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Auch der 29-jährige Zuber konnte sich mit seinen Leistungen für neue Aufgaben empfehlen.
Auch der 29-jährige Zuber konnte sich mit seinen Leistungen für neue Aufgaben empfehlen.
Bild: keystone

Pedri, Damsgaard & Co. – diese 8 Spieler begeisterten an der EM, so geht es für sie weiter

Internationale Turniere wie die Europameisterschaft sind für viele Spieler eine Möglichkeit, sich einem grösseren Publikum zu präsentieren. Deshalb gibt es immer Fussballer, die sich bei solchen Gelegenheiten einen grossen Namen machen oder ihrer Karriere neuen Schwung verleihen können. watson stellt dir acht solche Akteure vor und verrät, wie die EM ihre Karriere verändern könnte.
09.07.2021, 16:3209.07.2021, 17:07

Neymar an der Heim-WM, Kylian Mbappé beim Titelgewinn in Russland oder auch Renato Sanches an der EM 2016 in Frankreich. Bei grossen internationalen Turnieren gibt es immer Spieler, die es schaffen, die Zuschauer besonders in ihren Bann zu ziehen. Seien es Newcomer oder etablierte Profis, die ihren Karrieren einen neuen Höhepunkt verpassen. An dieser EM schien es besonders viele Spieler zu geben, die dem Turnier ihren Stempel aufdrücken konnten und so viele neue Fans gewinnen konnten.

Um diese soll es an dieser Stelle gehen – denn mit ihren starken Leistungen konnten Mikkel Damsgaard, Denzel Dumfries & Co. auch das Interesse von internationalen Topklubs wecken. watson verrät dir, wo du diese Fussballer weiterverfolgen kannst und wo sie in der kommenden Saison spielen könnten.

Mikkel Damsgaard 🇩🇰

Was für ein Hammer! Der 21-Jährige konnte im Halbfinal eine ganze Nation schocken, als er Dänemark gegen England mittels Freistoss-Knaller in Führung schoss. Es war bereits das zweite sehenswerte Tor von Mikkel Damsgaard, der schon im Achtelfinal gegen Wales mit einem Schlenzer ins Eck glänzen konnte.

Der Flügelspieler von Sampdoria Genua hatte die schwierige Aufgabe, Christian Eriksen nach dessen Zusammenbruch zu ersetzen. Dabei überragte er als dribbelstarker Wirbelwind, der gleichzeitig nie vergass, seine Mitspieler einzubinden. Damsgaard konnte sich so auf die Wunschzettel mehrerer Premier-League-Teams spielen und soll sogar beim grossen FC Barcelona im Gespräch sein.

In der Serie A konnte der Linksaussen in seiner ersten Saison aber noch nicht auf demselben Niveau glänzen wie an der Europameisterschaft. Dennoch würde Damsgaard einen Wechsel in die Premier League laut seinem Agenten begrüssen. Der Präsident von Sampdoria will den Dänen in diesem Sommer hingegen nicht ziehen lassen, Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet von einer Schmerzensgrenze in der Höhe von rund 45 Millionen Euro.

Mikkel Damsgaard spielte sich an der EM ins Rampenlicht.
Mikkel Damsgaard spielte sich an der EM ins Rampenlicht.
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Ein solcher Preis ist für Klubs aus der Bundesliga wie Bayer Leverkusen, die sich angeblich auch nach Damsgaard erkundet haben, kaum zu stemmen. Sollte der Flügelspieler also tatsächlich wechseln wollen, müsste wohl ein Premier-League-Klub wie Tottenham, Leicester oder ein anderer Interessent tief in die Tasche greifen.

Denzel Dumfries 🇳🇱

Der Rechtsverteidiger war einer der besten Spieler der Gruppenphase. Das Achtelfinal-Aus gegen Tschechien konnte er zwar auch nicht verhindern, doch bis dahin hatte er schon genug internationales Interesse geweckt. Denzel Dumfries wird PSV Eindhoven nach drei Jahren wohl verlassen.

Der 25-Jährige mutierte an der EM fast zum Flügelspieler und war stark am Offensivspiel der Niederländer beteiligt. Zweimal konnte er sich in die Torschützenliste eintragen, zusätzlich war er mit einer Höchstgeschwindigkeit von 32,8 km/h einer der schnellsten Spieler des Turniers. Seine Kopfballstärke stellte er gegen die Ukraine unter Beweis.

