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Munas Dabbur von GC, links, erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torhueter Anthony Favre von Zuerich, rechts, beim Super League Spiel in Zuerich am Sonntag 29. November 2015. (KEYSTONE/NICK SOLAND)

Munas Dabbur schiebt zur GC-Führung ein. FCZ-Torhüter Favre ist am Boden. 
Bild: KEYSTONE

Weil wir niemanden treten, der wehrlos am Boden liegt, lassen wir den FCZ in Ruhe und feiern GC

Nach der 0:5-Klatsche gegen die Grasshoppers könnten wir auf dem Tabellen-Schlusslicht FC Zürich rumhacken. Könnten wir. Wir widmen uns aber lieber dem sensationellen GC und blicken auf die Gründe für den Höhenflug. 



Wenn einer am Boden liegt, tritt man nicht mehr nach. Daran gibt es nichts zu diskutieren und deshalb lassen wir den FC Zürich in Ruhe. Keine Memes zu Sami Hyypiä und auch keinen Kommentar zur verhängnisvollen Alleinherrschaft von Ancillo Canepa. Nach den fünf Backpfeifen von GC schmerzt dem FCZ die Wange schon genug. Erholt euch gut.

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Was geht Sami Hyypiä nach dem 0:2 durch den Kopf? Der eine oder andere dumme Spruch liegt uns auf der Zunge. Wir behalten ihn für uns.
bild: srf

Stattdessen beschäftigen wir uns lieber mit dem anderen Zürcher Klub, mit den Grasshoppers. Starke 45 Tore hat GC in 17 Partien bereits erzielt und dabei 33 Punkte geholt. Gestern begeisterte der Rekordmeister auch im Derby. Fünf Gründe für den Höhenflug:

Ein Ausbilder an der Seitenlinie

Die Grasshoppers haben mit Pierluigi Tami den perfekten Trainer gefunden. Der ehemalige U18- und U21-Natitrainer passt perfekt ins Konzept des Klubs. Die Talentschmiede im GC-Campus bildet die jungen Fussballer gezielt aus – jetzt hat auch die erste Mannschaft einen Ausbilder an der Seitenlinie. Tami ist das letzte Puzzlestück in der Förderung von GC-Talenten – er bringt die Spieler den letzten und entscheidenden Schritt weiter. Pierluigi Tami ist wortwörtlich der Vater des Erfolges.

Das 20-jährige GC-Eigengewächs Shani Tarashaj trifft gegen Zürich zum 8. Mal in dieser Saison.
video: streamable

Ein Macher im Mittelfeld

Die Grasshoppers haben vielleicht nicht den besten, aber sicher den wichtigsten Spieler der Liga in ihren Reihen. Der Schwede Kim Källström ist nach kurzer Zeit bei GC schon nicht mehr wegzudenken. Der 32-Jährige ist der beste Super-League-Transfer seit der Rückkehr von Alex Frei zum FC Basel 2009. 

Im 4-2-3-1 der Grasshoppers macht Källström zusammen mit Marko Basic das Zentrum dicht und hält so dem überragenden Offensiv-Quartett den Rücken frei. Der Schwede beschränkt sich jedoch nicht bloss auf seine defensiven Aufgaben, gegen Zürich hat er zwei Tore vorbereitet und eines selbst geschossen. In der gesamten Saison kommt er schon auf neun Assists – bockstark!

Kim Källström für einmal selbst Torschütze – eigentlich bereitet der Schwede lieber vor.
video: streamable

Spielfreude in der Offensive

Treffen sich ein Israeli, ein Brasilianer, ein Franzose und ein Schweizer. Was beginnt wie ein schlechter Witz, ist die Zusammenstellung der überragenden Offensive von GC. 

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Das Angriffsquartett harmoniert perfekt, die Tor- und Assistquoten sind eine Folge davon. Pure Spielfreude bei den Grasshoppers!

