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Mason Rudolph bleibt nach einem Hit lange bewusstlos am Boden liegen. bild: nfl

Steelers-Quarterback wird brutal ausgeknockt – und 6 echte Highlights des NFL-Weekends

Die NFL sorgt mal wieder für viel Spektakel! Week 5 brachte einige Überraschungen. Eine nicht abschliessende Auswahl der Highlights.



Die Resultate

Bevor wir zu den Highlights kommen, wie üblich zunächst die Resultate von Week 5:

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bild: screenshot nfl

» Hier geht's zu den Standings nach Week 5.

Raiders-Coach hält euphorische Ansprache

Die Oakland Raiders gewinnen den Auftakt in die London Games – gegen die favorisierten Chicago Bears setzt sich die Ende Saison nach Las Vegas zügelnde Franchise im Tottenham Stadium mit 24:21 durch. Bis zur Pause dominieren Quarterback Derek Carr und seine Raiders das Geschehen nach Belieben und führen bereits mit 17:0, danach geht plötzlich nichts mehr. Die Bears drehen auf und am Ende winkt sogar der Sieg – oder zumindest der Ausgleich. Doch Quarterback Chase Daniel patzt im letzten Drive bei 2nd & 10 mit einer katastrophalen Interception.

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Die zweite Interception von Daniel entscheidet die Partie. Video: streamable

Die Raiders können aufatmen. Nach den Querelen um Wide Receiver Antonio Brown vor dem Saisonstart hat man im fünften Spiel den dritten Sieg eingefahren. Coach Jon Gruden, der von den Raiders im letzten Jahr mit einem Zehnjahresvertrag aus dem Ruhestand geholt wurde, war richtig in Feierlaune und hielt eine ziemlich ungewöhnliche Kabinenansprache, nach der er dem ganzen Team eine Woche frei gab:

«Ich sage euch, Männer. Ich bin 56 Jahre alt und heute hatte ich so viel Spass wie noch nie in meinem Leben. Ich habe keine Disco, aber lasst uns alle tanzen. Wir haben eine ziemliche Achterbahnfahrt hinter uns, aber heute habt ihr etwas bewiesen: Ihr könnt jeden schlagen, überall, in jeder Zeitzone. Wir werden einen grossartigen Heimflug haben. Ich möchte, dass ihr alle eine grossartige Bye-Week habt. Ihr habt die ganze Woche frei!»

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Die Ansprache von Raiders Coach Jon Gruden. Video: streamable

Die grosse Show des anderen Aaron

Mit 28 Punkten liegen die Dallas Cowboys gegen die Green Bay Packers zwischenzeitlich zurück und doch wird es im proppenvollen AT&T Stadium in Arlington zum Ende nochmals laut. Dank Wide Receiver Amari Cooper, der mit 226 Receiving Yards und einem Touchdown überzeugen kann, kommen die Cowboys in der Schlussphase auf 10 Punkte heran.

Die Packers wackeln und müssen immer wieder punkten, doch drei Interceptions von Quarterback Dak Prescott und ein vergebenes Field Goal von Kicker Brett Maher ganz am Ende besiegeln schliesslich die 24:34-Niederlage von «America's Team».

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Das vergebene Field Goal von Maher. Video: streamable

Matchwinner für die Packers ist für einmal nicht Quarterback Aaron Rodgers, sondern dessen Namensvetter Aaron Jones: Der Running Back läuft gleich zu vier Touchdowns. Vier Rushing Touchdowns gegen die Cowboys – das schaffte vor Jones noch niemand in der NFL-Geschichte.

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Jones ist so schnell, dass er seinem Gegenspieler gar zuwinken kann. Video: streamable

Brady für die Geschichtsbücher

Die New England Patriots setzen ihre beeindruckende Siegesserie fort. Gegen die Washington Redskins siegt der Titelverteidiger völlig ungefährdet mit 33:7 zum fünften Mal im fünften Spiel, obwohl Star-Quarterback Tom Brady zunächst gar nicht in die Partie findet. Der 42-Jährige gerät ständig unter Druck und wirft deshalb seine zweite Interception der Saison.

Nach der Pause dreht Brady aber so richtig auf und führt seine Patriots mit insgesamt 28 erfolgreichen Pässen und 348 geworfenen Yards mal wieder zum Sieg. Grund zu jubeln gibt's für den Altmeister aber bereits im dritten Quarter: Mit einem 15-Yard-Pass auf Lieblings-Receiver Julian Edelman überholt er bei den Passing-Yards Brett Favre und klettert in dieser Sparte mit 71'923 Yards auf Rang 3 der ewigen Bestenliste.

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Der unspektakuläre Pass von Brady auf Edelman. Video: streamable

Schon nächste Woche wird Brady wohl auch Peyton Manning (71'940) einholen. Ausser Reichweite liegt dagegen die Bestemarke von Drew Brees, der noch aktive Quarterback der New Orleans Saints liegt bei 74'845 Passing Yards.

