Berthod verrät: «Vor der Kitz-Premiere habe ich in den Hotellift gekotzt»
Die 3,3 Kilometer lange Streif in Kitzbühel gilt als schwierigste Abfahrt der Welt. Wer hier siegt, ist ein König des Skisports. In diesem Jahr versucht Marco Odermatt, der aktuelle Dominator der Szene, endlich auch die Hahnenkamm-Abfahrt zu gewinnen. Es ist eine der letzten Lücken in seinem beeindruckenden Palmarès.
Wie es einem Fahrer ergeht, der erstmals auf dieser Piste antritt, erzählte Marc Berthod. Im «Podcast am Pistenrand» sprach er über seine grosse Nervosität, damals als 24-Jähriger:
Als Co-Moderatorin Tina Weirather ihn fragte, wovor er in Kitzbühel am meisten Angst gehabt habe, nannte Berthod den Start. «Nur schon dort zu starten. Ich durfte dem Fahrer vor mir nie zuschauen, denn ich hatte immer das Gefühl, dass der sich umbringt», erzählt Berthod. «Der startet los, springt über die Mausefalle und ist einfach weg.»
Piste dieses Jahr weniger eisig
Bei seiner ersten Trainingsfahrt, 2008, war es extrem eisig. Der Bündner schwang ab und sagte damals: «Diese Fahrt war meine letzte. Momentan fehlt mir das Selbstvertrauen, um da hinunterzufahren. Vielleicht versuche ich es später wieder einmal.» Erst 2013 und 2014 kehrte Berthod nach Kitzbühel zurück, in den Rennen wurde er 40. und 41.
Seine Nachfolger erwartet in diesem Jahr immerhin eine vergleichsweise ruhige Piste. Sie ist weniger eisig als in anderen Jahren, was es einfacher macht, heil herunterzukommen. Am Freitag (11.30 Uhr) findet ein Super-G statt, am Samstag (11.30 Uhr) geht es dann um den Sieg in der Hahnenkamm-Abfahrt und am Sonntag (10.30 und 13.30 Uhr) ist der Slalom auf dem Ganslernhang. (ram)
