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Mehr als eine Milliarde Franken stehen heute beim «Clasico» auf dem Platz

Im Uhrzeigersinn (von oben links): Karim Benzema, James Rodriguez, Cristiano Ronaldo, Luis Suarez, Neymar, Lionel Messi.
Im Uhrzeigersinn (von oben links): Karim Benzema, James Rodriguez, Cristiano Ronaldo, Luis Suarez, Neymar, Lionel Messi.Bild: AFP
Real vs. Barça

Mehr als eine Milliarde Franken stehen heute beim «Clasico» auf dem Platz

Der neunte Spieltag der Primera Division bringt das lange ersehnte Duell zwischen Real Madrid und Barcelona. Dabei wird mindestens eine tolle Serie der beiden Teams zu Ende gehen. Dafür können Lionel Messi und Cristiano Ronaldo weiterhin Geschichte schreiben. Die Fussball-Fans hoffen auf das Debüt von Luis Suarez.
25.10.2014, 11:2925.10.2014, 17:13

Um 18 Uhr findet heute das mit Spannung erwartete Duell zwischen den beiden grössten spanischen Klubs statt (im Liveticker bei uns!). Das Spitzenspiel zwischen Real Madrid und Barcelona wird gegen eine halbe Milliarde Menschen in über 100 Ländern vor die Fernseher locken. Das Estadio Santiago Bernabéu wird mit 81'044 Zuschauer bis auf den letzten Platz ausverkauft sein. 

Zum ersten Mal dabei sein wird Luis Suarez, der im Sommer für 90 Millionen Franken vom FC Liverpool nach Barcelona wechselte. Der Uruguayer wurde nach seiner Biss-Attacke im WM-Vorrundenspiel am Italiener Giorgio Chiellini zu einer Sperre von vier Monaten verurteilt. Just zum «Clasico» darf Suarez nun wieder mittun. 

«Ich denke, all die schlechten Dinge in welche ich involviert war, liegen hinter mir.»
Luis Suarez 
«Es wird grossartig, mit ihm zu spielen. Er bringt viele Stärken ins Team ein.»
Messi über Suarez

Inferiores Duo

Ob der Stürmer von Anfang an auflaufen wird, ist unsicher. Viel wichtiger ist sowieso, dass seine Angriffspartner Neymar und Messi zum Einsatz kommen. Das Duo zeichnet sich durch neunzig Prozent der bisherigen Tore/Assists von Barcelona aus (24 Direktbeteiligungen bei 27 Treffer in Meisterschaft und CL).

Speziell Messi scheint im «Clasico» jeweils gut aufgelegt zu sein. So hat er in 26 Spielen gegen Real bisher 21 Tore erzielt. Sollte der Argentinier, der bei seinem Debüt der drittjüngste Spieler der Vereinsgeschichte war, auch in der 229. Auflage des Klassikers treffen, würde ein historischer Rekord fallen: Mit 250 Toren in der höchsten Liga Spaniens fehlt Messi nur noch ein Treffer zur Bestmarke des legendären Bilbao-Stürmers Telmo Zarra (251 Tore von 1940 bis 1955). 

Lionel Messi in der Primera Division.
Lionel Messi in der Primera Division.Screenshot: infostradasports.com
«Der Rekord ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir ein gutes Spiel abliefern.»
Lionel Messi
Am liebsten schiesst Messi gemäss der Statistik den Ball flach.
Am liebsten schiesst Messi gemäss der Statistik den Ball flach.Screenshot: imgur.com

Doch Barcelona besticht dieses Jahr auch durch seine Defensive. Die Katalanen haben in den neun Ligaspielen noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen. Doch heute wird die Verteidigung wohl so getestet werden wie noch nie. 

Claudio Bravo hat sich im Tor der Katalanen in der Liga vorerst gegen Marc-André Ter Stegen durchgesetzt.
Claudio Bravo hat sich im Tor der Katalanen in der Liga vorerst gegen Marc-André Ter Stegen durchgesetzt.Bild: Joan Valls/freshfocus

Tore am Fliessband

Die letzten acht Pflichtspiele hat Real Madrid nämlich bei einem Torverhältnis von 35:5 allesamt gewonnen. Fast die Hälfte davon erzielte Cristiano Ronaldo. Vor einer Woche war der aktuelle Weltfussballer mit seiner Torquote besser als 104 Teams aus den sechs besten Fussballligen Europas. Der Portugiese hat in dieser Saison bereits 15 Ligatore erzielt – in gerade einmal sieben Einsätzen. Ronaldo hat in dieser Spielzeit also immer getroffen. 

«Wir sind fokussiert und spielen gut. Wir gehen in einer grossartigen Verfassung in den ‹Clasico›, aber auch Barcelona kommt in einem idealen Zustand.»
Real-Trainer Carlo Ancelotti

Auch die Neuzugänge Toni Kroos und James Rodriguez haben sich nahtlos in die Mannschaft eingefügt. Nicht dabei ist Gareth Bale, der wegen einer Oberschenkelverletzung passen muss. Doch trotz des Verlusts des Walisers – der 100 Millionen Schweizer Franken Ablösesumme gekostet hat – stehen heute über eine Milliarde auf dem Platz.

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Messi und Ronaldo im Gleichschritt

Die wertvollsten Spieler auf dem Feld sind dabei auch die Aushängeschilder der beiden renommierten Fussballvereine: Barças Lionel Messi und Reals Cristiano Ronaldo. Die beiden Ausnahmekönner haben letzte Woche übrigens ein Remis der besonderen Art geschafft. Genau zehn Jahre nach dem Debüt von Lionel Messi haben Ronaldo und Messi 349 Skorerpunkte erreicht. Der Argentinier brauchte dabei allerdings «nur» 284 Matches (249 Tore, 100 Assists, während der Portugiese 331 Spiele benötigte (270 Tore, 79 Assists). 

In der Liga-Tabelle führt Barcelona die Spitze mit 22 Punkten an. Real Madrid liegt – mit vier Zählern weniger – dahinter auf Rang 3. Die Gastgeber brauchen also dringend einen Sieg im «Clásico», um nicht schon sieben Zähler in Rückstand zu geraten.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen fand im letzten März statt. Das Finale der Copa Del Rey gewann dabei Real Madrid gegen Barcelona dank eines Sololaufs von Gareth Bale mit 2:1. Heute werden andere Spieler Geschichte schreiben. Wetten, dass er entweder Messi oder Ronaldo heisst?

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