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Streitberger und Reichelt müssen mit dem Helikopter geborgen werden.<br data-editable="remove">
Streitberger und Reichelt müssen mit dem Helikopter geborgen werden.
Bild: EPA/EXPA

Sturzfestival auf der Streif: Für Superstar Svindal ist die Saison nach Kitzbühel vorbei

2. Feuz, 3. Janka! Aber das fantastische Schweizer Resultat und Peter Fills Sieg werden von mehreren spektakulären Stürzen überschattet. Der Norweger Aksel-Lund Svindal erlitt dabei einen Kreuzbandriss.
23.01.2016, 16:4523.01.2016, 18:16
Oliver Linow
Oliver Linow
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Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und Georg Streitberger: Sie alle stürzen nach der Hausbergkante an der genau gleichen Stelle. Während Reichelt vergleichsweise glimpflich davonkommt, reisst sich Streitberger das vordere Kreuzband, das Seitenband und das Innenband. Der Österreicher wird noch heute operiert.

Svindal kann zwar selber ins Ziel fahren. Doch wegen Knieschmerzen wird er am Nachmittag nach Innsbruck ins Spital gebracht. Die Diagnose: Kreuzbandriss im rechten Knie. Svindal wird noch heute operiert. Der Verband rechnet mit einer Pause von neun bis zehn Monaten.

Svindal zappelt nach seinem Sturz im Fangnetz.<br data-editable="remove">
Svindal zappelt nach seinem Sturz im Fangnetz.
Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Abbruch nach den besten 30

Weil sich das Wetter immer weiter verschlechtert, wird das Rennen nach dreissig Fahrern schliesslich abgebrochen. Veranlasst wurde der Abbruch von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. «Ich habe den Renndirektor angerufen und einen Abbruch verlangt», gibt er zu Protokoll.

Schröcksnadel kritisiert: «Wenn Topfahrer wie Reichelt oder Svindal so stürzen, dann ist das nicht normal. Ich bin schon dafür, dass man die Piste im Vorfeld unruhig macht. Gleichzeitig müsste aber das Tempo reduziert werden, sonst wird es bei so schlechter Sicht wie diesmal sehr, sehr gefährlich. Da muss man sich etwas überlegen.»

Alle drei stürzen an genau der gleichen Stelle.<br data-editable="remove">
Alle drei stürzen an genau der gleichen Stelle.
screenshot orf

Janka: «Heute war es extrem»

Auch für die Fahrer, die das Ziel erreicht haben, verkommt das Rennen zur Nebensache: Der Österreicher Vincent Kriechmayer meint: «In Anbetracht der Umstände kann ich mit meinem siebten Platz ganz zufrieden sein. Unten habe ich nicht mehr ganz riskiert. Es ist natürlich schwer, wenn du Teamkollegen stürzen siehst.»

Auch Beat Feuz zeigt sich erleichtert, dass er das Ziel gesund erreicht hat: «Kitzbühel ist so brutal. Ich war heilfroh, als ich im Ziel war. Solche Stürze sind nicht schön. Das trübt das Ganze sicherlich, es sind drei Topleute gestürzt», meint der Schangnauer.

Feuz wird Zweiter und mit Carlo Janka auf Rang 3 flankiert noch ein Schweizer den Südtiroler Peter Fill auf dem Siegerpodest. «Iceman» Janka kommentiert die Bedingungen gewohnt kurz: «Es gibt schwierig und extrem. Heute war es extrem.»

Wenn man sich die drei Stürze ansieht, muss man trotz allem froh sein, dass es nicht zu schlimmeren Verletzungen gekommen ist.

Aksel Svindal

orf

Hannes Reichelt

srf

Georg Streitberger

srf

Mehr Reaktionen

Nicht nur die Fahrer äussern sich zu den vielen Unfällen. Auch auf Twitter ist eine hitzige Diskussion über die Bedingungen und den Zeitpunkt des Abbruchs entbrannt.

Das Abfahrts-Spektakel von Kitzbühel in Bildern

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