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Mehr als nur ein Stück Blech – die geheimen Details zu den EM-Medaillen der Leichathletik-Champions

Die Medaillen der Leichtathletik-EM im Letzigrund.
Die Medaillen der Leichtathletik-EM im Letzigrund.Bild: KEYSTONE
Dank 80'000 Franken im Keller

Mehr als nur ein Stück Blech – die geheimen Details zu den EM-Medaillen der Leichathletik-Champions

Wenn ein erfolgreicher Sportler an der Leichathletik-EM in Zürich eine Medaille umgehängt bekommt, erhält er nicht bloss ein Stück Metall. Die Auszeichnungen werden direkt nach dem Wettkampf im Stadion personalisiert: mit Name, Disziplin und Schlusszeit.
14.08.2014, 17:3320.08.2014, 10:33

Unter der Tribüne des Letzigrund Stadions befindet sich das kleine Zimmerlein von Faude & Huguenin. Es ist der Raum, in dem die Medaillen für die Athleten den letzten Schliff bekommen.

Die Aufgabe der Mitarbeiter der Firma mit Sitz in Le Locle im Neuenburger Jura: 79 Sätze à drei Medaillen zu personalisieren. Ihr Hilfsmittel ist eine 80'000 Franken teure Maschine, welche innert Sekunden die Namen, die Disziplin und die Schlusszeit der Athleten ins Edelmetall lasert. Den Veranstaltern war dies wichtig. Denn so haben die Gewinner nicht nur ein Stück Metall, sondern ein einzigartiges Erinnerungsstück. (qae)

Die Prozedur

Schön sortiert liegen die Medaillen in Kisten zur Gravur bereit. 79 Sätze à drei Medaillen müssen die Graveure bzw. ihre Maschine mit den Namen der Athleten ausstatten.
Schön sortiert liegen die Medaillen in Kisten zur Gravur bereit. 79 Sätze à drei Medaillen müssen die Graveure bzw. ihre Maschine mit den Namen der Athleten ausstatten.Bild: KEYSTONE
Nachdem die edlen Stücke poliert wurden, kommen sie unter den Laser. Nach wenigen Sekunden stehen auf der Medaille der Name, die Disziplin und die Schlusszeit des Athleten drauf.
Nachdem die edlen Stücke poliert wurden, kommen sie unter den Laser. Nach wenigen Sekunden stehen auf der Medaille der Name, die Disziplin und die Schlusszeit des Athleten drauf.Bild: EPA/KEYSTONE
Das einzige, was beim Gravur-Vorgang zu sehen ist, ist ein kleines helles Licht des Lasers. Nichts zu hören, nichts zu riechen – die Arbeit von 80'000 Franken eben.
Das einzige, was beim Gravur-Vorgang zu sehen ist, ist ein kleines helles Licht des Lasers. Nichts zu hören, nichts zu riechen – die Arbeit von 80'000 Franken eben.Bild: KEYSTONE
Und so sieht sie am Schluss aus: Hier die Gold-Medaille des deutschen Diskuswerfers Robert Harting. In den Wurf- und Sprungdisziplinen werden selbstverständlich die Weiten oder Höhen eingraviert statt ...
Und so sieht sie am Schluss aus: Hier die Gold-Medaille des deutschen Diskuswerfers Robert Harting. In den Wurf- und Sprungdisziplinen werden selbstverständlich die Weiten oder Höhen eingraviert statt einer Zeit.Bild: EPA/KEYSTONE
Der Grund, weshalb sich die Graveure ein wenig aufregten: Einigen Athleten wurde die Medaille verkehrt herum umgehängt. Hier der holländischen 100-Meter-Läuferin Dafne Schippers (Mitte). Damit es nich ...
Der Grund, weshalb sich die Graveure ein wenig aufregten: Einigen Athleten wurde die Medaille verkehrt herum umgehängt. Hier der holländischen 100-Meter-Läuferin Dafne Schippers (Mitte). Damit es nicht mehr vorkommt, wurde das Anliegen den Organisatoren mitgeteilt.Bild: AFP
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