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 Switzerland's Valon Behrami  kicks the ball during their 2014 World Cup Group E soccer match against Ecuador at the Brasilia national stadium in Brasilia, June 15, 2014. REUTERS/Ueslei Marcelino (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Valon Behrami: Viel lief zu Beginn über ihn, Ecuador stellte sich gut darauf ein. Bild: UESLEI MARCELINO/REUTERS

Die detaillierte Taktik-Analyse

Spielverlagerung

Das war noch nicht gut: Zu viel Behrami und eine Rollenverteilung, die zu oft nicht stimmte

Das beste war das Resultat. Noch war der Auftritt der Schweizer Nati alles andere als überragend.  Wir haben analysiert, was noch zu schwach war und wo der Hebel angesetzt werden muss.



Tim Rieke / spielverlagerung.de

Nach etwas hektischen fünf Minuten zu Beginn übernahmen die Schweizer im Duell gegen Ecuador schnell die Kontrolle und initiierten ein ruhiges Ballbesitzspiel. Dabei fokussierten sie sich besonders auf die rechte Seite, wo Behrami leicht hinter den aufrückenden Lichtsteiner herauskippte. 

Im ersten Durchgang lief so gut wie jeder Angriff des Teams über diesen Mechanismus, was zwar eine konsequente Herangehensweise darstellte, aber auch etwas die Weiträumigkeit im Aufbau beschnitt. 

sui Ecu Behrami Spielverlagerung

Die Schweizer Probleme beim rechtslastigen Aufbaumechanismus über Behrami. Bild: watson

Ecuador konnte sich gut darauf einstellen, nahm Inler und den jeweiligen Schweizer Zehner durch ihre Sechser in Mannorientierungen und verhinderte einfaches Vorwärtsspiel. Im zweiten Drittel des Platzes hatte Behrami, der gegenüber Inler ein weniger spieleinleitender Typ ist, mit seiner prominenten Rolle Probleme. Er bekam sehr viel Zeit gegen die Ketten Ecuadors und hätte in die Zwischenräume spielen können, suchte aber gerade in der Anfangsphase zu oft den simplen Diagonalball nach vorne. 

Die Schweiz offensiv mit Ansätzen und Problemen 

Wenn die Schweizer aus diesen Stellungen vorrücken und sich einmal ins letzte Drittel des Spielfelds arbeiten konnten, spielten sie dort trotz einer wenig überzeugend scheinenden ersten Halbzeit sogar ganz gut. Einige Male gab es ordentliche Kombinationsansätze und einen Zentrumsfokus. 

Mehrfach gelangten sie nahe an die letzte Linie in passive Zwischenräume, aber waren sich dort des Potentials dieser Stellungen nicht bewusst und spielten nicht druckvoll genug weiter. 

Xhaka wegen Stocker wenig präsent

Vor allem waren es also eine gewisse Inkonsequenz bei ihren Überladungen und ausserdem Probleme mit der Rollenverteilung, die die Schweizer Ansätze in diesen Szenen zunichte machten. So musste beispielsweise Xhaka oft für den umtriebigen Stocker nach links ausweichen und war deshalb bis auf gelegentliches Zusammenspiel mit Shaqiri kaum präsent. 

Der Bayern-Spieler bewegte sich einige Male ins Zentrum und war dort an fast allen spielerisch guten Szenen des Teams direkt beteiligt, doch war auch dies nicht durchgehend gegeben. In der Spitze musste Drmic ebenso wie Xhaka viel ausweichen und konnte sich daher ebenso wenig beteiligen. Vor allem Stocker agierte allerdings unglücklich und konnte nur wenig Effektivität entwickeln, da er immer wieder etwas zu sehr an der letzten Linie und dort unbalanciert bei seinen Diagonalbewegungen agierte. 

BRASILIA, BRAZIL - JUNE 15: Valentin Stocker of Switzerland controls the ball against Carlos Gruezo of Ecuador during the 2014 FIFA World Cup Brazil Group E match between Switzerland and Ecuador at Estadio Nacional on June 15, 2014 in Brasilia, Brazil.  (Photo by Matthew Lewis/Getty Images)

Umtriebig, aber glücklos: Valentin Stocker. Bild: Getty Images South America

Wenn Xhaka und Shaqiri kurzzeitig auf links zusammenfanden und sich auch Inler einschaltete, entstanden die tendenziell besten Szenen, bei denen auch das Spiel in die Diagonale zielgerichteter genutzt wurde. Diese Ansätze hatten es aber besonders schwer, weil Ecuador geschickt verteidigte und die Schweizer Kombinationsversuche immer wieder mit unangenehmen, nahen Kompaktheiten abdrängte. Was doch durchkam, wurde von der anfangs starken Strafraumverteidigung oder dem sehr umsichtigen Gruezo auf der Sechs entschärft.  

