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Luzerns Verteidigung  unter Druck  beim Fussball Superleague Meisterschaftsspiel FC Luzern gegen BSC Young Boys in der Swissporarena in Luzern am Sonntag, 6. Dezember 2020.   (KEYSTONE/Walter Bieri)

In der ersten Halbzeit herrschte viel Verkehr vor dem Luzerner Tor. Bild: keystone

YB zittert sich zum Sieg gegen Luzern – FCZ kantert Lausanne nieder



Luzern – Young Boys 2:3

Die Young Boys haben sich vor dem entscheidenden Europa-League-Spiel am Donnerstag gegen Cluj weitere drei Punkte für die Super League geholt. Die Berner setzten sich in einem Spiel mit Hochs und Tiefs in Luzern mit 3:2 durch.

Gerard Seoane hatte mit der Aufstellung ein klares Zeichen gesetzt: an Cluj soll erst gedacht werden, nachdem die Arbeit in Luzern getan ist. Der YB-Trainer, der sich gern auf die ganze Breite seines Kaders stützt, nahm im Vergleich zum Donnerstag in Rom nur kleine Veränderungen in der Startformation vor. Das zahlte sich in der ersten Halbzeit aus, als die Young Boys mit ihrer Klasse die Fehler der Luzerner gnadenlos bestraften.

Der Luzerner Stefan Knezevic, links, gegen den Berner Jordan Siebatcheu, frechts, beim Fussball Superleague Meisterschaftsspiel FC Luzern gegen BSC Young Boys in der Swissporarena in Luzern am Sonntag, 6. Dezember 2020.   (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: keystone

Innerhalb von zehn Minuten und noch vor Ablauf der ersten halben Stunde sorgten Jean-Pierre Nsame (19.), Christian Fassnacht (24.) und Ulisses Garcia (27.) für die 3:0-Führung des Favoriten. Der scheinbar vorentscheidende Vorsprung war aber trügerisch, weil die Luzerner den grösseren Teil zur Differenz beigetragen hatten. Vor dem 0:1 foulte Varol Tasar den Berner Christian Fassnacht im eigenen Strafraum unnötigerweise. Und später führten ein Fehlpass von Carbonell (24.) und ein von Lucas abgefälschter Schuss (27.) zu den weiteren YB-Treffern.

Luzern stellte nach der Pause die Fehler ab und trat mit mehr Selbstvertrauen und Überzeugung auf. Marvin Schulz mit einem von Michel Aebischer verschuldeten Penalty und Dejan Sorgic verkürzten bis in die 64. Minute auf 2:3. Danach wäre zumindest ein Remis nach zwei Siegen in Folge für die Luzerner nicht gestohlen gewesen. Bei YB kostet das Marathonprogramm mit der Europa League viel Kraft; die Verletztenliste ist auch in Luzern länger geworden: Vincent Sierro und Fassnacht mussten mit Beschwerden ausgewechselt werden.

Luzern - Young Boys 2:3 (0:3)
50 Zuschauer. - SR Schnyder. -
Tore: 18. Nsame (Foulpenalty) 0:1. 24. Fassnacht (Garcia) 0:2. 27. Garcia (Fassnacht) 0:3. 53. Schulz (Foulpenalty) 1:3. 65. Sorgic (Knezevic) 2:3.
Luzern: Müller; Sidler (77. Schwegler), Lucas, Knezevic, Frydek; Carbonell (46. Ndiaye), Schulz; Tasar (46. Alounga), Schaub (77. Schürpf), Ugrinic; Sorgic.
Young Boys: von Ballmoos; Hefti, Bürgy, Lefort, Garcia; Ngamaleu (78. Zesiger), Sierro (8. Rieder), Aebischer, Fassnacht (46. Gaudino); Elia (73. Mambimbi), Nsame (73. Siebatcheu).
Bemerkungen: Luzern ohne Ndenge, Grether, Binous und Burch (alle verletzt). Young Boys ohne Lustenberger, Martins, Lauper, Spielmann, Petignat (alle verletzt), Camara und Sulejmani (beide nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 18. Tasar. 52. Aebischer. 67. Schaub. 70. Rieder. 78. Ugrinic. 87. Bürgy (alle Foul).