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Die Brady-Highlights gegen die Redskins. Video: streamable

Steelers-Quarterback brutal ausgeknockt

Der nächste schwere Schlag für die Pittsburgh Steelers: Nach dem frühen Saisonende von Stamm-Quarterback Ben Roethlisberger wegen einer Ellbogenverletzung droht nun auch dessen Stellvertreter Mason Rudolph lange auszufallen. Bei der 23:26-Niederlage gegen die Baltimore Ravens wird der Spielmacher von zwei Ravens-Verteidigern bei einem Passversuch ins Sandwich genommen und dabei hart am Kopf getroffen. Ohne Körperspannung sackt Rudolph zu Boden und bleibt regungslos liegen.

Mitspieler JuJu Smith-Schuster kann die Tränen beim Anblick seines Teamkollegen nicht zurückhalten. Doch Rudolph kann das Spielfeld nach einigen Minuten schliesslich auf den eigenen Beinen verlassen. Sofort wird er ins Spital gebracht, wo eine Gehirnerschütterung diagnostiziert wird. Für ihn kommt der 23-jährige Free-Agent-Rookie Devlin Hodges aufs Feld, der damit sein NFL-Debüt feiert und nach den Verletzungen von Rudolph und Roethlisberger ziemlich unverhofft zur neuen Nummer 1 aufsteigen könnte.

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Mason Rudolph wird brutal in die Zange genommen. Video: streamable

Mahomes zaubert für die Katz

Shooting-Star Patrick Mahomes und seine Kansas City Chiefs kassieren gegen die Indianapolis Colts überraschend die erste Saisonpleite. Der Grund ist schnell gefunden: Mahomes kommt gegen die aggressive Colts-Defense nur selten zur Entfaltung. Der 24-Jährige bringt nur 22 seiner 39 Pässe für 321 Yards an den Mann und wird insgesamt viermal gesackt. Trotzdem sorgt er für das grosse Highlight der Partie: Sein Touchdown-Pass auf Byron Pringle ist schlicht phänomenal.

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Der sensationelle Touchdown-Pass von Mahomes. Video: streamable

Mit vier verwandelten Field Goals trägt Kicker Adam Vinatieri massgeblich zum Sieg der Colts bei. Neben einem treffsicheren Kicker und der überragenden Defense konnte sich Headcoach Frank Reich auch auf Running Back Marlon Mack verlassen, der gegen die zweitschlechteste Lauf-Defense der Liga auf 132 Yards kam.

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So entzauberten die Colts Superstar Mahomes. Video: streamable

Ein 84-Yard- und ein Salto-Touchdown

Das «Katzenduell» zwischen den Carolina Panthers und den Jacksonville Jaguars entscheiden die Panthers mit 34:27 knapp für sich. Überragender Mann ist in Abwesenheit des verletzten Quarterbacks Cam Newton Running Back Christian McCaffrey mit 176 Rushing, 61 Receiving Yards und drei Touchdowns. Diese sind allesamt ziemlich spektakulär: Beim ersten landet McCaffrey nach fünf Yards per Salto in der Endzone, den zweiten erläuft er nach einer kurzen Körpertäuschung, beim dritten kommt er nach einem 84-Yard-Lauf im Ziel an.

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McCaffrey hebt ab und landet nach einem Salto in der Endzone. Video: streamable

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McCaffrey findet die Lücke und läuft und läuft und läuft. Video: streamable

Die grosse Broncos-Erlösung

Der Bann ist gebrochen: Nach saisonübergreifend neun Niederlagen in Serie haben die Denver Broncos endlich wieder einmal gewonnen. Für den bereits arg in die Kritik geratenen Headcoach Vic Fangio ist das 20:13 gegen die Los Angeles Chargers der erste Sieg in der NFL. Zu verdanken haben die Broncos den Wide Receiver Courtland Sutton und Running Back Philip Lindsay, die mit ihren Touchdowns schon früh für klare Verhältnisse sorgten.

Quarterback Joe Flacco zeigt mit 182 Yards, einem Touchdown und einer Interception einmal mehr eine ziemlich bescheidene Leistung. Sein Gegenüber Philip Rivers ist aber noch schlechter: Er kommt auf 211 Yards, null Touchdowns und zwei Interceptions. Sieglos sind nach der grossen Broncos-Erlösung nur noch vier Teams: Die New York Jets, die Miami Dolphins, die Cinncinati Bengals und die Washington Redskins.

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Der erste Broncos-Touchdown erfolgt gleich im ersten Drive. Video: streamable

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Ich-meins-doch-nicht-so
07.10.2019 15:06registriert January 2014
Nochmals vielen Dank, dass ihr Football eine Plattform gebt. Wie‘s sich beim Shit-Sandwich gehört, kommt jetzt eine kleine Kritik und dann nochmal Lob. Also: bitte reisserische Titel mit Worten wie „brutal“ weglassen oder zumindest in den Kontext der schon fast übermenschlichen Safety-Vorgaben an die Defense setzen. Helm-voran Hits werden mit Spielstrafen bestraft - auch dann, wenn keine Absicht vorliegt. Bei härteren Vergehen gibts gar Saisonausschluss. Und ach ja: ihr seid toll.
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DonSaiya
07.10.2019 12:58registriert November 2014
Das London Game war echt geil zum anschauen! Hatte von allem etwas, sehr unterhaltsam.
Danach noch Dallas - Greenbay wurde fast noch spannend am Schluss. Rogers erstes Viertel sehr stark.
Nur heute total im A... wenn um 6 auf musst....
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