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Es stand unglaublich viel auf dem Spiel. Eindhoven war der Favorit, die Mannschaft ist 3.5 Mal so viel wert wie der FC Basel.
Es stand unglaublich viel auf dem Spiel. Eindhoven war der Favorit, die Mannschaft ist 3.5 Mal so viel wert wie der FC Basel.Bild: KEYSTONE

Der FCB besiegt Eindhoven: Dieses Feuerwerk bringt Millionen

Was für ein Spiel. Nach dem 2:3 im Hinspiel schafft der FCB mit der Unterstützung des Publikums im Rückspiel den Exploit. Durch das 2:1 zieht der FCB in die nächste Runde ein und sichert sich die budgetierten Europa-Millionen.
31.07.2019, 02:07
Jakob Weber / ch media

Es läuft die 84. Minute. Der FC Basel führt kurz vor Schluss mit 2:1 gegen den niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven. FCB-Trainer Marcel Koller wendet sich zur Haupttribüne, wedelt fast eine halbe Minute lang kräftig mit den Armen und animiert die Zuschauer. Zwei Minuten später steht das ganze Stadion und es tobt und hopst auch nach Abpfiff noch und feiert seinen FCB, der die knappe Führung über die Zeit rettet.

Es stand unglaublich viel auf dem Spiel. Eindhoven war der Favorit, die Mannschaft ist 3.5 Mal so viel wert wie der FC Basel. Doch am Ende setzt sich das willensstärkere Team durch. Der FCB zündet wie von Koller im Vorfeld angekündigt, ein verfrühtes 1. August-Feuerwerk. Durch den Sieg steht Basel in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation und darf weiter von der Königsklasse träumen. Die Gruppenphase der Europa League hat der FCB auf sicher und damit auch die budgetierten Einnahmen von rund zehn Millionen Franken.

Der FCB nutzt den Heimvorteil ideal

Der Schweizer Vizemeister geht von Anfang an mit einer Intensität, wie man sie von Rotblau im Joggeli seit langem nicht mehr gesehen hat, in die Zweikämpfe. Angeführt von Captain Valentin Stocker gewinnt der FCB in der Startphase fast jeden Zweikampf. Die Fans quittieren das von Beginn an mit lautstarker Unterstützung. In der 8. Minute schwappt das Joggeli erstmals über. Eray Cömert donnert einen Freistoss aus rund 20 Metern via Lattenunterkante zum 1:0 ins Netz. PSV-Goalie Zoet kriegt die Finger zwar noch an das Geschoss, ablenken kann er es aber nicht.

Die 1800 Gästefans, die bereits in den Morgenstunden in der Innenstadt feuchtfröhlich vorglühten und auch im Stadion für Champions-League-Atmosphäre sorgten, verstummen. Basel spielt anschliessend mutig auf das 2:0. Doch Ricky van Wolfswinkel vergibt in der 19. eine Hundertprozentige. Vier Minuten später bekommt der FCB die Quittung. Bruma trifft mit der ersten Gästechance zum 1:1. Ein Ballverlust in der Offensive läutet den Konter ein, den der 1.73 Meter kleine Bruma per Kopf vollendet.

Innert kürzester Zeit vom Trottel zum Matchwinner

In der Folge entwickelt sich ein hitziges Spiel mit vielen Nickligkeiten. Erst durch die Halbzeitpause beruhigen sich die beiden Teams wieder. Nach dem Seitenwechsel ist das Spiel ruhiger, der FCB dem Führungstreffer aber näher. In der 61. Minute köpft van Wolfswinkel den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbei. Zu diesem Zeitpunkt droht dem Niederländer bei einem Ausscheiden die Rolle des Schuldigen.

Doch mit seinem dritten Hochkaräter trifft van Wolfswinkel in der 68. Minute doch noch. 2:1, Sieg, Weiterkommen! Innerst kürzester Zeit wird van Wolfswinkel vom Trottel zum Helden. «Es hat gut angefangen und gut geendet», sagt er nach dem Spiel und lacht. «Ein Lob an die ganze Mannschaft und alle Leute, die heute im Stadion waren. Wir haben uns diesen Erfolg gemeinsam verdient», fügt Captain Stocker an. Die Stimmung ist ausgelassen. Schon kommende Woche trifft der FCB in de nächsten Runde auf LASK Linz aus Österreich. Das Hinspiel findet im Joggeli statt. Marcel Koller und Co. wollen dann gerne auch noch ein verspätetes 1. August-Feuerwerk zünden. (bzbasel.ch)

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quelle: freshfocus / daniela frutiger/feshfocus
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