Sport
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Super League, 31. Runde

Luzern – Thun 3:1 (2:0)

Neuchâtel Xamax – GC 1:1 (0:1)

Grasshopper Julien Ngoy, rechts, erzielt das Tor zum 0-1, im Super League Spiel zwischen Neuchatel Xamax FCS und dem Grasshopper Club Zuerich GC, am Samstag, 27. April 2019 im Stadion Maladiere in Neuenburg. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Da ist die Welt der Hoppers in Ordnung: Ngoy bringt GC früh in Führung. Bild: KEYSTONE

GC holt nur 1:1 bei Xamax – Trainer Forte: «Uns gehen langsam die Spiele aus»



Xamax – GC 1:1

Die Grasshoppers bleiben akut abstiegsbedroht. Das Kellerduell zwischen Neuchâtel Xamax und dem Rekordmeister endete mit einem 1:1.

Les supporters de GC montrent leur deception apres avoir arrachs des sieges lors de la rencontre de football de Super League entre Neuchatel Xamax FCS et Grasshopper Club Zuerich, GC, ce samedi 27 avril 2019 au stade de la Maladiere a Neuchatel. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Mitgereiste GC-Fans liessen ihren Frust am Mobiliar der Maladière raus. Bild: KEYSTONE

Bis zur 75. Minute konnten die GC-Fans hoffen. Auf den ersten Sieg seit 153 Tagen, und darauf, dass ihre Mannschaft den Abstiegskampf mit einem Auswärtssieg bei Xamax noch einmal spannend machen. Dank einem frühen Treffer von Julien Ngoy führten die Gäste während 68 Minuten. Dann schnappte die Abseitsfalle im entscheidenden Momente nicht zu: Samir Ramizi spielte in die Tiefe, der entwischte Raphaël Nuzzolo zog Richtung Tor, und weil sich Heinz Lindner beim Herauskommen verschätzte, konnte Xamax' Topskorer zum Ausgleich einschieben.

Le joueur neuchatelois Raphael Nuzzolo, centre, celebre le 1 a 1 avec ses coequipiers lors de la rencontre de football de Super League entre Neuchatel Xamax FCS et Grasshopper Club Zuerich, GC, ce samedi 27 avril 2019 au stade de la Maladiere a Neuchatel. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wieder mal Xamax-Matchwinner: Routinier Nuzzolo. Bild: KEYSTONE

Xamax behauptete damit seinen Vorsprung von neun Punkten auf das Schlusslicht. Fünf Runden sind noch zu spielen – GC muss weiter auf ein Wunder hoffen. Trainer Uli Forte wusste:

«Wir wussten, dass uns nur ein Sieg weiterhilft. Mit dem Unentschieden wird es extrem schwierig. Uns gehen langsam die Spiele aus.»

Uli Forte, GC-Trainer teleclub

Grasshopper Trainer Uli Forte vor dem Super League Spiel zwischen Neuchatel Xamax FCS und dem Grasshopper Club Zuerich GC, am Samstag, 27. April 2019 im Stadion Maladiere in Neuenburg. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Forte hat nicht nur die Hand, sondern auch das Messer am Hals. Bild: KEYSTONE

Aufgeben will Forte natürlich trotz der schwierigen Ausgangslage nicht: «Rechnerisch ist noch alles drin, aber das Ziel war es natürlich, auf sechs Punkte heranzukommen.» Er ärgerte sich insbesondere über die Art, wie Xamax zum Ausgleich kam. «Heute waren wir lange auf dem Siegesweg und – das macht mich am meisten sauer –, dass wir mittels Konter das 1:1 erhalten. Wir wussten ja, dass das genau das ist, was Xamax auszeichnet.»

«Es gab schon viele Geschichten im Fussball. Das 1:1 hilft uns weniger als ein Sieg. Aber wir versuchen nun halt, den nächsten Match zu gewinnen. Das könnte den Knopf lösen.»

Uli Forte, GC-Trainer Teleclub

Auf Seiten von Xamax war mit dem Punktgewinn natürlich wesentlich zufriedener. «Das 1:1 bringt uns mehr als GC», sagte Mittelfeldspieler Pietro Di Nardo. Er bezeichnete das Unentschieden als ein gerechtes Resultat. «Wir können noch nicht mit dem Klassenerhalt rechnen», betonte er, schliesslich liegt Xamax weiterhin auf dem Barrageplatz. «Wir müssen Spiel für Spiel nehmen und vielleicht geht dann auch nach oben noch etwas.» Die nächste Partie bestreitet GC am kommenden Samstag zuhause gegen das ebenfalls kriselnde St.Gallen.

