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epa07608547 Anna Tatishvili of the USA plays Maria Sakkari of Greece during their women’s first round match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 28 May 2019.  EPA/YOAN VALAT

Anna Tatischwili kassiert eine saftige Busse Bild: EPA

Diese US-Spielerin muss ihr gesamtes French-Open-Preisgeld abgeben



Einmal im Leben ein Hauptrunden-Match bei einem Grand Slam zu spielen – das ist der Traum von so manchem Tennisspieler. Da würde man sein Letztes geben. Oder etwa nicht?

Nein.

Zumindest, wenn es nach dem Schiedsrichter der Erstrundenpartie zwischen Maria Sakkari und der US-Amerikanerin Anna Tatischwili ging. Die aufstrebende Griechin liess ihrer Gegnerin dabei nämlich keine Chance und fegte sie mit 0:6, 1:6 vom Platz. Wobei ein «Wegfegen» gar nicht nötig war, denn von Tatischwili kam kaum Gegenwehr.

Zu wenig Gegenwehr, wie der Internationale Tennisverband (ITF) jetzt entschieden hat. Die 29-Jährige muss ihr ganzes Preisgeld von rund 50'000 Schweizer Franken wieder abgeben. Der Referee hat beim Verband nach der Partie nämlich einen Bericht eingereicht und Tatischwili «mangelndes professionelles Verhalten» vorgeworfen.

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Ein häufiges Bild: Tatischwili muss die Aufschlagbewegung wegen eines schlechten Aufwurfs abbrechen. Video: streamable

Wie es der Zufall will, war ich vor wenigen Tagen in Paris und habe genau diese Partie aus nächster Nähe verfolgt. Mein Kollege und ich haben uns auch gefragt, was Tatischwili auf diesem Niveau verloren hat. Immer wieder musste sie die Aufschlagbewegung wegen schlechten Aufwürfen abbrechen. Wenn der erste Aufschlag mit über 130 km/h kam, war das schon schnell. Stoppbälle der Gegnerin versuchte die Amerikanerin gar nicht erst zu erlaufen. Wir vermuteten, dass ein körperliches Problem vorgelegen haben musste. Dass es einfach nur mangelnde Motivation sein könnte, daran haben wir gar nicht gedacht.

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Sakkari schlägt gegen Tatischwili einen einfachen Winner. Video: streamable

Tatischwili war einst die Nummer 50 der Welt. Seit Oktober 2017 hat sie aus Verletzungsgründen aber kein WTA-Spiel mehr bestritten. In Paris nutzte sie ihr geschütztes Ranking, um im Hauptfeld auftreten zu können. Gegen den Entscheid kann die Spielerin bis zehn Tage nach Verkündung Rekurs einlegen. In diesem Fall gäbe es eine detaillierte Untersuchung.

Die besten Bilder des French Open 2019

Apropos Tennis und Geld:

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 04.06.2019 02:20
    Highlight Highlight Die hat doch ihre karriere an den nagel gehängt und wollte noch schnell abkassieren, da das rating geschützt war. Ging wohl nach hinten los.
  • Hans Franz 03.06.2019 17:12
    Highlight Highlight 51'520$ für ein Erstrundenspiel?
    • jjjj 03.06.2019 19:20
      Highlight Highlight Absolut fair. Google mal nach Preisgeld Tennis. Du wirst schnell herausfinden, dass es ausserhalb der Top 100 schnell mal in richtung workong poor geht...
    • jjjj 03.06.2019 19:36
      Highlight Highlight * working
    • Hans Franz 03.06.2019 20:03
      Highlight Highlight Als Startgeld finde ich dies mehr als fair. Vor allem war sie Ende 2018 797te in der WTA Rangliste!

      https://www.coretennis.net/tennis-player/anna-tatishvili/7034/ranking.html

      Ja, sie hatte im Jan '18 eine Operation und spielte jetzt das Erste mal wieder. Um so verwunderlich das man da so viel Geld bekommt

    Weitere Antworten anzeigen
  • Neruda 03.06.2019 16:50
    Highlight Highlight Haha wenn das im Fussball Schule machen würde, müssten die pro Saison auch auf die hälfte des Lohns verzichten 😁 Bei GC diese Saison auf 98% des Lohns 😂

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