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In Deutschland gibt es tatsächlich einen rechtsextremen Fussballklub – und der hat jetzt ein echtes Problem

Ein Kreisliga-Verein in Sachsen-Anhalt sorgt zurzeit mit gewalttätigen und rassistischen Übergriffen für grosse Empörung. Mittlerweile weigern sich Schiedsrichter Spiele des Klubs zu pfeifen. Der Verband ist alarmiert. 

Nik Dömer
Nik Dömer



Wenn bei einem Fussballspiel die Fäuste fliegen, dann ist meist von Ausschreitungen der Fans die Rede. Doch bei einer Partie des Neonazi-Vereins FC Ostelbien-Dornburg können sich solche Szenen schon auch mal auf dem Platz selber abspielen. Die rechtsextremen Spieler hauen selber gerne mal zu, wenn es sein muss.

Immer wieder werden Spieler der gegnerischen Mannschaften brutal gefoult, Spieler mit Migrationshintergrund beleidigt und Schiedsrichter bedroht – wie diese Szenen hier zeigen:

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Die Situation nach der Partie eskaliert.  YouTube/FuPa Sachsen-Anhalt

Obwohl es schwierig ist mit Springerstiefel erfolgreichen Fussball zu spielen, mischt der 2011 gegründete Verein immer noch in der Kreisliga mit. Mittlerweile weigern sich jedoch 59 von 65 Schiedsrichtern im Verband die Spiele des FC Ostelbien-Dornburg zu leiten. Zudem sollen mindestens vier Mannschaften erklärt haben, dass sie nicht mehr gegen Dornburg antreten möchten. 

Verband prüft den Ausschluss

Nach Recherchen von MDR Info und der «Mitteldeutschen Zeitung» sollen 15 Vereinsmitglieder zur rechtsextremen Szene gehören. Auch Captain Dennis Wesemann gehört dazu. Er ist zudem auch Gründungsmitglied der Hooliganvereinigung «Blue White Street Elite» aus Sachsen-Anhalt. Auch über ihn hat der MDR bereits berichtet:

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Wird wohl nie ein Bundesliga-Vertrag erhalten: Dennis Wesemann.  YouTube/Marcel Oiny

Nun prüfen der Landessportbund und der Landesfussballverband die Möglichkeit, den Verein auszuschliessen. Es wäre zumindest für den Fussball zu hoffen. 

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