So herzig verkündet Josis Bube vor dem 1000. NHL-Spiel des Papis die Aufstellung
Das Jubiläumsspiel
In der Nacht auf Freitag hat Roman Josi als zweiter Schweizer in der NHL eine historische Marke erreicht. Gut einen Monat nach seinem Freund Nino Niederreiter bestritt auch der Berner sein 1000. Spiel in der Regular Season der besten Eishockey-Liga der Welt. Josi ist zugleich der erste Spieler in der Franchise-Geschichte der Nashville Predators, der diesen Meilenstein erreicht.
Congrats to Roman Josi on 1000 games played 👏 pic.twitter.com/rgsJxp1RZp
— Sportsnet (@Sportsnet) January 23, 2026
Lange Zeit sah es für den Jubilar nicht nach einem erfolgreichen Abend aus. Die Predators lagen bis zur 39. Minute mit 0:3 zurück, ehe sie eine eindrückliche Aufholjagd starteten.
Josi, der die Predators mittlerweile in seiner neunten Saison als Captain anführt und in seinem Jubiläumsspiel fast 30 Minuten Eiszeit schulterte, steuerte beim 3:3-Ausgleich durch Steven Stamkos gut zehn Minuten vor Schluss einen Assist bei. Der Kanadier war am Ende als dreifacher Torschütze der Matchwinner. Nashville hat sich mit dem Sieg bis auf einen Punkt an die Playoff-Plätze herangeschoben.
Das Drumherum
Die Teamkollegen tragen alle ein T-Shirt ihres Captains, als sie ins Stadion kommen:
Das Aufwärmen bestreiten die Spieler der Nashville Predators in Trikots ihres Captains mit der Nummer 59:
Wearing No. 59 with pride for game 1,000 👏 pic.twitter.com/43dvgKaC06
— Nashville Predators (@PredsNHL) January 23, 2026
Josis Sohn Luca verkündet in der Kabine der Predators deren Startaufstellung:
Bring out the mini Josi's 🥹
— Nashville Predators (@PredsNHL) January 23, 2026
Before tonight's game, Roman's kids started the boys off with the most adorable lineup read! pic.twitter.com/siiO4xLTH2
Die Stimmen zum Meilenstein
Roman Josi
«Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, aber das ist es nicht. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Ich hätte mir nie träumen lassen, so lange hier zu sein, geschweige denn 1000 Spiele zu bestreiten, und schon gar nicht 1000 Spiele für dasselbe Team.»
«Dieser Ort bedeutet mir sehr viel. Ich habe hier meine Familie gegründet, meine Kinder bekommen. Ich habe so viele schöne Erinnerungen auf dem Eis und mit dem Klub. Es sind einfach wundervolle Erinnerungen, und ich bin sehr dankbar, dass mir der Verein und alle anderen so lange ihr Vertrauen geschenkt haben, dass ich so lange hier sein darf.»
«Als ich noch jünger war, hatten wir in der NHL ein paar Schweizer Torhüter, die lange gespielt haben, und der einzige Feldspieler, der wirklich lange gespielt hat, war Mark Streit. Er war sozusagen der Erste, der alle Türen geöffnet hat, und jetzt haben wir, glaube ich, 10 oder 11 NHL-Spieler, die wichtige Rollen spielen. Es ist cool, das Wachstum zu erleben und bei Weltmeisterschaften einige Silbermedaillen zu gewinnen.»
Roman Josi spricht über den Meilenstein von 1000 NHL-Spielen
Mark Streit, Vorreiter und Idol
«Man sah schon früh, dass er alle Anlagen mitbringt, um eine super Karriere zu machen. Wenn er in einem College oder in einer nordamerikanischen Juniorenliga statt der Schweiz gespielt hätte, wäre er sicher in der 1. Runde gedraftet worden. Sein Spiel ist sehr gut balanciert. Er ist defensiv stark, auch in Unterzahl, und hat einen unglaublichen Instinkt für die Offensive. Er kann eine Partie leiten, wie es nur wenige in der Liga können und besitzt ausserdem die Fähigkeit, alle Spieler besser zu machen.»
«Er ist sehr nahbar, bodenständig und respektvoll gegenüber allen Leuten. Das ist der Grund, warum er an allen Orten gut ankommt. Trotzdem hat er den nötigen Biss auf dem Eis.»
Andrew Brunette, Head Coach
«Er versteht das Spiel und weiss, wann er gebraucht wird. Natürlich kann man mit der Zeit nicht immer auf einem bestimmten Niveau spielen. Er hat ein ziemlich gutes Gespür dafür, wann er sein Level anheben muss, und das gilt für beide Seiten des Eisfeldes. Auf der defensiven Seite fällt das wahrscheinlich etwas weniger auf, weil er ein so offensiver Spieler ist, aber er erkennt, was das Team braucht, und man sieht, dass er einen Weg findet, dies umzusetzen.»
Filip Forsberg, Teamkollege in all den Jahren in Nashville
«Leider hat er wegen Verletzungen viel Zeit verloren, was wir alle in gewisser Weise nachempfinden können. Aber allein die Art und Weise, wie er mit diesen Situationen umgegangen ist, zeigt, wie sehr ihm der Sport am Herzen liegt und wie sehr er ihn liebt und auf diesem Gebiet alles richtig macht. Ich denke, das ist eine Inspiration für uns alle. Nicht nur für die jungen Spieler, sondern auch für Leute wie mich, die seine gesamte Karriere mitverfolgt haben und nun sehen, wie er den nächsten Schritt macht und sich zu einem echten Profi entwickelt. Er ist ein Vorbild dafür, was wir alle auf und neben dem Eis sein wollen.»
Akira Schmids rabenschwarze Minute
Für die beiden anderen in der Nacht auf Freitag eingesetzten Schweizer setzte es Niederlagen ab. Nino Niederreiter verlor mit den Winnipeg Jets das Heimspiel gegen den Stanley-Cup-Sieger Florida Panthers 1:2 nach Penaltyschiessen.
Akira Schmid musste sich mit den Vegas Golden Knights auswärts den Boston Bruins 3:4 geschlagen geben. Der Emmentaler Goalie verzeichnete 24 Paraden, erlebte im Startdrittel jedoch eine rabenschwarze Minute. Die drei Treffer der Bruins zum 3:0 fielen innerhalb von 54 Sekunden. Die Aufholjagd der Knights mit drei Toren im Schlussdrittel blieb ohne Ertrag. (ram/sda)
