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epa06832045 Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri celebrates after scoring the winning goal during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia in Kaliningrad, Russia, 22 June 2018. Switzerland won 2-1.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/LAURENT GILLIERON   EDITORIAL USE ONLY

Die Geste des Anstosses ist ganz einfach Teil von Shaqiris Identität. Bild: EPA/KEYSTONE

«Meine Familie verdankt der Schweiz alles» – das sagt Shaqiri über seine zwei Heimaten 

Xherdan Shaqiri erhitzt die Gemüter in der Schweiz mit seinem Doppeladler-Jubel gegen Serbien. Doch hinter dem Jubel steckt ganz einfach die Geschichte eines Sportlers mit zwei Herzen in seiner Brust.



Dass die Situation für Doppelbürger, die im Sport nur für eine ihrer beiden Nationen antreten können, nicht immer einfach ist, leuchtet offenbar nicht allen ein. Für Menschen ohne Migrationshintergrund ist es kaum nachzuvollziehen, wie es sich anfühlt, mit zwei Herzen in der Brust zu leben. 

In der Schweizer Startelf standen beim Sieg gegen Serbien sieben Spieler mit einer Doppelbürgerschaft. Darunter auch die beiden Torschützen Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri.

Beide bejubeln ihre Tore beim 2:1-Sieg gegen Serbien, indem sie mit ihren Händen den albanischen Doppeladler formen. Shaqiri zeigt kurz danach mit dem Finger auch aufs Schweizer Kreuz. Der vierfache WM-Torschütze erklärt in einem heute erschienenen Artikel bei der «Players Tribune», wie er zur Schweiz und zum Kosovo steht.

«Ich glaube, meine Gefühle für die Schweiz werden oft missverstanden», erklärt Shaqiri und fährt fort: «Ich habe zwei Heimaten. So ist es einfach.»

«Meine Familie verdankt der Schweiz alles, und ich versuche alles in der Nationalmannschaft wieder zurückzugeben.»

Seine Eltern seien mit nichts in die Schweiz gekommen. Sie hätten hart gearbeitet, um ihren Kindern ein tolles Leben zu ermöglichen und hier die Chance zu erhalten. «Meine Familie verdankt der Schweiz alles, und ich versuche in der Nationalmannschaft alles wieder zurückzugeben.»

Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri celebrates after scoring the winning goal during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Shaqiri lässt seiner Freude freien Lauf. Bild: KEYSTONE

Aber immer, wenn er in den Kosovo gehe, habe er das selbe Gefühl von Heimat. «Das ist nicht logisch. Es ist einfach, wie ich mich fühle», sagt der in Basel aufgewachsene Mittelfeldspieler. 

«Es ist verrückt, dass die Leute meine Identität stört.»

Xherdan Shaqiri

Shaqiri versteht den Wirbel um das Thema überhaupt nicht. Als er 2012 bei einem Spiel der Schweiz gegen Albanien zum ersten Mal die Flaggen der Schweiz, Albaniens und des Kosovos auf den Schuhen hatte, wurde er dafür kritisiert. «Es ist für mich verrückt, dass die Leute das stört. Dabei ist es doch nur meine Identität.»

epa06831619 The shoes of Xherdan Shaqiri of Switzerland featuring the national flags of Switzerland (L) and Kosovo (R) prior to the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Serbia and Switzerland in Kaliningrad, Russia, 22 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/MARTIN DIVISEK   EDITORIAL USE ONLY

Shaqiris Schuhe an der WM 2018: Links die Schweiz, rechts der Kosovo. Bild: EPA/EPA

«Die Schweiz ist für alle!»

Xherdan Shaqiri

Dabei sei das tollste an der Schweiz doch, dass sie ein Land sei, dass alle Menschen wohlwollend aufnehme, sagt der 26-Jährige gegenüber der «Players Tribune». Er geht auch auf seine Kindheit in Basel ein und spricht über kalte Nächte in einem Bauernhaus und über das fehlende Geld in seiner Familie. Und darüber, dass er in einem Park in Basel mit Serben, Türken, Afrikanern und Albanern gelernt hat, Fussball zu spielen.

«Die Schweiz hat Berge und Seen und all dieses Zeugs. Aber die Schweiz hat auch diesen Park mit Menschen aus all diesen Nationalitäten. Die Schweiz ist für alle», sagt Shaqiri. 

An der Fussball-WM in Russland hat Shaqiri wieder die Schweizer Flagge und jene Kosovos auf seinen Schuhen. Das sei nichts Politisches, sondern ganz einfach die Geschichte seines Lebens. Und: «Keine Sorge, die Schweizer Flagge ist auf meinem linken Fuss.» Dem Fuss, mit dem er die Schweiz zum Sieg gegen Serbien geschossen hat. 

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Shaqiri schiesst die Nati mit seinem «Schweizer Fuss» zum Sieg. Video: streamable

» Hier geht's zur kompletten Story von Shaqiri bei «The Players' Tribune»

So schön jubeln die Schweizer nach dem Sieg gegen Serbien

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So schön jubeln die Schweizer
quelle: keystone / laurent gillieron
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«Wieso könnt ihr Fussballfans nicht feiern wie Sexbesessene?»

Video: watson/Emily Engkent

Fussball-WM 2018 in Russland

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