen und dem Investor die praktisch vollständige Kontrolle über Chelsea verschaffen.

Ermittlungen und ein Rekordverkauf

Hintergrund der Gespräche dürfte auch die aktuellen Turbulenzen rund um Mark Walter sein. Er sieht sich derzeit mit einer Untersuchung der US-Bundesbehörden konfrontiert – im Kern geht es um den Vorwurf, dass er über von ihm kontrollierte Versicherungsgesellschaften Kredite unzulässig weitergereicht haben könnte. Weder die US-Regierung noch die Börsenaufsicht SEC haben bislang Anklage erhoben.

Erst wenige Tage vor den Chelsea-Berichten hatte Walter zudem für Aufsehen gesorgt, als er die Los Angeles Lakers verkaufte – nur rund ein Jahr, nachdem er die Mehrheit am NBA-Klub übernommen hatte. Die Transaktion legte den Wert des Teams bei 12,5 Milliarden Dollar fest und gilt als der bislang grösste Deal der Sportgeschichte.

Sollte Walter tatsächlich auch bei Chelsea aussteigen, würden ihm von seinem bisherigen Sport-Portfolio noch die Baseball-Franchise Los Angeles Dodgers, die Basketball-Frauen von den LA Sparks sowie der französische Fussballklub RC Strasbourg bleiben.

Ob es tatsächlich zu einem Deal kommt, ist laut der Quellen der «Financial Times» noch nicht sicher. Boehly bleibt vorerst Klub-Chairman von Chelsea – gemäss bisherigen Abmachungen soll diese Rolle jedoch spätestens zum Ende der Saison 2026/27 auf Clearlake übergehen. (car)

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