Luzern – Thun 3:1

Aus zweierlei Gründen war die Partie in Luzern besonders. Einerseits trat der FCL in Retro-Shirts an, die an den Gewinn des einzigen Meistertitels vor 30 Jahren erinnerten. Und zum anderen war es die Gelegenheit für den Heimklub, sich für das Ausscheiden gegen Thun im Cup-Halbfinal vor wenigen Tagen zu revanchieren.

Pascal Schuerpf von Luzern feiert das 2:0 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Thun vom Samstag, 27. April 2019 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Wie 1989 Jürgen Mohr: Pascal Schürpf, 2019. Bild: KEYSTONE

Damals war Roy Gelmi mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg der gefeierte Held. Heute traf der Ostschweizer erneut – aber ins falsche Tor. Nach einem weiten Einwurf köpfte Gelmi Luzern schon in der 4. Minute in Führung.

Zehn Minuten vor der Pause erhöhte Pascal Schürpf mit einem sehenswerten Schlenzer aus 17 Metern. Doch der FC Thun gab noch nicht klein bei. Marvin Spielmann, zur Pause eingewechselt und nächste Saison bei Meister YB, brachte die Gäste in der 50. Minute wieder heran. Das Tor war umstritten, da der Ball zuvor wohl im Toraus war.

«Wir machten ein gutes Spiel, erhielten dann aber ein irreguläres Tor, das Thun Aufwind gab. Aber wir haben verdient gewonnen.»

Christian Schwegler, FC Luzern Teleclub

Der Nigerianer Blessing Eleke machte dann alles klar, als er nach einem Konter in der 88. Minute das 3:1 erzielte. Den Luzernern glückte die Revanche für den Cup-Halbfinal und sie sind nun punktgleich mit Thun. Trotz des Vorstosses in den Cupfinal müssen sie im Berner Oberland eine klare Baisse gewärtigen. Thun hat keines der letzten zehn Meisterschaftsspiele mehr gewonnen. Je fünf Niederlagen und Unentschieden sind die Bilanz. (ram/sda)

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

Die Telegramme

Neuchâtel Xamax - GC 1:1 (0:1)
7137 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tore: 8. Ngoy (Bajrami) 0:1. 75. Nuzzolo (Ramizi) 1:1.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Sejmenovic (73. Tréand), Oss, Djuric; Gomes, Pickel (64. Ramizi), Serey Die, Janick Kamber; Doudin; Pululu (83. Di Nardo), Nuzzolo.
GC: Lindner; Pusic, Cvetkovic, Zesiger, Asllani; Taipi (66. Basic), Diani (85. Pinga); Ravet, Bajrami, Ngoy (81. Tarashaj); Djuricin.
Bemerkungen: Xamax ohne Ademi (gesperrt), Huyghebaert und Le Pogam (beide verletzt). GC ohne Nathan, Sigurjonsson, Caiuby, Robin Kamber, Gjorgjev, und Arigoni (alle verletzt). Verwarnungen: 49. Zesiger (Foul). 69. Asllani (Spielverzögerung). 73. Djuricin (Unsportlichkeit). 92. Di Nardo (Foul).

Luzern - Thun 3:1 (2:0)
8064 Zuschauer. - SR Tschudi.
Tore: 3. Gelmi (Eigentor) 1:0. 34. Schürpf 2:0. 50. Spielmann (Karlen) 2:1. 88. Eleke (Voca) 3:1.
Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Sidler; Vargas (91. Kakabadse), Custodio, Ndenge, Schulz, Schürpf (79. Voca); Eleke, Demhasaj (59. Schneuwly).
Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Kablan; Bigler (46. Spielmann), Stillhart (33. Fatkic), Gelmi, Schwizer (46. Tosetti); Sorgic, Karlen.
Bemerkungen: Luzern ohne Knezevic, Juric und Schmid (alle verletzt). Thun ohne Hediger, Joss und Ruberto (alle verletzt). Stillhart verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 51. Zibung (Reklamieren), 53. Gelmi (Foul), 70. Rodrigues (Foul), 86. Lustenberger (auf der Bank/Reklamieren). (sda)

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