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EV Zug hofft auf den Befreiungsschlag in der Champions Hockey League

Die Zuger mit Livio Stadler, mitte, reagieren nach der Niederlage beim Eishockey Qualifikationsspiel der National League zwischen dem EV Zug und dem HC Ajoie am Freitag, 16. Januar 2026 in Zug. (KEYST ...
Lange Gesichter nach der Heimniederlage gegen Schlusslicht Ajoie.Bild: keystone

Nächster Halt: Final? Zug hofft auf Befreiungsschlag in der Champions Hockey League

Der EV Zug steckt in der Krise. 2026 noch sieglos, bestreitet er heute (19 Uhr) gegen Lulea das Halbfinal-Rückspiel in der Champions Hockey League – und muss ein 2:3 aufholen.
20.01.2026, 11:3920.01.2026, 11:39

Seit dem 23. Dezember wartet der EV Zug auf einen Sieg. Die 2:4-Niederlage vom Freitag im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Ajoie markierte den bisherigen Tiefpunkt in dieser Saison. Nur 24 Stunden später setzte es mit dem 1:4 in Genf die achte Meisterschaftsniederlage in Serie ab.

Das Erreichen der Top 6 und damit die direkte Qualifikation für die Playoff rückt damit für die Zentralschweizer immer weiter in die Ferne. Der EV Zug durchlebt gerade die grösste sportliche Krise, seitdem er im Frühjahr 2014 unter Doug Shedden letztmals die Playoffs verpasst hat. Seither reichte es den Zugern immer mindestens zu Platz 6 und mit einer Ausnahme immer für die Top 4.

Fast drei Monate ohne Auswärtssieg

Am Sonntag flog das Team von Genf nach Lulea, wo heute Dienstag gegen den schwedischen Meister das Halbfinal-Rückspiel in der Champions Hockey League ansteht. Trotz der prekären Lage reist der EVZ mit einer Resthoffnung nach Nordschweden. Auf europäischer Bühne soll die sportliche Talfahrt gestoppt werden.

Die Ausgangslage ist jedoch schwierig. Lulea geht mit einem 3:2-Vorsprung ins Rückspiel, nachdem die Schweden das Hinspiel in Zug über weite Strecken dominiert hatten. Nur dank einem starken Leonardo Genoni im Zuger Tor hielt sich die Hypothek für den EVZ in Grenzen.

Goalkeeper Leonardo Genoni (EVZ) looks after the Champions Hockey League game between Switzerlands EV Zug and Czech HC Sparta Prague on Wednesday, 12. November 2025 at the OYM Hall in Zug. (KEYSTONE/C ...
Wo stünde Zug ohne Star-Goalie Genoni?Bild: keystone

Auch ein Blick auf die Auswärtsbilanz spricht nicht für die Zuger. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom 30. Oktober. Seither setzte es neun Auswärtsniederlagen in Folge ab. Sollte dennoch der Einzug in den Final gelingen, wäre es nach Servette und den ZSC Lions der dritte Final mit Schweizer Beteiligung in Serie und angesichts der aktuellen Form des EVZ eine grosse Überraschung.

Liniger zunehmend unter Druck

Der Zuger Absturz hat mehrere Gründe. Verletzungspech spielt dabei eine Rolle, erklärt die Misere aber nur teilweise. Das Hauptproblem liegt in der Offensive. Seit dem Jahreswechsel hat das Team nie mehr als zwei Tore pro Spiel erzielt. Es fehlt an Kreativität, an spielerischen Lösungen und an Akteuren, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den Unterschied zu machen. Das Team hat zu viele Mitläufer. Unter diesen Umständen ist es kaum möglich, Spiele zu gewinnen.

Mit jeder weiteren Niederlage wächst auch der Druck auf Michael Liniger. Der 46-jährige Emmentaler wurde auf diese Saison hin als Nachfolger von Dan Tangnes vom Assistenten zum Cheftrainer befördert und besitzt einen Vertrag bis 2027. Was als langfristiges Projekt angelegt war, droht jedoch bereits nach weniger als einem Jahr ins Wanken zu geraten.

Head Coach Michael Liniger (EVZ) speaks with his players, during the regular season National League game between HC Ambri Piotta and EV Zug at the ice stadium Gottardo Arena, Switzerland, January 6, 2 ...
Noch wird an Trainer Liniger festgehalten.Bild: keystone

Noch schliessen die Verantwortlichen beim EVZ einen Trainerwechsel aus. «Mit Schnellschüssen ist niemandem gedient. Den Panikknopf zu drücken, ohne zu wissen, was danach folgt, ist nicht nachhaltig», sagte Sportchef Reto Kläy am Samstag gegenüber der Luzerner Zeitung. Man werde zeitnah Massnahmen ergreifen, «aber nicht überstürzt». Worin diese konkret bestehen, liess Kläy offen.

Gute Erinnerungen an Lulea

Ein Sieg in Lulea käme für Liniger und sein Team einem Befreiungsschlag gleich und könnte den trüben Liga-Alltag zumindest vorübergehend in den Hintergrund drängen. Doch die Aufgabe ist gross. Sehr gross.

Unmöglich ist es aber nicht, in Lulea zu gewinnen. Ende August ist das dem EVZ mit einem 3:2 nach Verlängerung zu Beginn dieser Europacup-Kampagne gelungen. Lange ist es her. (ram/sda)

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    Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.

  • 5-6

    Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.

  • 4-5

    Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.

  • 3-4

    Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.

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