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Soccer Football - FC Zorya Luhansk v Manchester United - UEFA Europa League Group Stage - Group A - Chornomorets Stadium, Odessa, Ukraine - 8/12/16 Manchester United's Paul Pogba  Action Images via Reuters / Peter Cziborra Livepic EDITORIAL USE ONLY.

Nein, es läuft noch nicht wie von allen Seiten erwartet bei Paul Pogba. Bild: Peter Cziborra/REUTERS

Warum Rekordtransfer Pogba bei ManUnited noch nicht eingeschlagen hat

Manchester United hat das Mindestziel erreicht und sich für die 1/16-Finals der Europa League qualifiziert. Einmal mehr nicht überzeugen konnte dabei Paul Pogba.



Okay, der Pass auf Zlatan Ibrahimovic beim 2:0 gestern gegen Zorya Luhansk war stark. Zumindest wenn er Absicht war. Danach sieht es auf jeden Fall aus: 

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Das 2:0 für ManU nach dem Assist von Paul Pogba. Video: streamable

Es war der erste Assist von Paul Pogba in der Europa League im sechsten Spiel. Zuvor markierte der Franzose im Hinspiel gegen Fenerbahçe (4:1) zwei Tore. Das hört sich nett an. Leider sind es die einzigen Ausreisser nach oben. Klar zu wenig für einen, der im Sommer für die Rekordsumme von 105 Millionen Euro verpflichtet wurde.

Logisch sind Skorerpunkte nicht die einzige Währung. Aber Pogba überzeugt auch sonst nicht wirklich. Weit weg befindet sich der 23-Jährige von den überragenden Leistungen bei Juventus Turin. Bei den Italienern konnte er offensiv zaubern und glänzen. Es war vor allem Kür, wenig Pflicht. Denn für die Pflicht waren seine Mittelfeldkollegen Claudio Marchisio und Sami Khedira – Abräumer erster Güte – zuständig. Und wenn das nicht reichte, stand dahinter mit Gigi Buffon, Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci eine der sattelfestesten Defensiven der Welt.

Pogba zu zentral und defensiv

Bei Manchester United ist dies freilich anders. José Mourinho experimentiert mit immer neuen Verteidigern und rotiert ständig durch. Neben Pogba laufen im Mittelfeld Ander Herrera, Juan Mata und Henrikh Mkhitaryan auf. Alles super Jungs. Aber leider alles keine Aufräumer à la Khedira. So wird Pogba mehr in die Rolle des Sechsers gedrückt. Er muss für Ordnung sorgen und defensive Pflichten erledigen.

Britain Football Soccer - Manchester United v Arsenal - Premier League - Old Trafford - 19/11/16 Manchester United's Paul Pogba reacts Action Images via Reuters / Jason Cairnduff Livepic EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

Paul Pogba kann wohl momentan selbst nicht glauben, dass es ihm nicht läuft. Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

«Ich sehe mich eher auf der linken Seite im Mittelfeld. Zwar kann ich auch weiter hinten spielen, aber vorn fühle ich mich wohler», sagte Pogba unlängst. Es ist das, was eigentlich alle wissen. Auch Mourinho. Der schiebt die Schuld an der Formsuche seines Wunschspielers aber nicht Pogba oder sich selbst in die Schuhe: «Es ist nicht das taktische System und auch nicht die Position. Vor allem als Mittelfeldspieler ist es schwierig, sich in einer anderen Liga an ein neues System zu gewöhnen.»

«Für so viel Geld willst du einen, der 50 Tore pro Saison erzielt»

Die Liga ist also Schuld. Oder einfach die Angewöhnungsphase, welche noch immer andauert. Mourinho fordert Zeit für seinen Megatransfer. Logisch. Manchester-Legende Paul Scholes ist da anderer Meinung, für ihn liegt es klar an Taktik und Position: «Mourinho muss ihm seine Freiheiten lassen. Denn wir wollen endlich wieder den Juventus-Pogba sehen.» Scholes verstand den Transfer Pogbas für 105 Millionen Euro von Anfang an nicht. Im Sommer erklärte er dem «Guardian» bereits: «Für so viel Geld willst du einen, der 50 Tore pro Saison erzielt. Einen wie Ronaldo oder Messi. Pogba ist das noch nicht wert.» 

Britain Football Soccer - Manchester United v Feyenoord - UEFA Europa League Group Stage - Group A - Old Trafford, Manchester, England - 24/11/16 Manchester United's Paul Pogba in action  Action Images via Reuters / Carl Recine Livepic EDITORIAL USE ONLY.

Der Höhenflug muss noch warten. Bild: Carl Recine/REUTERS

Tatsächlich kann es eigentlich nur besser kommen. In der Premier League sieht Pogbas Ausbeute mit zwei Toren und einem Assist in 13 Partien noch etwas düsterer aus. Der erhoffte Heilsbringer wurde längst zum Symbol für die Krise im «Theatre of Dreams» erkoren.

Auf Di Marías Spuren?

Einige bemühen schon Vergleiche zu Ángel Di María. Der Argentinier kam 2014 als Superstar für 75 Millionen Euro von Real Madrid zu Manchester, wurde aber ein Jahr später an PSG abgeschoben. Immerhin hielt sich so der finanzielle Schaden mit rund zwölf Millionen Euro Verlust in Grenzen. Bei Pogba würde dieser sicher höher ausfallen.

Die Entwicklung der Rekordtransfers im Fussball

Doch von Abschied spricht momentan natürlich eh noch niemand. Einzig Sky-Experte Charlie Nicholas meinte kürzlich, dass die Red Devils ohne Pogba besser spielen würden. Henrikh Mkhitaryan würde sich dann besser entfalten können.

