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Präsident Bigger (links) und Sportchef Keser, als dieser als Interimstrainer den Klassenerhalt sicherstellte.
Präsident Bigger (links) und Sportchef Keser, als dieser als Interimstrainer den Klassenerhalt sicherstellte.Bild: freshfocus

Ob das gut kommt? Türkische Investoren übernehmen den FC Wil und schwafeln vom Europacup

13 Jahre nach den Wirren um die ukrainischen Investoren um Igor Belanow befindet sich der FC Wil wieder in ausländischem Besitz. Türkische Investoren übernahmen die Aktienmehrheit des Challenge-League-Vereins.
04.07.2015, 16:2404.07.2015, 16:41

Der im Fluggeschäft, Tourismus und Hotelbau tätigen türkischen MNG-Gruppe gehört neu die Mehrheit des Aktienkapitals des FC Wil. Wie viele Prozent die neuen Investoren am FC Wil halten und wie viel Geld investiert worden ist, über diese Fakten wurde Stillschweigen vereinbart. Präsident Roger Bigger spricht gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz von einer «riesigen Chance für den Fussball in Wil».

Offensiv wurde heute über sportliche Absichten informiert: Erdal Keser, der neue Sportchef, erklärte, dass der FC Wil den Aufstieg in die Super League anpeile und dereinst im Europacup mitspielen will. Das Kader für nächste Saison wird in anderthalb Wochen vorgestellt. «Wir werden alles daran setzen, unser Kader mit den vielen guten jungen Spielern schlagkräftig optimieren zu können», sagt Bigger. «Wir sind mit acht bis zehn Spielern in der Endphase der Verhandlungen.» Die möglichen Verstärkungen hätten teils schon in der Champions League gespielt.

Roger Bigger und der FC Wil streben wieder nach oben.
Roger Bigger und der FC Wil streben wieder nach oben.Bild: freshfocus

Die Erinnerungen an die Ära Belanow

Bigger führt den FC Wil im 13. Jahr seit den letzten Wirren um ausländische Investoren. Damals hatten Ukrainer um den früheren sowjetischen Fussballer Igor Belanow die Aktienmehrheit in Wil übernommen. Unter Belanow gewann Wil den Schweizer Cup und nahm an der Qualifikation für den UEFA-Cup teil; nach Belanows rassigem Abgang folgte für die AG des Klubs aber ein Nachlassverfahren.

«Das ist eine ganz andere Ausgangslage», sagt Bigger dazu. «Hätte man damals diese Gruppe nicht gehabt, wäre der Klub in die 5. Liga abgestiegen.» Damals sei die Führung des FC Wil unter Zugzwang gewesen. Heute sei der Klub gesund und man habe sich aus einer Position der Stärke dazu entschlossen, mit einem seriösen, kapitalkräftigen Investor diese Reise antreten zu wollen. (ram/si)

Audio-Interview
Roger Bigger im Gespräch mit dem Regionaljournal Ostschweiz. Der Link.

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