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WM 2026: SRF-Kommentator Ruefer spricht über Beziehung zu Granit Xhaka

Fussball-WM 2026: Aussprache zwischen Granit Xhaka und Sascha Ruefer, so lief sie ab.
Granit Xhaka und Sascha Ruefer haben sich ausgesprochen.Bild: keystone, imago

Ruefer über Xhaka: «Wir gehen nicht zusammen in die Ferien oder id Möscht»

Das Verhältnis zwischen SRF-Kommentator Sascha Ruefer und Nati-Captain Granit Xhaka war belastet. Doch seit einer Aussprache vor anderthalb Jahren wurde die Beziehung besser.
05.07.2026, 15:1105.07.2026, 15:13

Man hat das Gefühl, sie haben das Heu nicht auf der gleichen Bühne: Nati-Captain Granit Xhaka und Sascha Ruefer, der als Fussball-Kommentator beim Schweizer Fernsehen sämtliche Spiele der Schweizer Nationalmannschaft begleitet. Doch mittlerweile führen die beiden wieder ein professionelles Verhältnis, wie Ruefer in einem Gespräch mit Blue Sport erzählt.

Der SRF-Kommentator gibt auch zu, dass das Verhältnis zwischen den beiden belastet gewesen sei. Angefangen habe es bei der Doppeladler-Affäre bei der WM 2018, doch zu einer Aussprache kam es im Nachgang zur «unsäglichen Pressure-Game-Affäre und den Aussagen, die mir als rassistisch ausgelegt wurden», wie Ruefer es selbst bezeichnet. Im Rahmen der SRF-Dokumentation «The Pressure Game» über die Nati sagte Ruefer, Xhaka sei «vieles, nur nicht Schweizer», und liess den Satz noch vor der Publikation aus der Sendung streichen. In der Folge sah sich der Kommentator mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert.

Der gesamte Talk von Ruefer mit Blue Sport – das Thema Granit Xhaka beginnt ab 3:26Video: YouTube/blue Sport

Vor dem nächsten Grossevent (vermutlich der EM 2024, auch wenn Ruefer das nicht explizit so erwähnt) habe man die Sache dann irgendwie ausbrechen wollen. Man wollte dies aufgrund der Medien aber nicht in der Schweiz machen. «Also sind wir uns ‹ausser Haus›, im Trainingslager in einer Garderobe begegnet und haben eine Aussprache gehalten», sagt der 54-Jährige.

Da seien keine Anwälte dabei gewesen, sondern einfach zwei Männer, die sich ausgesprochen haben. «Granit hat mir gesagt, was er mitbekommen hat und was ihn an mir stört. Ich habe ihm gesagt, was aus meiner Sicht passiert ist und wie ich ihn empfinde», erklärt Ruefer. Daraus sei eine innige Konversation entstanden und seither würden sie sich wieder auf Augenhöhe begegnen. «Wir sind seither nicht zusammen in die Ferien, oder auch nicht ‹id Möscht›, aber wir haben seit anderthalb Jahren die Zusammenarbeit auf eine professionelle Basis gehoben», sagt der SRF-Kommentator.

Aus sportlicher Sicht hält Ruefer Xhaka so wichtig wie noch nie – und das in einer nicht einfachen Situation. Man wisse, dass er der beste Schweizer Fussballer der Gegenwart sei, aber er sei mittlerweile auch einer der ältesten Spieler der Mannschaft. Der grosse Altersunterschied zwischen ihm und den Jüngsten im Team sei nicht einfach für Xhaka. «Aber er macht es wett mit Leistung», sagt Ruefer.

Xhaka habe im Spiel eine neue Wichtigkeit gefunden, auch wenn ihm die Gegner jeweils das Leben schwer machen. Ruefer sagt: «Mich überzeugt er mit seiner Spielweise, und mich überzeugt er als Anführer und Chef dieser Mannschaft.» (abu)

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