Sport
Super League

VAR: Steffen muss mit der Bahre vom Feld – und sieht dort liegend Rot

Renato Steffen (LUG) accompanied by a stretcher after his injury, after a crash during the Super League soccer match FC Lugano against FC Lausanne Sport, at the Cornaredo Stadium in Lugano, Wednesday, ...
Für Renato Steffen endete der Abend schmerzhaft und mit einem Platzverweis.Bild: keystone

Steffen muss mit der Trage vom Feld – und sieht dort liegend Rot

Das sieht man auch nicht alle Tage. Luganos Renato Steffen verletzt sich gegen Lausanne und kassiert, während er vom Platz getragen wird, einen Platzverweis.
18.09.2025, 07:3718.09.2025, 21:30

Beim 1:1 zwischen Lugano und Lausanne-Sport, einem Duell zweier Krisenklubs, hat der Schiedsrichter alle Hände voll zu tun.

In der Nachspielzeit steigt Renato Steffen überhart gegen den Waadtländer Keeper Karlo Letica ein. Zunächst sieht der 33-Jährige für das Foul die Gelbe Karte. Während Steffen vom Platz getragen wird, schaut sich Schiedsrichter Urs Schnyder auf dem Monitor am Spielfeldrand die Szene noch einmal an.

Der Unparteiische gelangt zum Urteil: Gelb reicht nicht. Also korrigiert er seinen Entscheid und zeigt dem auf der Trage liegenden Steffen die Rote Karte. Der Ex-Nationalspieler wird Lugano nach dem Urteil der Liga am Donnerstagmorgen für zwei Spiele fehlen – und je nach Schwere seiner Verletzung noch länger.

Schnyder zog sich zuvor schon den Unmut der Tessiner zu. Lausannes Karim Sow hatte Gelb-Rot gesehen, doch weil vor der zweiten Verwarnung (für ein Foul an Steffen) eine Offsideposition vorlag, nahm Schnyder diese nach VAR-Intervention zurück. Sow, schon fast in der Kabine, durfte wieder aufs Feld und Lausanne zu elft weiterspielen.

Lugano regte sich darüber auf, dass Gelbe Karten eigentlich keine VAR-Intervention erlauben. Schnyder erklärte dem SRF, weshalb er trotzdem an den Bildschirm gerufen wurde.

Der VAR habe wegen einer möglichen Notbremse angeschaut, ob es nicht eher Rot statt Gelb sei. «Ich habe dann gesehen, dass es direkt Rot war. Aber wir haben auch festgestellt, dass am Ursprung der Aktion ein Abseits von Steffen vorlag und das ist die richtige Entscheidung. Daher gab es keine direkte Rote Karte und auch keine zweite Gelbe Karte.» Lugano habe bei ihm einen Protest deponiert, sagte Schnyder weiter, nun müsse die Disziplinarkommission über diesen befinden.

Das 1:1 bringt kein Team entscheidend weiter. Lausanne hat nach zuletzt vier Niederlagen wenigstens wieder einmal einen Zähler geholt. Doch damit bleibt der Conference-League-Teilnehmer punktgleich mit dem FC Lugano auf dem vorletzten Platz.

Lugano – Lausanne-Sport 1:1 (1:0)
2898 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 13. Behrens (Daniel Dos Santos) 1:0. 51. Lekoueiry (Soppy) 1:1.
Lugano: von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, El Wafi (57. Brault-Guillard); Cimignani (57. Bottani), Grgic, Bislimi (81. Cassano; 97. Doumbia), Martim Marques; Steffen, Behrens, Daniel Dos Santos (57. Mahmoud).
Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Sow, Okoh, Poaty (81. Fofana); Roche (14. Mouanga); Lekoueiry (81. Ajdini), Sigua, Custodio; Bair, Kana Biyik (60. Butler-Oyedeji).
Bemerkungen: 91. Rote Karte gegen Steffen (grobes Foul). Verwarnungen: 22. Sow, 55. Soppy, 78. Okoh, 86. Martim Marques. (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle Super-League-Teams der Woche in der Saison 2025/26
1 / 16
Alle Super-League-Teams der Woche in der Saison 2025/26
quelle: sofascore / sofascore
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Wie schwierig ist es, einen scheiss Namen zu googeln?!»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
38 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
RichiZueri
18.09.2025 08:14registriert September 2019
Rot ist nun mal Rot, ob sich Steffen bei dieser dämlichen Aktion nun vorab verletzt hat oder nicht.
330
Melden
Zum Kommentar
avatar
Oliver01
18.09.2025 09:19registriert Februar 2023
Rot gibt Rot - auch wenn man sich beim Foul selber verletzt hat.
220
Melden
Zum Kommentar
38
Jünger war keine Nummer 1 – Hingis erklimmt mit 16 erstmals den Tennis-Thron
31. März 1997: Martina Hingis feiert in Key Biscayne gegen Monica Seles den 30. Sieg in Folge seit Anfang Jahr. Zwei Tage danach wird sie mit 16 Jahren, 6 Monaten die jüngste Nummer 1 der Welt.
Diesen Rekord wird Martina Hingis wohl nie mehr verlieren. Denn 1995 hatte die Womens Tennis Association (WTA) die Regeln geändert. Jugendliche durften fortan auf der WTA-Tour vor ihrem 16. Geburtstag nur noch eingeschränkt mitspielen. Hingis profitierte als Letzte von Übergangsbestimmungen. Sie durfte mit 15 mehr Turniere bestreiten als die gleichaltrige Venus Williams oder die um ein Jahr jüngere Serena Williams, denn die hatten vor der Einführung der neuen Regeln noch kein Profiturnier gespielt.
Zur Story