Sport
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ZURICH, SWITZERLAND - JANUARY 12: FIFA President Joseph S. Blatter speaks during the FIFA Ballon d'Or Gala 2014 at the Kongresshaus on January 12, 2015 in Zurich, Switzerland. (Photo by Philipp Schmidli/Getty Images)

Obwohl Sepp Blatter auf Gian-Franco Kaspars langen Brief nicht reagierte, sei er nicht das Problem der FIFA. Bild: Getty Images Europe

Gian-Franco Kasper poltert

Massive Kritik vom Ski-Chef: «Die FIFA denkt, dass sie Götter sind»

Gian-Franco Kasper, der Chef des internationalen Skiverbandes (FIS), hat am Rande der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Vail/Beaver Creek massive Kritik an der FIFA geäussert. Den 71-jährigen Engadiner ärgern die Alleingänge des Welt-Fussballverbandes. 



Für Präsident Sepp Blatter und seine Mitstreiter bei der FIFA sei «der Wintersport nicht existent», kritisierte Kasper in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur und spielte vor allem auf die Überlegungen der FIFA an, die nach Katar vergebene WM 2022 in den Winter zu verlegen. Einwände gegen diese Idee blieben vom Fussball ungehört. «Die FIFA hat noch nie auf jemanden gehört. Der Fussball ist nun einmal so stark», sagte Kasper. 

Verlegt die FIFA ihre Weltmeisterschaft in sieben Jahren tatsächlich in den Februar, droht eine zeitliche Kollision mit den Olympischen Winterspielen. Das sei der FIFA egal. «Als die Sache mit Katar das erste Mal aufkam, habe ich sofort im Namen aller Wintersportverbände an Herrn Blatter geschrieben. Ziemlich scharf auch, um ehrlich zu sein. Die Reaktion? Gleich null», so Kasper.

FIS president Gian-Franco Kasper of Switzerland, left, and Swiss Ski President Duri Bezzola, right, attend a medal ceremony during the World Alpine Ski Championships in Are, Sweden, Friday, February 9, 2007. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Gian-Franco Kaspar (hier auf einem Bild von 2007) ist die FIFA ein Dorn im Auge. Bild: KEYSTONE

«Die kümmern sich um gar nichts»

«Die FIFA denkt, dass sie Götter sind, und handelt auch dementsprechend. Die kümmern sich um gar nichts», haderte Kasper. «Wenn es jetzt November oder Dezember wird, dann können wir – nicht gern, aber doch – damit leben.» 

Ein neuer FIFA-Präsident nach der Wahl am 29. Mai in Zürich würde aus Sicht Kaspers allerdings nicht viel an der Ausgangslage ändern. Nicht Blatter als Person sei das Problem, sondern die Macht des Fussballs im Allgemeinen. Einziger Ausweg wäre, «die Landsleute von Herrn Blatter daran zu erinnern, dass er den Wintersport kaputt macht», so der FIS-Präsident. (si/dpa) 

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