Caio dribbelt Brunner Knoten in die Beine und vollendet.
video: streamable

Die Geilheit auf Tore

Der Kopf der starken GC-Tormaschinerie ist zweifelsohne Munas Dabbur. Der 23-Jährige war im Sommer schon so gut wie bei Palermo, Trainer Tami dementierte umgehend. Dann bot GC dem Israeli angeblich 150'000 Franken mehr pro Saison, was Dabbur offenbar genug war.

Seither hat der Israeli in 16 Spielen je 11 Tore und Assists zum GC-Höhenflug beigesteuert. Der Stürmer aus Nazareth ist richtig geil auf Tore, glaubt an seine Chance. Und Geschenkte wie jenes von Berat Djimsiti am Wochenende nimmt Dabbur natürlich auch in der Vorweihnachtszeit dankend an.

Mit Schleife auf dem Tablett serviert: Djimsitis «Assist» für Dabbur.
video: streamable

Der FC Basel spielt in einer anderen Liga

GC kann und wird nicht Meister werden und das wissen die Hoppers genau. Dafür ist der FC Basel einfach zu stark. GC ist der ungefährliche Verfolger des Serienmeisters. Niemand erwartet, dass die Hoppers mit den Baslern mithalten können, das nimmt Druck und führt zur befreiten Spielweise. GC darf verlieren und muss keine Angst haben, den Anschluss an den Tabellenführer zu verlieren.

Es ist wie auf dem Kinderspielplatz: Basel ist zwar Chef, GC hat seinen Platz auf dem «Gireitzli» aber gefunden und hat da eine Menge Spass. Vor allem auch, weil der FC Zürich auf der Rutschbahn ist – auf dem Weg nach unten.

Unbekümmert und simpel: Flanke hinter die Abwehr von Källström, Ravet sagt Danke und schiebt ein.
video: streamable

Wie die Zeit vergeht … Fussballtrikots mit Sponsoren, die es heute nicht mehr gibt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pitar 30.11.2015 19:26
    Highlight Highlight irgendwie spuckt ihr in dem beitrag dem fcz indirekt ins gesicht😂
    1 0 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 30.11.2015 14:22
    Highlight Highlight GC hat nur dann Fans wenn es läuft sonst nicht wirklich, ausserdem spielt GC schöneren Fussball als wir Basler, aber das ist zur hälfte vom Momentum geschuldet. GC hat so oder so kaum merkmale eines Topvereins kaum Treue Fans, null Popularität (da hat sogar der FC Canepa viel mehr Fans) kaum Finanzielle Stärke, da hat YB eigentlich die deutlich besseren anlagen, aber die stehen sich immer selbst im Weg.
    11 46 Melden
    • Kimbolone 30.11.2015 14:45
      Highlight Highlight Bezüglich treuer Fans kann ich die Aussage nicht unterschreiben. GC stellt bei Auswärtsspielen immer noch einen der grössten Mobs schweizweit. Der treue Kern ist halt einfach relativ klein.