Sui Ecu Spielverlagerung

Die Grundformationen in der ersten Halbzeit. Bild: watson

Ecuador enttäuscht vor der Pause trotz Führung im Aufbauspiel 

Dennoch waren die Schweizer in der ersten Halbzeit nicht wirklich das unterlegene Team. Schliesslich kontrollierten sie trotz ihrer Probleme das Spiel weitgehend ohne grössere Probleme, während die Ecuadorianer ihre schnellen Tempoangriffe kaum einmal entfesseln konnten. Entsprechend resultierte die südamerikanische Führung aus einer Standardsituation. Im Spielaufbau wussten die Blau-Gelben kaum zu überzeugen und nutzten das keinesfalls unüberwindbare, passive 4-4-1-1/4-2-3-1-Pressing der Schweizer nicht aus.  

epa04258910 Jefferson Montero of Ecuador (L) and Walter Ayovi of Ecuador in action during the FIFA World Cup 2014 group E preliminary round match between Switzerland and Ecuador at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil, 15 June 2014. 

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/ROBERT GHEMENT   EDITORIAL USE ONLY

Ecuador war ausser bei schnellen Kontern und Standards weitgehend ungefährlich. Bild: ROBERT GHEMENT/EPA/KEYSTONE

Immer wieder gab es ein schwaches Ausspielen und sinnlos überfrühte lange Bälle oder Verlagerungen bei Ecuador, die Hitzfelds Team die Verteidigung erleichterten. Allein durch vereinzelte Konter über die herausragende Dribbelstärke von Montero auf links oder durch seltenes Ausweichen von Caicedo hinter Rodríguez entwickelten sie ein wenig Gefahr. Allerdings kam das Ausweichen auch fast nur in der Anfangsphase zum Tragen, so dass bloss Aktionen über Montero blieben, der passenderweise den torbringenden Freistoss provozierte. 

Die Schweiz dreht das Spiel 

In der zweiten Halbzeit gelang den Schweizern durch den für Stocker eingewechselten Mehmedi der schnelle Ausgleich. Anschliessend öffnete sich das Spiel zwischen zwei 4-4-1-1-haften Ausrichtungen stärker und gewann an Tempo zwischen den Strafräumen. Während die Ecuadorianer immer wieder ihre schnellen Angriffe suchten und vor allem über Montero aufgrund des offenen Spielcharakters auch zu Möglichkeiten kamen, attackierten die Schweizer ebenfalls direkter über die linke Aussenbahn mit Mehmedi.  

Switzerland's Admir Mehmedi celebrates after scoring a goal during their 2014 World Cup Group E soccer match against Ecuador at the Brasilia national stadium in Brasilia, June 15, 2014. REUTERS/Paul Hanna (BRAZIL  - Tags: SPORT SOCCER TPX IMAGES OF THE DAY WORLD CUP)

Admir Mehmedi spielte direkter über die linke Aussenbahn. Bild: PAUL HANNA/REUTERS

Zudem fand der nun meistens als Zehner (für den nach rechts gewechselten Xhaka) agierende Shaqiri einige Male Raum hinter dem gegnerischen Mittelfeld, das von Gruezo aber noch zusammengehalten werden konnte. Beim Siegtor in der Nachspielzeit wurde aber auch dieser überspielt und Behrami, der trotz Fouls einfach weiterlief, konnte mit einem Sprint durch die offenen Räume die entscheidende Überzahl auf links vorbereiten. 

So gewann die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld einen in der zweiten Halbzeit über weite Strecken offener gewordenen Match, weil sie die Räume kraftvoller und effektiver nutzten. Dennoch hatten sie ihr Ballbesitzspiel nicht vergessen und auch zuvor noch die eine oder andere Gelegenheit gehabt.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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Ein Drei- oder gar Vierkampf um den Titel? Endlich ist die Super League wieder spannend

Dank dem 3:0-Sieg des FC Basel gegen Meister YB und dem nächsten Erfolg des FC St.Gallen (4:1 in Luzern) ist die Spitze der Super League zusammengerückt. Drei Teams sind nur durch zwei Punkte getrennt. Diese Konstellation gab es schon lange nicht mehr.

Die erste Kerze am Adventskranz brennt – und die Super League ist an der Spitze so spannend wie seit Jahren nicht mehr:

Drei Teams sind nur durch zwei Punkte getrennt, weil Basel den Young Boys im Spitzkampf keine Chance liess und weil Peter Zeidlers junger FC St.Gallen nach wie vor die positive Überraschung der Saison ist. Hinzu kommt als vierte Kraft der formstarke und ambitionierte FC Zürich, der Sieg an Sieg reiht und sich nach vorne orientieren kann.

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