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Switzerland's soccer national team players attend a training session on the eve of the group E match between Switzerland and Serbia of the FIFA soccer World Cup 2018 at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Thursday, June 21, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Gelöst und doch voller Konzentration: die Nati im Abschlusstraining. Bild: KEYSTONE

Darum ist gegen Serbien Zuversicht angebracht

Schon das zweite WM-Spiel ist ein kleiner Final. Wenn die Schweiz heute Abend in Kaliningrad gegen Serbien spielt, dann heisst es: Nur ja nicht verlieren!

Etienne Wuillemin



Euphorie oder Ernüchterung? Achtelfinal oder WM-Aus? Die Schweiz trifft heute Abend um 20 Uhr auf Serbien. Es ist das vorweggenommene Endspiel für beide. Eine Niederlage – und der Sturz ins Tal der Tränen ist kaum mehr zu vermeiden.

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Das 1:1 im ersten Schweizer WM-Spiel gegen Brasilien löste heftige Diskussionen aus. Ist das Resultat nun gut oder sehr gut? Oder doch nur ordentlich, weil viel Glück dabei war? Und wie viel darf man der Schweiz gegen Serbien wirklich zutrauen? Fest steht: Es ist eine riesige Prüfung für die Schweiz. Sportlich und emotional. Weil es auch ein politisch aufgeladenes Duell ist.

Die Skepsis gegenüber dem Nationalteam ist tief verwurzelt. «Gut gespielt und doch verloren» hat sich in den Köpfen festgebrannt. Doch die Schweizer Nationalspieler denken im Jahr 2018 anders. Sie wissen nicht nur, dass Exploits gegen vermeintlich übermächtige Gegner möglich sind, sondern sie sind auch überzeugt davon, Gegner auf Augenhöhe irgendwie zu bezwingen. Sie scheuen sich auch nicht davor, solche Erfolge von sich zu erwarten.

Die Gefahr dabei ist offensichtlich: Übermut, Arroganz, Selbstüberschätzung – sobald die Tore ausbleiben, kommen solche Vorwürfe.

Man sollte es nicht tun. Denn grosse Ziele sind die Voraussetzung für einen grossen Coup. Und auch die Fakten sprechen für sich. In den letzten 23 Spielen hat die Schweiz ein einziges Mal nach 90 Minuten verloren. Sie hat zu einem Steigerungslauf angesetzt, der noch immer nicht zu Ende ist. Darum ist auch heute Abend Zuversicht angebracht.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Potzblitz36 22.06.2018 11:40
    Highlight Highlight "In den letzten 23 Spielen hat die Schweiz ein einziges Mal nach 90 Minuten verloren."

    Anders ausgedrückt:

    Genau dieses eine wichtige Spiel das man nicht verlieren durfte (ok, man durfte schon, sonst wäre die Schweiz jetzt nicht an der WM) wurde verloren und dabei wurde eine ganz schwache Leistung gezeigt.

    Hoffentlich zeigt die Nati im heutigen Spiel, welches man wieder nicht verlieren "darf" nicht wieder eine solche Nicht-Leistung.

    Ich bin auf jeden Fall positiv gestimmt und glaube an den Sieg heute Abend. Tipp 2:1 mit dank zwei Toren des viel gescholtenen Mann aus Sursee. Hopp CH!
  • Ulmo Ocin 22.06.2018 08:42
    Highlight Highlight Kann heute leider nicht beide Daumen drücken, sonst kann ich mein Bier nicht halten.
  • rodolofo 22.06.2018 07:53
    Highlight Highlight Mir geht diese in einem schlechten Sinn Schweizerische Verkrampftheit des "Nur nicht verlieren!" total auf den Keks!
    Nein, darum geht es NICHT!
    Die Schweizer Nati soll mit einem engagierten und Phantasievollen Spiel begeistern und weder übermässig grob faulen (das Brasilien-Spiel war hart an der Grenze des noch Erträglichen), noch "hinten rein stehen"!
    Bei einer solchen Spielweise wird das Resultat nämlich zur Nebensache!
    Der Höhepunkt dieser WM war für mich das Spiel zwischen Spanien und Portugal.
    Von da an ging es eigentlich nur noch bergab.
    (siehe: Brutalo-Spiel gestern Abend...)
    • nJuice 22.06.2018 09:21
      Highlight Highlight Genau.
      Jeder Schweizer Feldspieler sollte bei Ballannahme vier Übersteiger machen, Torhüter mindestens drei Pirouetten. Pässe gibts nur mittels Fallrückzieher.
      Des weiteren soll man sich dem Gegner bis maximal drei Meter nähern, es sei denn man singt wie ein Reiher zur Brunftzeit.
      Engagiertes Spiel eben, sehr phantasievoll und nur aufs Resultat aus. Wars das was du wolltest, rodolofo?
    • rodolofo 22.06.2018 09:34
      Highlight Highlight Ich bin mir bewusst, dass das, was ich hier sage, bei den "Harten Kerlen" nicht gut ankommt.
      Aber beim Frauenfussball finde ich genau diese Zurückhaltung beim Einsteigen so vorteilhaft (vor allem für die Gesundheit der beteiligten Spielerinnen)!
      Ich weiss aber aus meinen eigenen Erfahrungen als "Hobby-Tschüüteler" sehr gut, was für unnötige Risiken man im Eifer und im "Heiligen Ernst" des Spiels eingeht.
      Man sieht dann nur noch den Ball und Jagd diesem nach, wie ein Hund!
      Im Nachhinein greift man sich an den Kopf, wenn dieser das mit der Gehirnerschütterung überhaupt noch zulässt...
  • N. Y. P. D. 22.06.2018 07:17
    Highlight Highlight Hinten solid stehen.
    In der Mitte das Spiel kontrollieren.

    Will man in den 1/4 Final kommen, muss die Defensive solid stehen.

    Und vorne ?

    Das ist noch nicht das Gelbe vom Ei. Vielleicht Shaqiri in die Mitte nehmen und Seferovic zu Spielbeginn auf die Bank ?

    Bin gespannt, ob Djourou auf den Platz muss.
    • AJACIED 22.06.2018 08:40
      Highlight Highlight Nicht mal das gelbe vom Ei ist es.
  • Cooockie 22.06.2018 07:13
    Highlight Highlight Ich wünsche viel Glück für heute Abend!
    Ein Tip hätte ich noch, wenn es mit dem Siegen klappen soll, dann dürft Ihr nicht mehr Rückpässe zum eigenen Torhüter haben, als Schüsse auf des Gegners Tor! 90 Minuten gespielt und drei mal auf des Geners Tor geschossen reichen gegen Serbien nicht um zu Gewinnen!
    Ich drücke die Daumen und leide mit!
    • Eifach öpis 22.06.2018 08:26
      Highlight Highlight Serbien ist nicht annähernd Brasilien!
    • Afeusi 22.06.2018 08:46
      Highlight Highlight Da gebe ich Dir völlig Recht!
      Beispiel Iran gegen Spanien oder Marokko gegen Portugal, Iran und Marokko wussten wo des Gegners Tor stand! Wir wollen doch keinen Schweizer Fussball nach griechischer Art! Unsere Mannschaft hat das Zeugs dazu kreativ und gefährlich zu sein auch ohne dauernd Rückpässe zu geben!
    • The Dark Knight 22.06.2018 10:33
      Highlight Highlight Ich dachte zuerst du formulierst einen Seitenhieb gegen Argentinien :)

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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