Sport
Olympia 2022

Ein verhängnisvolles Viererhaus: Die Schweiz spielt im Curling um Bronze

Switzerland skip Silvana Tirinzoni, center, and her teammates Alina Paetz, left, and Esther Neuenschwander, right, look disappointed after losing against Japan team during the Curling semifinal game o ...
Enttäuschung bei Alina Pätz und Silvana Tirinzoni.Bild: keystone

Ein verhängnisvolles Viererhaus – die Schweiz spielt im Curling um Bronze

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni müssen den Traum von Olympia-Gold platzen lassen. Durch eine 6:8-Niederlage gegen Japan im Halbfinal lassen sie sich ins Spiel um Bronze verweisen.
18.02.2022, 16:2618.02.2022, 16:50
Mehr «Sport»

In dieser Partie vom Samstag um 13.05 Uhr wird die Aufgabe für die zweifachen Weltmeisterinnen vom CC Aarau nicht leichter. Denn sie treffen auf die von Anna Hasselborg angeführten Erzrivalinnen aus Schweden, die Olympiasiegerinnen von 2018. Gegen die Schwedinnen hatten die Schweizerinnen in den neun Partien der Round Robin die einzige Niederlage bezogen.

Kollaps im 5. End

Nachdem sie die Japanerinnen um Skip Satsuki Fujisawa, die Olympia-Dritten von 2018, im letzten Match der Round Robin deutlich besiegt hatten, trafen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Skip Silvana Tirinzoni und Alina Pätz im Halbfinal von Beginn weg auf harte Gegenwehr.

Alles verlief ausgeglichen, bis den Schweizerinnen das 5. End vollständig daneben geriet. Alina Pätz' zweiter Stein war genau um so viel zu lang gespielt, dass Satsuki Fujisawa einen relative einfachen Doppel-Takeout anbringen und auf diese Weise ein Viererhaus zur 5:2-Führung bewerkstelligen konnte.

Danach konnten die Schweizerinnen den Rückstand nicht wettmachen, zumal sie mit einem gestohlenen Stein im 6. End sogar das 2:6 einfingen. Auch mit einem Dreierhaus im 7. End reichte es ihnen nicht zum Ausgleich. Im 10. End hätten sie beim Stand von 6:7 einen Stein stehlen müssen, um ein Zusatz-End zu erzwingen, aber es glückte ihnen nicht.

Silvana Tirinzoni und Alina Pätz auf den Positionen 3 und 4 erreichten nicht das Niveau, das sie in den meisten Spielen der Round Robin gezeigt hatten. Zeitweise lagen sie bei einer Quote von weniger als 70 Prozent an geglückten Versuchen, zuletzt wurden für sie je etwa 75 Prozent ermittelt. Damit büssten sie auf ihre direkten Gegenspielerinnen 21 Prozent ein.

Schwedinnen in Viererhaus-Festival bezwungen

Die Schwedinnen werden sich nach ihrer 11:12-Niederlage nach Zusatz-End im Halbfinal gegen Europameister Grossbritannien (Eve Muirhead) ebenfalls geärgert haben. Sie gingen im 1. End mit einem Viererhaus in Führung, liessen sich jedoch einholen. Noch nach dem 8. End hatten die Skandinavierinnen die Vorteile auf ihrer Seite – bis sie den Schottinnen ihrerseits ein Viererhaus zum 8:11 zugestehen mussten.

Mit einem Dreier erzwangen die Schwedinnen noch ein Zusatz-End. Dieses jedoch verloren sie ohne Vorteil des letzten Steins. (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2022 in Peking
1 / 102
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2022 in Peking
Zum Abschied gibt's wie immer ein riesiges Feuerwerk.
quelle: keystone / wu hong
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Für alle, die zu wenig Anstand besitzen: Dieses Produkt musst du haben!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Warten aufs erste Nati-Tor – platzt bei Ndoye gegen Deutschland der Knoten?
In der Qualifikation stand er nur einmal in der Startelf, in diesem Jahr ist er eine feste Grösse in der Schweizer Nationalmannschaft: Dan Ndoye hat eine rasante Entwicklung hinter sich.

Nach einer halben Stunde im Spiel gegen Schottland schien Dan Ndoye endlich für seinen grossen Einsatz belohnt zu werden: Nachdem er kurz zuvor noch am Torwart gescheitert war, landete sein Schuss diesmal im Netz. Doch der Jubel wurde im Keim erstickt – Offside.

Zur Story