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MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 17:  Jerome Boateng of Bayern Muenchen celebrates his goal with coach Josep Guardiola of Bayern Muenchen during the UEFA Champions League Group E match between Bayern Munchen and Manchester City at the Allianz Arena on September 17, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Pep Guardiola würgt vor Freude Torschütze Jerome Boateng. Bild: Bongarts

Wieder einmal 90 Minuten auf der Bank

Trainer Pep Guardiola mit mehr Ballkontakt und Zweikämpfen als Xherdan Shaqiri

Pep Guardiola und der FC Bayern München rechneten gegen Manchester City schon mit einem torlosen Remis, als Jerome Boateng die Münchner doch noch erlöste. Auffälligster Mann war trotzdem der Spanier, während Xherdan Shaqiri erneut die Bank drücken durfte.



Der Arbeitsrapport von Pep Guardiola, Trainer von Bayern München und «Fussball-Philosoph», könnte auch von einem Akkordarbeiter aus einer Fabrik stammen. 

Der Katalane, wie immer im modischen Zwirn gekleidet, lief in der Coachingzone umher wie ein wilder, junger Tiger. Der rechteckige Rasen-Bereich wurde vom 43-Jährigen einer Dauerbelastung unterzogen. 

Shaqiri hat einen Stammplatz auf der Bank

Auf der Spielerbank darf es sich hingegen Xherdan Shaqiri gemütlich machen. Einmal mehr, wie Kritiker (zurecht) anbringen. In drei Bundesliga-Spielen durfte der 22-Jährige nur einmal auflaufen. Auch zum Auftakt der Champions League darf sich Shaqiri die warme Trainingsjacke anziehen. Obwohl seine (Haupt-)Konkurrenten Franck Ribéry verletzt oder angeschlagen wie Arjen Robben sind.

Warm wird auch Guardiola. Er liefert sich einen «Zweikampf» mit City-Spieler Fernandinho, der in seine Coaching-Zone eindringt respektive hineinrollt. 

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Fernandinho kommt Guardiola (zu) nah.  Video: YouTube/sportvideoshd

Der ehemalige Barcelona-Trainer rauft sich danach die glitzernde Glatze, als er einen Ball – welcher zu ihm trudelte – nicht zu Spieler Juan Bernat weiterspielen kann. In der Tat ist dieser Fehlpass höchst ungewöhnlich für den früheren Mittelfeldspieler, der für seine Passsicherheit berühmt war.

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YouTube/Mrtpv Sports

Nicht einmal ein Kurzeinsatz

Auch gerne passen würde Xherdan Shaqiri. Während der WM 2014 ist er noch im Mittelpunkt des Interesses. Der Ex-Basler ist Dreh- und Angelpunkt in der Schweizer Nationalmannschaft und führt die Nati mit seinen Toren in den Achtelfinal. Im Freistaat München herrschen aber andere Gesetze. Dort ist «Shaq» nur einer unter vielen Stars.

17.09.2014; Muenchen; Fussball Champions League - FC Bayern Muenchen - Manchester City;
Xherdan Shaqiri (Muenchen) (Matthew Ashton/freshfocus)

Xherdan Shaqiri ist auch gestern Ersatz. Bild: Matthew Ashton/freshfocus

Offiziell darf nur in Ausnahmefällen der Trainer oder Betreuer die Technische Zone verlassen. Doch Pep Guardiola hält diese UEFA-Regelung während der letzten halben Stunde kaum auf. Mit zahlreichen Gesten «erklärt» er seinen Spielern am Spielfeldrand, was sie auf dem Feld ausführen müss(t)en.

Nach 76 Minuten bringt Guardiola Robben ins Spiel, acht Minuten später folgt mit Claudio Pizzaro der dritte und letzte Wechsel vom Bayern-Trainer. Die Laune von Shaqiri, der normalerweise immer gut aufgelegt ist, scheint dabei auch schon besser gewesen zu sein ...

17.09.2014; Muenchen; Fussball Champions League - FC Bayern Muenchen - Manchester City;
Vlnr; Sebastian Rode, Pierre-Emile Hojbjerg, Xherdan Shaqiri, Arjen Robben (Bayern) (Sebastian Widmann/Witters/freshfocus)

Robben darf rein, Shaqiri muss draussen bleiben. Bild: Sebastian Widmann/freshfocus

Wunsch nach Tätlichkeit

Es braucht etwas spezielles, um Joe Hart zu bezwingen. Sollte kommen. 

Seinen Trainer scheint es nicht zu kümmern. Als Jerome Boateng in der Schlussminute doch noch ein Tor erzielt, müssen die angestauten Emotionen raus. Heilsbringer Boateng wird zum Dank von Guardiola fast erwürgt. 

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Im Alltag hätte es eine Anzeige gehagelt, hier schreitet die UEFA nicht ein. Video: YouTube/mrptv Sports

Xherdan Shaqiri bekommt hingegen beim Auftakt in der Königsklasse keine Gelegenheit, sich von Guardiola «angreifen» zu lassen. Der Schweizer hat sein Sitzfleisch wieder kräftigen können. Genug Power in den Waden hätte Shaqiri eigentlich auch, um spielen zu können. 

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