      Was fehlt, sind die casual Fans ausserhalb der Fankurve. Wobei auch dort ein gewisser Anteil an erfolgsgesteuerten Fans vorhanden ist.
      36 2 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 30.11.2015 14:52
      Highlight Highlight Die Ultras meinte ich dabei nicht. Sondern die Normalos, in Zürich kenne ich mehr FCB Fans als GC Fans, allgemein sind FCZ Fans deutlich in der Überzahl im Vergleich zu GC. Aber such der FCZ hat einen Grossen Mob auswärts zur Verfügung. Man muss sich mal die Zuschauerzahlen von den Beiden Stadtrivalen anschauen, trotz Krise bringt der FCZ fast 2000 Zuschuauer mehr als GC die richtig in Form sind. Wie viel würde der FCZ hinein bringen wenn sie genauso stark spielen würden wie wir oder GC? Da würde es noch krässer im Vergleich zu GC aussehen.
      10 23 Melden
    • Anded 30.11.2015 15:21
      Highlight Highlight Der FC Basel hatte in den letzten Jahren auch nur Fans wenn es gut lief. ;-)
      25 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • frankyfourfingers 30.11.2015 14:04
    Highlight Highlight nume GC!
    32 15 Melden
  • dimitris muse 30.11.2015 13:08
    Highlight Highlight meiner meinung darf man auch mal auf dem fcz rumhacken. die rivalität zwischen den klubs wird genau durch das ausgemacht. ich errinnere ans 6:0 vor ein paar saisons und alle die hoppers runtergeputzt haben.
    39 4 Melden
  • Nicosinho 30.11.2015 13:08
    Highlight Highlight BRAVO GC!
    34 11 Melden
    • Hans Jürg 30.11.2015 17:30
      Highlight Highlight Hat er nicht Rooney angespuckt? Trotzdem ein no go.
      0 2 Melden
    • Hans Jürg 30.11.2015 17:57
      Highlight Highlight falscher Thread... sollte Antwort auf Frei-Spuckaffaire sein. ①↘
      0 2 Melden
  • Gritzvogel 30.11.2015 12:54
    Highlight Highlight Der Autor vergleicht Alex Frei mit Kim Källström, bzw. stellt beide auf eine Stufe. Damit wär der Schreibende dann auch gleich qualifiziert. Immerhin. Die Gründe dafür bleiben im Verborgenen, was wohl auch besser ist. Mein Rat: sich einfach mal ein Ticket kaufen, und während des Spiels auch tatsächlich mit offenen Augen am Geschehen auf dem Rasen teilnehmen. Viel Glück!
    14 9 Melden
    • Schreiberling 30.11.2015 13:06
      Highlight Highlight Das ist doch schon, wenn der Schreibende qualifiziert ist. Schlimmer wäre es wenn er unqualifiziert oder disqualifiziert wäre ;-)
      27 2 Melden
    • maxi 30.11.2015 13:08
      Highlight Highlight Niemand in der schweiz wird je mal wider an Alex Frei rankommen. Sein Charakter, Ehrgeiz, Kampfgeist und Torricher suchen seines gleichen. Seine Ecken und Kanten fehlen dem schweizer Fussball! Ich vermisse ihn, und das sage ich als jemand der Basel eigentlich nicht ausstehen kann.
      13 40 Melden
    • Gritzvogel 30.11.2015 13:25
      Highlight Highlight @Schreiberling: durch Qualifikationen entstehen Ranglisten und Tabellen wodurch Fähigkeiten abgelesen werden können. Und nun schön weiter auf Blick.ch kommentieren, gell?
      3 18 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 30.11.2015 12:24
    Highlight Highlight Trotzdem würde ich mich mal wieder darüber freuen, wenn der Titel wieder mal nach Zürich oder dann auch anderswo hingeht. Motto: Hauptsache nicht Basel! Wird langsam langweilig. Seit 2009 geht der Titel nur noch nach Basel! Geld vor Klasse, Jahr für Jahr!
    41 8 Melden
    • SirJoe 30.11.2015 14:33
      Highlight Highlight Nicht doch eher Klasse durch Geld?
      14 0 Melden
    • Anded 30.11.2015 15:21
      Highlight Highlight Kasse macht Klasse und Klasse macht Kasse
      6 0 Melden

Basel schiesst nach Ausschreitungen Sion ab – Lugano siegt und gibt Rote Laterne ab

– Basel siegt gegen Sion am Ende klar und deutlich 5:1 und verkürzt den Rückstand auf Leader YB zumindest für 24 Stunden auf vier Zähler.

– Sion trat in Basel frech auf. Schon in der 3. Minute erzielte Marco Schneuwly das 1:0 für die Gäste, nachdem Manuel Akanji den Ball im Strafraum nicht richtig traf. Es war der 100. Super-League-Treffer für den Stürmer. Damit gesellt er sich zum exklusiven Kreis mit Marco Streller (113 Tore), Mauro Lustrinelli (102) und Alex Frei (101). 

– Sion hätte …

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