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Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Einsatz im Libanon

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Einsatz im Libanon +++ Raketenangriff Irans auf Israel

21.03.2026, 15:2330.03.2026, 22:32
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22:29
Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Einsatz im Libanon
Zwei Soldaten der internationalen UN-Friedenstruppe (Unifil) sind im Libanon bei einer Explosion ums Leben gekommen. Zwei weitere Blauhelmsoldaten seien verletzt worden, einer davon schwer, gab die Mission bekannt. Die Explosion, bei der ihr Fahrzeug zerstört wurde, ereignete sich demnach in der Nähe von Bani Haian im Südlibanon.

Die Mission gerät derzeit zwischen die Fronten der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und dem israelischen Militär. Die Mission teilte allerdings nicht mit, ob die jüngste Explosion mit der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hisbollah zusammenhing.

Nach Unifil-Angaben ist der Zwischenfall der zweite innerhalb von 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe sterben. Erst am Sonntag war ein indonesischer Blauhelmsoldat bei einer Explosion getötet worden. (sda)
22:28
Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel
Israel hat am Abend einen erneuten iranischen Raketenangriff gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Grossraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal «ynet» teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus dem Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben. (sda/dpa)
19:59
Todesstrafe für Terroristen: Israels Parlament stimmt zu
Das israelische Parlament hat einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen gebilligt. 62 der 120 Abgeordneten der Knesset stimmten in dritter Lesung für den Vorstoss, der als rassistisch kritisiert wird, weil er de facto nur Palästinenser betrifft. (sda/dpa)
18:46
Iran: Derzeit keine Gespräche mit US-Regierung
Der Iran führt nach Angaben des Aussenministeriums derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe über Vermittler wie Pakistan Botschaften erhalten. Die US-Seite habe dabei «überzogene, unrealistische und unvernünftige Forderungen» gestellt. Baghai stellte zugleich die Glaubwürdigkeit der US-Regierung infrage. Wenn Washington von Verhandlungen und Diplomatie rede, müsse man prüfen, wie ernst und glaubwürdig man solche Äusserungen überhaupt nehmen könne. (sda/dpa)
18:42
EU weitet Marineeinsatz im Nahen Osten aus
Die EU weitet ihre Marineeinsätze im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean aus, wird sich aber vorerst nicht an möglichen Einsätzen zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus beteiligen. Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, sieht eine Ergänzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge künftig auch Informationen über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können. Zudem soll es unter anderem Ausbildungsaktivitäten für die Seestreitkräfte Dschibutis und eine Zusammenarbeit mit der jemenitischen Küstenwache geben.

Bei den EU-Marineeinsätzen geht es um die Operationen «Aspides» und «Atalanta». «Aspides» war Mitte 2024 gestartet worden und soll Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen schützen. «Atalanta» gibt es bereits seit 2008. Sie wurde zur Bekämpfung der Piraterie in der Region gestartet. (sda/dpa)
18:39
Mehrere Blauhelmsoldaten im Libanon nach Explosion verletzt
Erneut sind UN-Blauhelmsoldaten beim Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion seien einige Soldaten der UN-Friedenstruppe Unifil verletzt worden, ihr Fahrzeug sei schwer beschädigt worden, teilte Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel mit. Zunächst wurde nicht mitgeteilt, wie viele Soldaten verletzt wurden. Zwei Soldaten konnten demnach jedoch zunächst nicht geborgen worden, da Sicherheitsgarantien für das Gebiet fehlten.

«Nach Absprache mit libanesischen und israelischen Behörden ist ein Team in das Gebiet unterwegs, um die Evakuierung abzuschliessen», sagte Ardiel. Nach Unifil-Angaben ist die Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten. (sda/dpa)
16:57
Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen
In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hiess es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.

Es ist der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die Nato hatte die bisherigen Abfang-Aktionen bestätigt.

Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben. (sda/dpa)
16:55
Iran will Botschafter nicht aus dem Libanon abziehen
Trotz einer Ausweisung der Behörden im Libanon will der iranische Botschafter das Land nicht verlassen. Der Botschafter in Beirut werde seine Arbeit fortsetzen und an seinem Einsatzort bleiben.

Das sagte der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das libanesische Aussenministerium wollte sich zu der Angelegenheit auf Nachfrage zunächst nicht äussern.