Ein Verbleib bei Eindhoven scheint sehr unwahrscheinlich.
Ein Verbleib bei Eindhoven scheint sehr unwahrscheinlich.
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Angeblich soll Inter Mailand das Rennen um den heissbegehrten Niederländer gemacht haben. Die «Nerazzurri» wollen ihn als Nachfolger für den zu PSG abgewanderten Achraf Hakimi. Es gibt jedoch weitere prominente Interessenten. Unter anderem Bayern München und der FC Everton sollen Dumfries im Visier haben. Der Verteidiger wird wohl bald in einer der europäischen Top-Ligen spielen, nur wo ist noch unklar.

Patrik Schick 🇨🇿

Vor einigen Jahren wurde der Tscheche als grosses Stürmer-Talent angepriesen und wurde 2017 sogar mit Robert Lewandowski verglichen. Ein Jahr später wechselte er für 42 Millionen Euro von Sampdoria zu AS Rom. Den Vorschusslorbeeren konnte er aber nicht gerecht werden. So kostete er Bayer Leverkusen zwei Jahre später ungefähr 16 Millionen Euro weniger.

An der EM konnte Patrik Schick endlich das zeigen, was ihm schon lange zugetraut wird. Der 25-Jährige erzielte fünf Tore, keiner schoss mehr. Mit Tschechien erreichte er sensationell den Viertelfinal und mit seinem Treffer gegen Schottland hat er gute Chancen auf die Auszeichnung für das schönste Tor des Turniers.

Einzig im Spiel gegen England konnte Schick kein Tor machen – trotzdem sei Premier-League-Klub Everton am Stürmer interessiert. Auch AC Mailand habe ein Auge auf den neunfachen Bundesliga-Torschützen der letzten Saison geworfen. Leverkusen soll einen Verkauf aber erst ab einer Ablöse von 40 Millionen Euro in Betracht ziehen. Zudem plant der neue Bayer-Coach Gerardo Seoane mit dem Goalgetter: «Er ist ein Top-Stürmer und verfügt über unglaubliche Abschluss-Qualitäten.» Wenn er bleibt, kann der Tscheche in der Bundesliga in dieser Form für Furore sorgen.

Pedri 🇪🇸

Der 18-jährige Spanier war einer der besten Spieler an diesem Turnier. Pedri legte eine Ruhe und Abgezocktheit an den Tag, die man sonst nur von Routiniers kennt. Er spielte kaum einen Fehlpass, dirigierte den spanischen Angriff und lief mehr als jeder andere an dieser EM.

Pedri (r.) versteht sich hervorragend mit Lionel Messi.
Pedri (r.) versteht sich hervorragend mit Lionel Messi.
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Der Mittelfeldspieler blieb zwar ohne Torbeteiligung, doch konnte nicht nur seinen Trainer Luis Enrique begeistern: «So etwas habe ich von einem 18-Jährigen noch nie gesehen.» Im Halbfinal gegen Italien lieferte er trotz der Niederlage eine Performance, die eine Menge Lust auf mehr macht. Als Nächstes ist Pedri an Olympia im Einsatz – die Fans können sich also auf das Fussballturnier in Tokio freuen.

Weniger erfreut darüber zeigt sich der FC Barcelona, dem die Belastung ihres Youngsters etwas zu gross ist. Die Katalanen brauchen einen gesunden und ausgeruhten Pedri, um ihre grossen Ziele zu erreichen. Ein Wechsel ist ausgeschlossen. Vielmehr soll der Mittelfeld-Akteur Barcelona in die Zeit nach Lionel Messi führen. Bis zum Karriereende des Argentiniers sollen die beiden aber gemeinsam zaubern und den ersten Champions-League-Titel seit 2015 in die Hände der «Blaugrana» bringen.

Steven Zuber 🇨🇭

Der 29-Jährige war eine der prägenden Figuren der Schweizer Überraschungsmannschaft. Der lauffreudige Mittelfeldspieler machte mit vollem Einsatz und Kampfbereitschaft auf sich aufmerksam. Dabei zeigte er stets Zug zum Tor und bewies das Auge für die Mitspieler. Mit vier Vorlagen führte Steven Zuber die Rangliste in dieser Kategorie an.

Diese Leistungen kommen nach einer enttäuschenden Saison bei Eintracht Frankfurt. Der Schweizer kam fast nur zu Kurzeinsätzen und konnte sich beim Bundesligisten nicht durchsetzen. Gegen Filip Kostic gab es im linken Mittelfeld kein Durchkommen. Der Serbe könnte Frankfurt aber verlassen, wodurch sich eine Chance für Zuber ergeben könnte.

