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Urteil nach Skandal in Belgrad

Serbien gewinnt abgebrochenes Spiel gegen Albanien forfait, erhält aber keine Punkte

Die UEFA hat ihr Urteil nach dem abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien gefällt. Es ist ein Beschluss, der weiter zu reden geben wird.

24.10.14, 10:39 24.10.14, 13:09

Serbien gewinnt die Partie mit 3:0 forfait – erhält aber drei Punkte abgezogen. Das ergibt in der Summe eine Niederlage für beide beteiligten Mannschaften. Im Weiteren muss Serbien seine nächsten beiden Heimspiele ohne Zuschauer austragen. Beide Verbände kassieren ausserdem eine Busse in der Höhe von 100'000 Euro.

Beim albanischen Nationaltrainer Gianni De Biasi stösst der Forfaitentscheid verständlicherweise auf Unverständnis. «Die drei Punkte gehören Albanien. Uns wurde genommen, was wir verdient hätten.» Der albanische Verband kündigte an, gegen das Urteil zu rekurrieren. Es sei bizarr, Serbien drei Punkte zuzusprechen, um ihnen diese gleich wieder zu streichen.

Die Drohne mit der Fahne, welche die Tumulte auslöste. Bild: Marko Drobnjakovic/AP/KEYSTONE

Beide Verbände fordern Forfaitsieg

«Der Entscheid ist merkwürdig und inakzeptabel. Der albanische Verband wird Rekurs einlegen, um drei Punkte für einen Sieg zu erhalten», sagte Ilir Shulku, der Sekretär des albanischen Verbandes. Albaniens Verbandspräsident Armand Duka zeigte sich nach dem Urteil desillusioniert. Es gebe nichts Skandalöseres, als wenn eine Mannschaft auf dem Spielfeld physisch attackiert würde. 

Auch der serbische Verband ist mit dem Urteil «nicht zufrieden». Das sagte Vizepräsident Goran Milanovic der Zeitung «Politika».

Nach dem Abbruch hatten beide Verbände einen 3:0-Forfaitsieg verlangt. Die Serben gaben den Albanern die Schuld, weil eine Drohne mit einer Fahne Grossalbaniens der Auslöser für die Tumulte war. Die Albaner ihrerseits beklagten sich über mangelnde Sicherheit im Belgrader Stadion und dass nicht nur Hooligans die Spieler attackierten, sondern auch Sicherheitskräfte. (ram/si)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno (1) 24.10.2014 20:50
    Highlight Jeder solche Vorfall sollte eine automatische Sperre für den Club für 1 Spiel auslösen. Auch in der Schweiz.
    4 3 Melden
  • SandroSommer 24.10.2014 17:30
    Highlight Das ist ein Witz. Die Serben gehören bei intern. Turnieren, wegen derer extremisten/Hooligans und lächerlichen Sicherheitsvorkehrungen (Hooligans die immer wieder Spieler bewerfen (SRB-SUI; SRB-ALB etc.), schon längst disqualifiziert und vergessen!
    5 5 Melden
  • SandroSommer 24.10.2014 17:30
    Highlight Das ist ein Witz. Die Serben gehören bei intern. Turnieren, wegen derer extremisten/Hooligans und lächerlichen Sicherheitsvorkehrungen (Hooligans die immer wieder Spieler bewerfen (SRB-SUI; SRB-ALB etc.), schon längst disqualifiziert und vergessen!
    6 5 Melden
  • FreakyF 24.10.2014 16:41
    Highlight Für mich gehört Albanien disqualifiziert! Der Serbe wollte die Drohne runterholen um weiter zu spielen und wird dann angegriffen vom Basler! Egal was die Fans abgezogen haben für die Fans kann der Serbische Fussballclub nichts für! Die Albaner allerdings sehr für die tätlichkeiten auf dem Platz!
    7 5 Melden
    • Amanaparts 24.10.2014 21:52
      Highlight Do you even football, bro?
      5 2 Melden
  • Nightghost 24.10.2014 12:47
    Highlight Und was ist beim Rückspiel in Albanien? Ich sag's nochmals, dieses Spiel soll auch ohne Zuschauer und am besten weit weit weg stattfinden. Zum Beispiel auf den Färöer-Inslen stattfinden
    12 4 Melden
  • droelfmalbumst 24.10.2014 11:33
    Highlight viel zu lasches urteil. beide disqualifizieren von der quali wäre das einzig richtige. serbien müsste eigentlich sowieso schon längst überhaupt vom fussball disqualifizert sein. albanien hiermit für mind. diese quali ebenfalls.
    24 9 Melden
    • Diko 24.10.2014 13:54
      Highlight hoppla...jetzt aber... einfach so, was? das hier war mehr als ein gruppenspiel im fussball. serbien's fussballer sind auf dem platz professionel aufgetreten im gegensatz zu den albanern. die gilt es noch zu bestrafen
      13 7 Melden
  • Joshzi 24.10.2014 11:20
    Highlight Wer das Fussballfeld zum Schauplatz (s)einer destruktiven nationalistischen Hetzkampagne macht, der sollte vom Sport für lange Zeit ausgeschlossen werden.
    34 2 Melden
  • Nosgar 24.10.2014 11:11
    Highlight Dieses Urteil ist zu lasch. Das niemand Punkte erhält ist in Ordnung, doch wäre ein Ausschluss aus der Quali das richtige Signal für die Zukunft gewesen. Diese zwei Spiele ohne Publikum wird in Serbien niemanden zur Vernunft bringen – sie sind es ja schon gewöhnt.
    17 3 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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