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Gemeinderat segnet neues ZSC-Stadion ab – jetzt entscheidet das Stimmvolk



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bild: caruso st. john architects

Der Zürcher Gemeinderat hat dem überarbeiteten Eishockeystadion-Projekt auf dem Vulkanareal in Zürich Altstetten seinen Segen gegeben. Nun liegt der Puck beim Zürcher Stimmvolk, das im Herbst darüber befinden kann.

Bereits im Vorfeld war klar, dass sämtliche Parteien – abgesehen von den Grünen und der AL – das überarbeitete Stadion-Projekt unterstützen werden. Der Rückweisungsantrag der Grünen, die einen anderen Standort fordern, hatte keine Chance: Der Gemeinderat stimmte dem «Theatre of Dreams» am Mittwoch mit 93 Ja- zu 19 Nein-Stimmen bei 6 Enthaltungen zu.

Die SVP beispielsweise zeigte sich davon überzeugt, dass die Stadtbevölkerung mit dem neuen Stadion den «Foifer und s'Weggli» erhält. Die GLP bezeichnete das Projekt als «stimmig und verkehrstechnisch gut vertretbar». Die CVP freute sich darüber, dass das Projekt von Privaten angestossen wurde und Private sich finanziell daran beteiligen werden.

Die Grünen lehnten das Stadionprojekt ab. Ausschlaggebend dafür sei der gewählte Standort. Eine Umzonung des Areals widerspreche ihrer Grünstadt-Initiative. Für die AL ist die Arena «ein zu teurer Traum». Der Stadtrat habe ein überaus grosszügiges Subventions-Päckli geschnürt, von dem andere nur träumen könnten.

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Ein Modell des Stadions.
bild: zsc lions

Darlehen von 120 Millionen Franken

Mit seinem Ja gab der Gemeinderat die Zustimmung für ein Darlehen der Stadt Zürich an die ZSC Lions AG in der Höhe von 120 Millionen Franken. Es ist für den Bau des Stadions vorgesehen und muss innerhalb von 65 Jahren zurückbezahlt werden.

Weiter stimmte er einem jährlichen Betriebsbeitrag der Stadt von 2 Millionen Franken an die ZSC Lions AG zu. Zudem hat er das Baurecht für das 28'000 Quadratmeter grosse Grundstück mit einem Baurechtszins von jährlich 35'000 Franken gewährt.

Das Parlament genehmigte ausserdem einen Objektkredit von 2.8 Millionen Franken für die Altlastensanierung des Schrebergartengebiets in Altstetten und einen Objektkredit von 1.9 Millionen Franken für Erschliessungsmassnahmen.

Die vorberatende Spezialkommission hatte nach Verhandlungen mit der ZSC Lions AG einvernehmliche Anträge formuliert und das Stadionprojekt leicht angepasst. Ein Antrag befristet beispielsweise die Betriebsbeiträge auf 30 statt auf 60 Jahre. Auch diesen Anträgen stimmte der Gemeinderat zu.

Investitionskosten von 169 Millionen Franken

ZUR MELDUNG DASS WALTER FREY SEIN AMT ALS VIZEPRAESIDENT DER SVP ABGEBEN WERDE, STELLEN WIR IHNEN AM SONNTAG, 10. JANUAR 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Walter Frey, VR-Praesident der ZSC Lions, bei seinen Ausfuehrungen, aufgenommen am Dienstag, 26. August 2008, anlaesslich der Pressekonferenz der ZSC Lions fuer die Eishockey Saison 2008/09 im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Eddy Risch)

ZSC-Präsident Walter Frey.
Bild: KEYSTONE

Die Investitionskosten für das neue Stadion belaufen sich gesamthaft auf 169 Millionen Franken. Der Eishockeyclub steuert 36 Millionen Franken bei: ZSC-Lions-Präsident Walter Frey, Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler und die Swiss Life übernehmen je einen Drittel. Von Bund, Kanton und Dritten sind weitere Investitionsbeiträge in Höhe von 19 Millionen Franken geplant.

Baubeginn für die künftige Eishockeyarena der Zürcher Löwen soll im Jahr 2019 sein. Die Inbetriebnahme der Haupthalle mit 11'600 Plätzen, der Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

Das letzte Wort hat allerdings das Zürcher Stimmvolk. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden voraussichtlich im Herbst darüber befinden können.

«Überlebenswichtig» für die Lions

Für die Lions sei ein eigener Käfig überlebenswichtig, sagte ZSC-CEO Peter Zahner im vergangenen September vor den Medien. Im Hallenstadion, wo die Lions ihre Heimspiele austragen, komme es oft zu teuren Terminkollisionen. Zudem seien die Möglichkeiten für Zusatzeinnahmen dort zu stark eingeschränkt.

Wie wichtig das Stadion für die Lions ist, war auch vor der Gemeinderatssitzung zu sehen: Rund 200 ZSC-Junioren, angeführt von Captain Mathias Seger, machten vor dem Rathaus lautstark auf ihr Anliegen aufmerksam.

(sda)

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