Das libanesische Aussenministerium hatte den iranischen Botschafter im Land Mohammed Resa Scheibani vergangene Woche zur Persona non grata erklärt. Er hätte das Land eigentlich bis gestern verlassen sollen. (sda/dpa)
13:58
Trump spricht von Fortschritten und droht dennoch
Die USA sollen offenbar mit einem «neuen und vernünftigeren» Regime im Iran verhandeln. Dies schreibt Präsident Donald Trump auf Truth Social. Es seien «grosse Fortschritte» erzielt worden, so Trump weiter. Gleichzeitig droht er dem Land aber: Sollte es nicht in Kürze einen Deal geben, welchen er erwarte, werde es Vergeltung geben: «Dann werden wir unseren schönen Aufenthalt im Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Kharg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig auslöschen, die wir absichtlich noch nicht angetastet haben.» (dab)

10:39
Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg
Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Massnahme «ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstösst, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen», erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders «Cadena Ser».

Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Grossbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung «El País» und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.

Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels. Sánchez sagt immer wieder: «Nein zum Krieg!». Bereits kurz nach dem Beginn des Krieges hatte der sozialistische Politiker vor knapp einem Monat den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen den Iran untersagt. Diese Stützpunkte in Andalusien im Süden des Landes werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA betrieben. (sda/dpa)
10:05
Iran bestätigt Tötung von Marine-Kommandeur
Der Iran hat die Tötung eines wichtigen Marinekommandeurs bestätigt. Die einflussreichen Revolutionsgarden berichteten vom «Märtyrertod» ihres Marinekommandeurs, Konteradmiral Aliresa Tangsiri.

In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung bezeichneten sie ihn als «Kämpfer auf dem Wege Gottes» und «grossen Helden». Israel hatte Tangsiri nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Mittwoch getötet. (sda/dpa)

10:04
Iran weist 1200 Staatsbürger der Emirate aus
Vor dem Hintergrund des Kriegs weist die iranische Regierung 1200 Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate aus. Ihre Aufenthaltstitel seien aufgehoben worden, berichtete das Onlineportal Nurnews unter Berufung auf die Justiz.

Sie seien angewiesen, den Iran innerhalb von einer Woche zu verlassen. Zuvor hatten die Emirate ihrerseits Iranerinnen und Iraner zur Ausreise gezwungen.

Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und den Emiraten sind nach Kriegsbeginn eskaliert. Seitdem feuern die iranischen Streitkräfte im Rahmen ihrer Vergeltungsangriffe fast täglich auf Ziele im Golfstaat. (sda/dpa)
7:54
Australien halbiert Spritsteuer – Entlastung für Verbraucher
Australien halbiert angesichts steigender Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten vorübergehend die Kraftstoffsteuer. Für zunächst drei Monate sollen Benzin und Diesel dadurch um rund 26 Cent (ca. 14 Rappen) pro Liter günstiger werden, wie Premierminister Anthony Albanese mitteilte.

Zusätzlich wird die Abgabe für schwere Nutzfahrzeuge in diesem Zeitraum auf null gesenkt. Dafür greift die Regierung tief in die Tasche: Die Massnahmen kosten den Staat nach Angaben von Finanzminister Jim Chalmers rund 2,55 Milliarden australische Dollar (ca. 1,4 Milliarden Franken) und sollen vor allem Haushalte sowie Unternehmen entlasten.

Notfallplan verabschiedet
Parallel dazu verabschiedete die Regierung gemeinsam mit den Bundesstaaten einen nationalen Plan zur Sicherung der Kraftstoffversorgung. Dieser sieht mehrere Eskalationsstufen vor, von der Planung über gezielte Eingriffe bis hin zur Absicherung kritischer Dienstleistungen und Infrastruktur.

Hintergrund sind stark gestiegene Preise und eine erhöhte Nachfrage nach Treibstoff. Der Krieg im Nahen Osten belaste die Weltwirtschaft erheblich, sagte Chalmers. Ziel der Regierung sei es, die Auswirkungen auf Verbraucher abzufedern und die Wirtschaft stabil zu halten. Besonders Menschen in ländlichen Regionen würden profitieren, weil sie stärker auf das Auto angewiesen seien. Zugleich rief Albanese dazu auf, geplante Reisen etwa über die Osterfeiertage nicht abzusagen.

Warum ist Australien besonders anfällig?
Australien gilt als besonders anfällig für globale Lieferstörungen, weil das Land einen Grossteil seines Treibstoffs importiert und nur über vergleichsweise geringe strategische Reserven verfügt. Unterbrechungen wichtiger Handelsrouten wie der vom Iran blockierten Strasse von Hormus wirken sich daher schnell auf Preise und Versorgung aus. Wegen der Krise hatte die Regierung zuletzt bereits angekündigt, vorübergehend seine Benzin-Standards zu lockern. Es dürfen jetzt wieder Kraftstoffe mit höherem Schwefelgehalt verkauft werden. (sda/dpa)
7:50
Golfstaaten melden erneuten Beschuss
Kuwait und andere Golfstaaten stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen.

Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen erneut fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilte.

Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden. (sda/dpa)
7:39
Israels Armee setzt Angriffe in Teheran fort
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Iran fort. Es werde «militärische Infrastruktur» in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, das US-Militär habe «viele seit langem verfolgte Ziele» im Iran angegriffen und zerstört. Israel und die USA hatten ihren gemeinsamen Krieg gegen die Islamische Republik vor gut einem Monat begonnen. (sda/dpa)
3:34
Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet
Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte. «Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren», mahnte die Mission der Vereinten Nationen.

Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter.

Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten.

Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt. (sda/dpa)


Ein italienischer UN-Soldat im Libanon.
3:32
IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen
Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hiess es. (sda/dpa)
2:55
Israels Armee: Erneut Drohnen der Huthi-Miliz abgefangen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.

Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.

Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemens und erhält von der iranischen Führung militärische Unterstützung. Während des Gaza-Kriegs hatte sie Israel regelmässig beschossen, aber auch im Roten Meer und dem sich südlich anschliessenden Golf von Aden Handelsschiffe attackiert. (sda/dpa)
22:02
Iran: Stromversorgung in Teheran wurde angegriffen
Aus dem Iran wurden am Abend (Ortszeit) erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kam es am Abend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.

Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle. (sda/dpa)
21:48
Netanjahu ordnet Ausweitung der «Sicherheitszone» im Libanon an
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Militär angewiesen, die bestehende Sicherheitszone im Süden des Libanon weiter auszudehnen. Ziel sei es, die Bedrohung durch die Hisbollah dauerhaft einzudämmen und Angriffe nahe der Grenze zu verhindern.



Details zum genauen Ausmass nannte Netanjahu nicht. Zuletzt hatte Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, die Zone solle bis zum Litani-Fluss reichen – ein Gebiet, das etwa ein Zehntel des Libanon umfasst.

In der Region kommt es weiterhin zu Gefechten zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Kämpfern. Dabei wurden laut Armee mehrere Mitglieder der Miliz getötet, zudem fiel ein weiterer israelischer Soldat. (mke)
21:45
Roter Halbmond: Über 100.000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt
Bei den israelisch‐amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40.000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilte der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.

Zur Zahl der Todesopfer gibt es keine aktuellen Angaben. Das iranische Gesundheitsministerium teilte Anfang der Woche mit, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar dieses Jahres mehr als 1.900 Menschen getötet worden seien, darunter 240 Frauen und über 200 Kinder. In derselben Zeitspanne seien zudem mehr als 24.800 Menschen verletzt worden. (sda/dpa)
20:47
Pakistan bereit zu baldiger Ausrichtung von Iran-Gesprächen
Pakistan hat sich bereiterklärt, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Das teilte der pakistanische Aussenminister, Ishaq Dar, am Abend (Ortszeit) mit. «Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen», hiess es.



Pakistan sei sehr erfreut darüber, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler bei diesen Gesprächen zum Ausdruck gebracht hätten. Auch China unterstütze uneingeschränkt Pakistans Initiative, Gespräche zwischen dem Iran und den USA zu veranstalten, hiess es weiter.

Davor hatte Dar die Aussenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu Gesprächen über den Iran-Krieg in Islamabad empfangen. Dazu hiess es von Dar, man habe sehr ausführlich über die aktuelle Lage in der Region gesprochen. Man habe zudem mögliche Wege zu einem baldigen und dauerhaften Ende des Krieges in der Region erörtert. (sda/dpa)
20:41
Neue Botschaft von Irans Führer – aber kein öffentlicher Auftritt
Iranische Medien berichten über eine weitere Botschaft, die dem neuen obersten Führer Mojtaba Khamenei zugeschrieben wird. Darin dankt er irakischen Geistlichen und der Bevölkerung für ihre Unterstützung im Konflikt mit den USA und Israel.

Seit seiner Ernennung Anfang März ist Khamenei jedoch weder öffentlich aufgetreten noch im Staatsfernsehen zu sehen gewesen. Mehrere Mitteilungen wurden lediglich schriftlich verbreitet.

Während US-Präsident Donald Trump behauptet, Khamenei sei möglicherweise schwer verletzt oder tot, spricht Irans UN-Botschafter von «Sicherheitsgründen» für sein Fernbleiben. Israel hatte zuvor angekündigt, den neuen Führer gezielt ins Visier zu nehmen. (mke)

20:37
Brand in Industriezone in Israel unter Kontrolle
Ein Feuer in der Industriezone Neot Hovav im Süden Israels ist laut Feuerwehr inzwischen unter Kontrolle. «Grosse Einsatzkräfte sind vor Ort, die Lage ist unter Kontrolle», sagte Feuerwehrchef Eyal Kaspi.