Zürich – Lausanne 4:0

Mit einer von A bis Z überzeugenden Leistung hat der FC Zürich in der Super League zum Erfolg zurückgefunden. Die Zürcher besiegten im Letzigrund das deutlich unterlegene Lausanne-Sport 4:0.

Mit dem Duell von Anfang Oktober, das Lausanne auf der Pontaise 4:0 gewonnen hatte, hatte die Partie im Letzigrund wahrlich nicht die geringste Ähnlichkeit. Eher war es – nicht nur resultatmässig – das Gegenstück. In ihrer derzeitigen Verfassung können die Zürcher in der Super League jeden Gegner besiegen. Die Zürcher zeigten sich von der spät eingefangenen Niederlage in Genf gegen Servette sehr gut erholt und traten als gefestigte Mannschaft auf, die einen Gegner jederzeit dominieren kann.

Zuerichs Benjamin Kololli jubelt nach seinem 3:0 Tor im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Lausanne-Sport im Letzigrund, am Sonntag, 6. Dezember 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Kololli jubelt über sein 3:0. Bild: keystone

Übermässig viele Chancen erarbeitete sich die Mannschaft von Interimstrainer Massimo Rizzo in der ersten Halbzeit nicht. Aber weil sie die meiste Zeit in der gegnerischen Platzhälfte waren, liessen die Zürcher ihrerseite keine Möglichkeiten zu. Sie spielten aggressiv und geduldig zugleich. Die Geduld machte sich alsbald mit zwei schönen Toren bezahlt. Toni Domgjoni schloss mit einem unhaltbaren Vollristschuss einen Angriff ab, den Becir Omeragic mit einem längeren Lauf eingeleitet hatte. Den grössten Anteil am 2:0 hatte Benjamin Kololli. Der Waadtländer im Zürcher Team spielte sich mit energischem Einsatz an die Grundlinie durch. Torschütze Aiyegun Tosin konnte am Schluss abstauben.

Nach der Pause drosselten die Zürcher den Aufwand, sodass die Mannschaft von Trainer Giorgio Contini wenigstens optisch etwas besser zur Geltung kam. Aber in die Nähe eines Aufholens oder gar einer Wende kamen die Waadtländer nie. Mit zwei weiteren Toren in den letzten fünf Minuten strichen die Zürcher die Unterschiede dieses Nachmittags auch im Score heraus. Lausanne-Sport, der bislang gefällige Aufsteiger, bekam in Zürich die Limiten aufgezeigt wie in keinem Spiel zuvor in dieser Saison.

Zürich - Lausanne-Sport 4:0 (2:0)
SR San. -
Tore: 17. Domgjoni (Marchesano) 1:0. 28. Tosin (Kololli) 2:0. 90. Kololli (Winter) 3:0. 91. Ceesay 4:0.
Zürich: Brecher; Omeragic, Sobiech, Nathan, Aliti; Domgjoni, Doumbia; Schönbächler (76. Gnonto), Marchesano (76. Ceesay), Kololli (93. Reichmuth), Tosin (88. Winter).
Lausanne-Sport: Diaw; Loosli (84. Nanizayamo), Jenz (35. Zekhnini), Elton Monteiro; Kukuruzovic; Boranijasevic, Barès (46. Brazão), Geissmann (74. Thomas), Flo (84. Tsoungui); Guessand, Turkes.
Bemerkungen: Zürich ohne Kramer, Britto (beide verletzt) und Janjicic (krank). Lausanne-Sport ohne Puertas (gesperrt) und Falk (verletzt). 47. Pfostenschuss Geissmann. Verwarnungen: 26. Loosli (Foul), 55. Geissmann (Foul), 80. Boranijasevic (Foul).

Die Tabelle

(zap/sda)

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