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epa07779535 Union's fans players cheer prior the German Bundesliga soccer match between FC Union Berlin and RB Leipzig  in Berlin, Germany, 18 August 2019.  EPA/HAYOUNG JEON CONDITIONS - ATTENTION: DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Die aussergewöhnliche Choreo der Union-Fans. Bild: EPA

Rührende Fan-Aktion, chancenloses Team – das erste Bundesliga-Spiel von Union Berlin



1966 wurde Union Berlin gegründet, gestern Abend bestritt der Klub zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Partie in der 1. Bundesliga. Beim 0:4 gegen das Spitzenteam RB Leipzig kamen die «Eisernen» unter die Räder.

Das Spiel begann nach einer rührenden Choreo der Union-Fans. Sie hielten bei der Vereinshymne «Eisern Union» grosse Transparente verstorbener Anhänger in die Höhe. So sollten auch diese den historischen Moment, endlich in der Bundesliga angekommen zu sein, miterleben können.

epa07779521 Union's fans during the German Bundesliga soccer match between FC Union Berlin and RB Leipzig in Berlin, Germany, 18 August 2019.  EPA/FILIP SINGER CONDITIONS - ATTENTION: DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

«Endlich dabei» hiess die Fan-Aktion. Bild: EPA

Damit waren nicht 22'012 Zuschauer in der Alten Försterei, sondern 450 mehr. Das Stadion war also nicht nur ausverkauft, sondern quasi «überverkauft».

Urs Fischers Galgenhumor

Die Anhänger machten aber nicht nur mit dieser Aktion auf sich aufmerksam. Eine Viertelstunde lang verzichteten sie darauf, Union zu unterstützen. Sie protestierten damit gegen den Gegner, der als Auswuchs der Kommerzialisierung im Fussball angesehen wird.

Der Stadionsprecher von Union Berlin rief die Fans vor dem Spiel zum Stimmungsboykott auf.

Ziemlich genau eine Viertelstunde lang war auch der Widerstand der Berliner erfolgreich. Kaum hatten die Anhänger des Bundesliga-Neulings ihren Protest beendet, da schlug Leipzig durch Marcel Halstenberg ein erstes Mal zu.

«Vielleicht hätten die Fans noch zwei Minuten länger schweigen sollen, dann wäre das Tor nicht geschehen», scherzte Unions Zürcher Trainer Urs Fischer nach dem Spiel auf «Sky».

epa07779660 Union's head coach Urs Fischer reacts during the German Bundesliga soccer match between FC Union Berlin and RB Leipzig in Berlin, Germany, 18 August 2019.  EPA/FILIP SINGER CONDITIONS - ATTENTION: DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Fischer wird die Arbeit nicht ausgehen. Bild: EPA

Fischer missfiel besonders die Darbietung seines Teams in der ersten Halbzeit. «Wir sind hart auf dem Boden gelandet. Wenn man sieht, wie viele Geschenke wir gemacht haben, dann wird das schwierig. Mir fehlten die Entschlossenheit und Aggresivität, die du haben musst, wenn du gegen einen Champions-League-Teilnehmer etwas ausrichten willst.»

«Heute haben wir eine erste Kostprobe bekommen»

Für Union Berlin wird es in der ersten Bundesliga-Saison seiner Geschichte darum gehen, dieser eine zweite folgen zu lassen. Insofern ist die nächste Partie bereits ein wichtiges im Abstiegskampf, selbst wenn es erst ein Spiel der 2. Runde ist. Die Hauptstädter müssen zum FC Augsburg, der sich zum Auftakt bei Borussia Dortmund ebenfalls eine Klatsche einfing und mit 1:5 verlor.

«Wir sind nicht in die Liga gekommen, um uns jede Woche so abschlachten zu lassen», kündigte Mittelfeldspieler Grischa Prömel an.

epa07779677 Leipzig's Lukas Klostermann (L) in action against Union's Union's Marius Buelter during the German Bundesliga soccer match between FC Union Berlin and RB Leipzig in Berlin, Germany, 18 August 2019.  EPA/FILIP SINGER CONDITIONS - ATTENTION: DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Neues Bundesliga-Stadion: Die Alte Försterei. Bild: EPA

«Heute haben wir eine erste Kostprobe bekommen, was es heisst, in der Bundesliga zu spielen», bilanzierte Urs Fischer nach der diskussionslosen Niederlage. «Wir müssen unsere Fehler analysieren und versuchen, es nächstes Wochenende besser zu machen.»

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dä brüeder vom heinz 19.08.2019 13:31
    Highlight Highlight Ich mag hier allein auf weiter Flur stehen, aber dank der leipziger Transferpolitik ist mir der Verein eigentlich sympathisch. Trotz des Engagements von RedBull setzt RB auf junge Talente statt teure Legionäre. Im gegensatz zu anderen Spitzenteams der BuLi liegt das Durchschnittsalter des Kaders bei nur 22 Jahren.
  • Knety 19.08.2019 12:33
    Highlight Highlight Ich Hoffe sie bleiben oben.
    Cooler Club!
  • Herr Ole 19.08.2019 10:24
    Highlight Highlight Leipzig ist ganz böse aber Leverkusen und Wolfsburg sind ganz okay, weil die machen das gleiche, aber schon länger.
    • tr3 19.08.2019 10:53
      Highlight Highlight Erstens mag Leverkusen und Wolfsburg auch niemand und zweitens ist es noch nicht mal im Ansatz dasselbe
    • Herr Ole 19.08.2019 10:59
      Highlight Highlight Erstens macht niemand irgendwelche komischen Protestaktionen gegen die, und zweitens ist es vielleicht nicht genau dasselbe, aber im Ansatz ganz bestimmt.
    • aligator2 19.08.2019 11:07
      Highlight Highlight Als ich in Leipzig ein Buli-Spiel gegen Dortmund schaute hat mir ein Ossi gesagt: Das mit Red Bull ist gar nicht so schlecht, so haben wir im Osten immerhin wieder mal Bundesliga. Der Rest wurde eh schon längstens abgehängt.

      Klar, es gibt bessere Wege, um einen Verein weiter zu bringen. Aber schaut euch nur mal an, wo all die Bundesligisten in den letzten zwanzig Jahren herkamen.

      Leipzig hat die Buli schon aufgemischt. Und wahrscheinlich einigen Grossvereinen den Spiegel vorgehalten, was die alles falsch machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • real donald trump 19.08.2019 09:54
    Highlight Highlight Symphatisch!
    • Pasionaria 19.08.2019 12:35
      Highlight Highlight Stimmt - leider Ihr Nick weniger > sympathisch. Erinnert er doch immer an diesen elenden Psychopathen.
      Ich schlage Ihnen vor > real silence!
    • real donald trump 19.08.2019 21:28
      Highlight Highlight Huh? Das versteh ich jetzt nicht, covfefe!

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