Nach dieser EM sollte Zuber bestimmt Angebote von Klubs erhalten, bei denen er sich Hoffnungen auf einen Stammplatz machen konnte. Darunter soll es auch Interesse aus der Premier League geben: Aufsteiger Norwich City soll den Schweizer EM-Held im Auge haben.

Bei der Eintracht bekam Zuber kaum Einsatzzeit.
Bei der Eintracht bekam Zuber kaum Einsatzzeit.
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Joakim Maehle 🇩🇰

Bei den Dänen konnten gleich mehrere Spieler überzeugen. Neben Mikkel Damsgaard war das vor allem Joakim Maehle, der an drei Toren direkt beteiligt war. Neben zwei Toren gelang ihm auch eine traumhafte Vorlage mit dem Aussenrist. Nach einem halben Jahr bei Atalanta Bergamo dürfte der Rechtsverteidiger, der in der Nationalmannschaft auf links rücken musste, bereits wieder auf dem Sprung sein.

Der Däne spulte im Team von Kasper Hjulmand die meisten Kilometer ab und war auch in der Defensive sehr engagiert. Der FC Chelsea habe seine Fühler bereits nach dem 23-Jährigen ausgestreckt und könnte ihn noch in diesem Sommer verpflichten.

Manuel Locatelli 🇮🇹

Der italienische Mittelfeldspieler startete hervorragend in die EM. Gegen die Schweiz sorgte er für die ersten beiden Tore und war bis dahin einer der besten Italiener. Danach wurde er jedoch auf die Bank verbannt – Marco Verratti rückte nach überstandener Verletzung in die Startelf. Der PSG-Söldner spielte so gut, dass Locatelli fast etwas vergessen ging.

Der 23-Jährige wurde in der Folge nur noch zweimal eingewechselt, konnte in den kurzen Einsätzen aber nicht denselben Einfluss nehmen wie noch zu Beginn des Turniers. Trotzdem bleiben zwei beeindruckende Auftritte gegen die Türkei und die Schweiz, welche die Gerüchte um einen Wechsel im Sommer anheizten.

Sassuolo hat bereits ein Angebot für Locatelli erhalten – dieses kam von Arsenal London. Auch Borussia Dortmund soll den Italiener im Auge haben, während der italienische Rekordmeister Juventus auch schon mit dem Ligakonkurrenten gesprochen haben soll. Manuel Locatelli kann sich den neuen Arbeitgeber aussuchen, einen Stammplatz hätte er mit Leistungen wie gegen die Schweiz wohl bei allen drei Interessenten sicher.

Raheem Sterling 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿

Der 26-Jährige hatte vor der EM eine schwache Saison hinter sich. Bei Manchester City wurde er zeitweise auf die Bank verbannt und war unter Pep Guardiola nicht mehr unantastbar. Nationaltrainer Gareth Southgate wurde auch dafür kritisiert, an Raheem Sterling als unantastbarer Stammspieler festzuhalten und dafür Spieler wie Jadon Sancho oder Jack Grealish auf der Bank zu lassen.

Southgates Vertrauen zahlte sich aber aus – der Linksaussen spielte eine hervorragende Europameisterschaft und war einer der Hauptgründe für den Finaleinzug der «Three Lions». Sterling erzielte drei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Raheem Sterling wird wahrscheinlich auch nächste Saison bei Manchester City spielen.
Raheem Sterling wird wahrscheinlich auch nächste Saison bei Manchester City spielen.
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Nun könnte er Manchester verlassen, obwohl er noch einen Vertrag bis 2023 hat. Guardiola wolle ihn zwar behalten und auch die «Citizens» wollen ihm nach seinen starken Leistungen einen neuen Vertrag anbieten, wie «The Athletic» berichtet, doch der Spieler selbst sei offen für eine neue Herausforderung. Der Klub hat kein Interesse daran, dass Sterling nächsten Sommer in das letzte Jahr seines Vertrags geht, da eine mögliche Ablösesumme dann deutlich tiefer wäre wie aktuell. Dennoch scheint es unwahrscheinlich, dass sich ein Team findet, das den Preis für den Flügelspieler mit einem Marktwert von 90 Millionen Euro bezahlen will.

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Diese Juwele bestreiten an der EM ihr erstes grosses Turnier

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Diese Juwele bestreiten an der EM ihr erstes grosses Turnier
quelle: keystone / ronald wittek / pool
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Wenn im Büro nur noch die EM regiert

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