Findet wenigstens Mkhitaryan seine Form?

Der Armenier – ebenfalls im Sommer teuer verpflichtet und bisher weit unter den Erwartungen geblieben – traf gestern gegen Zorya Luhansk erstmals. Er machte eigentlich auch ein gutes Spiel, kam Pogba aber doch das eine oder andere Mal in die Quere, als beide zu sehr zur Mitte drückten.

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Das erste Tor für Manchester United von Henrikh Mkhitaryan. Video: streamable

Unterstützung erhält Pogba aktuell von Zlatan Ibrahimovic, dem wohl einzigen Spieler bei ManUnited, der noch ein grösseres Ego als Pogba besitzt: «Die hohe Ablösesumme ist eine Last. Die Erwartungshaltung ist hoch und hat grossen Druck erzeugt.»

Umfrage

Wird sich Paul Pogba bei Manchester United durchsetzen?

  • Abstimmen

402

  • Ja, er wird zum absoluten Superstar.26%
  • Ja, er wird wichtig. Aber ManU wird nicht abhängig sein von ihm.24%
  • Er wird Stammspieler bleiben, aber sein Einfluss bleibt weit unter den Erwartungen.36%
  • Nein, er wird ähnlich wie Ángel Di María bald abgeschoben.14%

Pogba wirkt oft zu egoistisch, sah auch gestern den einfachen Pass zu selten und vertändelte oft den Ball. Noch ist die Situation nicht dramatisch. Aber Pogba sollte möglichst bald lernen, mit seiner Situation und dem Druck umzugehen. Pässe wie jener zum 2:0 gegen Luhansk sollten nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regel werden.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mouker 09.12.2016 16:00
    Highlight Highlight Ich habe es schon gedacht als Pogba zu ManUnited kam, da fehlt einfach ein eiskalter Abräumer bei United damit er sich entfalten kann. Jose Mourinho hat sonst mit seinen Transfer genau solche Spieler geholt die es braucht meiner Meinung nach, ausser ein Partner neben Pogba fehlt.
  • toby87 09.12.2016 15:26
    Highlight Highlight Ich bin gleicher Meinung wie die anderen 3. Wir brauchen Geduld mit der Manschaft und dem Manager. Der Druck kommt doch meistens eh von den Medien mit Artikeln wie dieser hier. Wenigstes schreibst du ManUnited und nicht ManU!! 👍
  • damarbu 09.12.2016 14:09
    Highlight Highlight Einen zentralen Mittelfeldspieler sollte man nicht an seinen Assists oder Toren, sondern an seinen Leistungen messen. Wer sich regelmässig United-Spiele anschaut, erkennt dass Pogba sehr gute Spiele gezeigt hat, wenn er mit Carrick und Herrera zwei defensive Sechser hinter sich hatte und sich weniger um die Defensivarbeit kümmern musste. Carrick ist aber leider schon 35 Jahre alt und kann nicht mehr 2 Spiele pro Woche bestreiten. Mourinho experimentiert nicht mit Verteidigern, die Stamminnenverteidiger Bailly und Smalling haben sich verletzt, da kann Mourinho wenig dagegen machen!
    • Reto Fehr 09.12.2016 17:20
      Highlight Highlight Stimmt, an Toren und Assists kann man die Leistung nicht messen. Das schreib ich ja so.
      Und ja, er hat gute Spiele, aber für den Preis zu wenige davon.
  • Gbzh 09.12.2016 11:51
    Highlight Highlight Reto, was willst Du jetzt? Der Pass zum Tor war klar nicht der einfache Pass. Wenn Du meinst, dass er die einfachen Pässe für das Selbstvertrauen spielen solle, damit die Grossen dann auch kommen, bin ich mit Dir einverstanden.
    • Reto Fehr 09.12.2016 17:19
      Highlight Highlight Ja, das ist so: mit den einfachen Pässen Selbstvertrauen tanken für die schwierigen Sachen. Pogba machte für mich aber auch gestern zu wenig Einfaches und agierte zu oft egoistisch oder nicht konzentriert genug.
  • Clank 09.12.2016 11:41
    Highlight Highlight "Zlatan Ibrahimovic, der wohl einzige Spieler bei ManUnited, der noch ein grösseres Ego als Pogba besitzt".
    Habt ihr eigentlich Pogba jemals in einem Interview gehört. Seine Frisuren, sein Auftreten und sein Fussball haben vielleicht Starallüren, aber charakterlich ist der Typ sehr bodenständig. Er ist mehr ein sympathischer extrovierter Partylöwe und Pausenclown als eine arrogante Diva. Ich verstehe, dass ihr Medien Sportler mit Ecken und Kanten vermisst, aber Pogba ist nicht der Badboy, den ihr sucht.
    • Reto Fehr 09.12.2016 17:22
      Highlight Highlight Es geht nicht um Badboy oder nicht. Für mich ist Pogba kein Badboy. Er fällt einfach auf. Mit grossen Ego meine ich viel mehr seine Aktionen auf dem Platz. Da versuchte er bei ManUtd zu viel alleine oder wollte die komplizierte Lösung.

«Steini» ballert an die eigene Latte – und Basel wirft ManUnited aus der Königsklasse

7. Dezember 2011: Serienmeister Basel sorgt in der Champions League für eine Sternstunde des Schweizer Klubfussballs. Im letzten Gruppenspiel der Champions League besiegt der FCB den grossen Favoriten Manchester United mit 2:1 und zieht auf Kosten der Engländer in die Achtelfinals ein.

Es ist der Abend, an dem einer der in der jüngsten Zeit populärsten Basler Fan-Songs entsteht:

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