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Trump: «Am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen»

President Donald Trump gestures after stepping off Air Force One, Sunday, March 29, 2026, at Joint Base Andrews, Md. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
US-Präsident Donald Trump würde sich gerne beim iranischen Öl bedienen.Bild: keystone

Trump: «Am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen»

US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. Er spricht auch offen über eine Eroberung der Ölinsel Charg.
30.03.2026, 06:4930.03.2026, 12:30

«Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen», sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung «Financial Times» (FT). Er fügte demnach hinzu: «Aber einige dumme Leute in den USA sagen: »Warum tust du das?« Aber das sind dumme Leute.»

Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.

Trump: Haben viele Optionen

Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10'000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. «Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen», wurde Trump von der FT zitiert.

«Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.»

Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortete er:

«Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.»

Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.

«Wir haben noch etwa 3'000 Ziele übrig»

Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr nachts Schweizer Zeit ab.

Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Strasse von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen. «Wir haben noch etwa 3000 Ziele übrig – wir haben 13'000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns», wurde er zitiert. «Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen», meinte er demnach.

Der US-Präsident hatte bereits kurz nach dem Beginn des Kriegs einen Sieg verkündet. Doch die USA tun sich in den seit mittlerweile einem Monat andauernden Kämpfen schwer, tatsächlich eine Entscheidung herbeizuführen. Das iranische Regime hat mit der Blockade der Strasse von Hormus für weltweit schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft gesorgt.

(sda/dpa/con)

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