Zuvor war der Brand als Gefahrgut-Ereignis eingestuft worden. Das israelische Militär vermutete, dass Raketenteile den Brand ausgelöst haben könnten. (mke)


15:38
Kirchenvertreter in Jerusalem an Zutritt zu Grabeskirche gehindert
Der höchste Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, ist von der israelischen Polizei am Zugang zur Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem gehindert worden. Der Italiener Pizzaballa habe in der Kirche die traditionelle Messe zum Palmsonntag feiern wollen, sei aber von israelischen Polizisten angehalten und zur Umkehr aufgefordert worden, teilte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem mit.

Mit ihm sei zudem der Kustos im Heiligen Land, Francesco Ielpo, gewesen. Der Franziskaner ist der oberste Wächter der Heiligen Stätten, einschliesslich der Grabeskirche. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem bezeichnete den Vorfall als «schwerwiegenden Präzedenzfall», der die Gefühle von zahlreichen Menschen weltweit missachte, die in dieser Woche nach Jerusalem blicken.

Von der israelischen Polizei gab es zu dem Vorfall auf Anfrage zunächst keine Angaben. Das Lateinische Patriarchat betonte jedoch, Pizzaballa und Ielpo hätten sich an alle seit Beginn des Iran-Kriegs auferlegten Beschränkungen gehalten. Sie seien «privat und ohne jegliche Merkmale einer Prozession», wie eigentlich am Palmsonntag üblich, unterwegs zur Kirche gewesen, hiess es.
15:30
Iran warnt USA vor Einsatz von Bodentruppen
Der Iran hat die USA vor einer Bodenoffensive gewarnt. «Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten», sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Der Iran sei sich sicher, dass er die USA bestrafen und zur Reue bewegen könne, sodass diese es nicht mehr wagen würden, das Land anzugreifen. Man befinde sich in einem «grossen Weltkrieg», so Ghalibaf.

Er äusserte sich zudem skeptisch zu Vermittlungsversuchen. Die USA signalisierten Verhandlungsbereitschaft, planten aber heimlich eine Bodenoffensive, so Ghalibaf. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte sagte dem Staatssender Irib zufolge, eine Bodenoffensive oder Besetzung eines Teils des iranischen Territoriums sei ein «Wunschtraum», man warte nur auf solch eine Aktion.

Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass das US-Militär Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet hat. Zugleich bemühen sich Pakistan, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei bei einem Treffen der Aussenminister in Islamabad um Deeskalation. (sda/dpa)
14:42
Golfstaaten melden weitere Angriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere regionale Nachbarn am Golf stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Flugabwehr habe heute 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldete das emiratische Verteidigungsministerium. Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1.900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt.

Die Streitkräfte im kleinen Golfstaat Bahrain teilten mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden. In Bahrain wie auch in Kuwait ertönten heute wieder die Warnsirenen wegen der laufenden Angriffe, mit dem der Iran auf Militärschläge der USA und Israels reagiert.

Auch Saudi-Arabien wehrt weiterhin Angriffe ab. In der Nacht und am frühen Morgen seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das saudische Verteidigungsministerium mit. (sda/dpa)
12:52
Syrien: Drohnenangriff auf US-Basis aus dem Irak abgewehrt
Die syrischen Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine US-Militärbasis aus dem Irak abgewehrt. Vier Drohnen aus dem Irak hätten den US-Stützpunkt angegriffen, teilte der stellvertretende Verteidigungsminister Sipan Himo heute mit. «Wir betrachten den Irak als verantwortlich und rufen dazu auf, eine Wiederholung von Angriffen zu verhindern, die unsere Stabilität gefährden.»

Die Lage im Irak, der an den Iran grenzt, ist im Zuge des Kriegs in Nahost ebenfalls eskaliert. Dort kommt es sowohl zu Angriffen des US-Militärs auf mit dem Iran verbündete Milizen als auch zu Angriffen dieser Milizen auf Ziele der USA, darunter diplomatische Vertretungen und Stützpunkte. Der Irak grenzt im Nordwesten auch an Syrien. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein und trat bisher nicht öffentlich auf.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.
  • Zuletzt rückte die Strasse von Hormus in den Fokus, ein wichtiges Nadelöhr für den weltweiten Ölhandel. Mit deren Teilsperrung durch den Iran ist der Ölpreis massiv angestiegen. Die USA versuchen eine Öffnung der Strasse unter der Androhung schwererer Angriffe zu erzwingen.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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650 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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