USA kapitulieren nach Balogun-Begnadigung – anders ist dieser Bock nicht zu erklären
Der öffentliche Sturm rund um die Begnadigung von Folarin Balogun, der trotz Roter Karte im Sechzehntelfinal gegen Bosnien-Herzegowina nicht gesperrt wurde, scheint Spuren beim US-Team hinterlassen zu haben.
Bei der 1:4-Pleite im WM-Achtelfinal gegen Belgien in Seattle zeigten die US-Amerikaner einen völlig zerfahrenen Auftritt. Gerade die Defensive ähnelte mehr einem Hühnerhaufen als der Verteidigung, die in den drei sportlich bedeutenden Auftritten an der WM nur einen Gegentreffer zugelassen hatte. Schon bei den ersten beiden Gegentoren gegen die Belgier gab die US-Defensive kein gutes Bild ab.
Doch erst Goalie Matt Freese schoss den Vogel in der zweiten Halbzeit dann völlig ab. Komplett ohne Not vertändelte der 27-Jährige vom Klub New York City den Ball und konnte das Tor zum zwischenzeitlichen 1:3 von Hans Vanaken ebenso wenig verhindern wie Verteidiger Tim Ream. Es handelte sich um einen solch grossen Bock, dass es fast den Eindruck machte, dass die USA die Partie freiwillig verlieren wollte. Weil ihnen die Kritik daran, dass die FIFA erstmals in der WM-Geschichte den Schritt beging, die automatische Spielsperre auf Bewährung auszusetzen, zu nahe ging.
Kurz darauf musste auch noch Christian Pulisic, der grösste Star der US-Amerikaner, mit einer Verletzung vom Feld. Folarin Balogun, der dank der Gnade der FIFA-Disziplinarkommission – und womöglich auch ein bisschen wegen US-Präsident Donald Trump, der bei FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Aufhebung der Sperre bat – trotzdem in der Startformation stand, war für einmal unauffällig. Zuvor hatte er während des Turniers drei Tore erzielt.
Mit den USA ist nun auch der letzte Gastgeber ausgeschieden. Kanada traf es bereits am Samstag gegen Marokko (0:3), Mexiko scheiterte in der Nacht auf Montag an England (2:3).
- Dieser Junge (8) erfährt gerade, wie England gespielt hat +++ Mexiko-Fan etwas hässig 🔫
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