Lässt Trump FIFA-Präsident Infantino nun fallen? US-Aussenministerium dementiert Gespräch
Infolge seines gescheiterten Vorhabens, die kommerziellen Rechte an Fussball-Weltmeisterschaften teilweise zu privatisieren, wackelt FIFA-Präsident Gianni Infantino gehörig. Vor allem die UEFA setzt den 56-jährigen Walliser unter Druck. Mit Wales und England hätten die ersten nationalen Verbände Infantino offiziell die Unterstützung zur Wiederwahl im März 2027 entzogen.
In der schwierigen Situation soll der Präsident des Weltfussballverbands nun mächtige Unterstützer suchen. Grosse Hoffnung habe er angeblich in US-Präsident Donald Trump gesetzt. Während und im Vorfeld der WM in Nordamerika zeigten sich die beiden immer wieder gemeinsam. Infantino rief gar den FIFA-Friedenspreis ins Leben, um ihn seinem guten Freund zu überreichen. Die Beziehung der beiden mächtigen Männer hat womöglich auch zur Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun geführt, obwohl sie das verneinen. Nun soll Trump aber kein Interesse mehr an Infantino haben.
Dies suggeriert zumindest ein Bericht der New York Post. So habe Infantino in den letzten Tagen mehrmals erfolglos versucht, Trump telefonisch zu erreichen, wie eine Quelle aus dem Weissen Haus berichte. Immerhin sei für den heutigen Montag jedoch ein Gespräch mit US-Aussenminister Marco Rubio geplant gewesen. Infantino habe darüber sprechen wollen, wie Fussball den USA als Form der «Soft Power» helfen könne. «Aber wir wissen alle, dass es darum geht, seinen Job zu beschützen. Es geht um nichts anderes mehr», wird eine weitere anonyme Quelle zitiert.
Das US-Aussenministerium dementierte in der Folge aber die Behauptung, dass Rubio ein Gespräch mit Infantino angesetzt habe. «Es gibt keine Pläne, dass Marco Rubio mit Gianni Infantino sprechen werde», stellte Rubios Assistent für globale öffentliche Angelegenheiten klar und fügte an: «Die ‹New York Post› sollte ihre Quellen hinterfragen oder direkt mit uns sprechen.»
Ob es eine Anfrage seitens des FIFA-Präsidenten zu einem Gespräch gegeben habe, ist derzeit unklar. Womöglich will nach dessen Scheitern im Weissen Haus aktuell aber niemand etwas mit Gianni Infantino zu tun haben. (nih)
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