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US Open: Zverev besiegt Sinner und schmeisst Fan nach Nazispruch raus

epa10840525 Carlos Alcaraz of Spain reacts to gaining a point to Matteo Arnaldi of Italy during their fourth round match at the US Open Tennis Championships at the USTA National Tennis Center in Flush ...
Carlos Alcaraz steht am US Open im Viertelfinal.Bild: keystone

Zverev ringt Sinner nieder und lässt Fan nach Nazispruch rauswerfen +++ Auch Alcaraz siegt

05.09.2023, 08:0105.09.2023, 10:19
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Alcaraz bodigt Überraschungsmann

Carlos Alcaraz macht einen weiteren Schritt zur angestrebten erfolgreichen Titelverteidigung beim US Open. Der 20-jährige Spanier setzte sich ohne grössere Mühe 6:3, 6:3, 6:4 gegen den italienischen Überraschungsmann Matteo Arnaldi durch. Dieser stand in New York bei seiner dritten Grand-Slam-Teilnahme überhaupt erstmals in den Achtelfinals. Nun kommen auf den Spanier heiklere Aufgaben zu. Alcaraz trifft in den Viertelfinals auf Alexander Zverev.

Keys schaltet Pegula aus

Die Amerikanerin Madison Keys, Weltranglisten-17. und Finalistin von 2017, deklassierte die stärker eingestufte Landsfrau Jessica Pegula 6:1, 6:3. Keys, die seit ihrem Halbfinal-Einzug 2018 in Flushing Meadows nicht mehr über die Achtelfinals hinausgekommen war, trifft nun in den Viertelfinals auf die Tschechin Marketa Vondrousova, die Siegerin des diesjährigen Turniers in Wimbledon.

Zverev ringt Sinner nieder

Alexander Zverev hat in einem Tennis-Krimi zum dritten Mal nacheinander die Viertelfinals bei den US Open erreicht. Der Deutsche setzte sich in der Nacht auf Dienstag nach 4:41 Stunden mit 6:4, 3:6, 6:2, 4:6 und 6:3 gegen den leicht favorisierten Italiener Jannik Sinner durch. Zverev trifft nun auf Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien. Für den 26-jährigen Zverev ist es die zehnte Viertelfinalteilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier.

Während des Spiels gab es einen Zwischenfall auf der Tribüne. «Er hat gerade den berühmtesten Hitler-Satz gesagt, den es gibt. Das ist inakzeptabel», erboste sich Zverev zum Start des vierten Satzes. Schiedsrichter James Keothavong probierte sofort, den Fan im Stadion ausfindig zu machen. Beim nächsten Seitenwechsel wurde dann tatsächlich ein Mann von Sicherheitsleuten von den Rängen entfernt.

Vorjahresfinalistin Jabeur scheitert

Die Weltranglistenfünfte Ons Jabeur ist als nächste Titelanwärterin bei den US Open in den Achtelfinals gescheitert. Die 29-jährige Tunesierin unterlag in der Nacht auf Dienstag der Chinesin Zheng Qinwen in 82 Minuten mit 2:6 und 4:6. Jabeur hatte im vergangenen Jahr beim Grand-Slam-Turnier in New York den Final erreicht. Zuvor waren bereits die topgesetzte Polin Iga Swiatek und die Weltranglistendritte Jessica Pegula aus den USA in der Runde der besten 16 ausgeschieden.

Ons Jabeur, of Tunisia, returns a shot to Qinwen Zheng, of China, during the fourth round of the U.S. Open tennis championships, Monday, Sept. 4, 2023, in New York. (AP Photo/Eduardo Munoz Alvarez)
Ons Jabeur verabschiedet sich aus dem Turnier.Bild: keystone

Jabeur hatte im Turnierverlauf über eine Grippe geklagt und wirkte bei allen Auftritten angeschlagen. Die 20-jährige Zheng steht erstmals in ihrer Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier in den Viertelfinals. Sie trifft nun auf die Belarussin Aryna Sabalenka, die nach dem Turnier neue Weltranglistenerste wird und gegen die Russin Darja Kassatkina problemlos 6:1 und 6:3 gewann.

Duell der russischen Freunde

Die russischen Freunde Daniil Medwedew und Andrej Rublew treffen in den Viertelfinals der US Open aufeinander. Medwedew gewann seinen Achtelfinal in der Nacht auf Dienstag gegen den Australier Alex de Minaur nach anfänglichen Problemen mit 2:6, 6:4, 6:1 und 6:2. Zuvor hatte Rublew den Briten Jack Draper 6:3, 3:6, 6:3 und 6:4 bezwungen.

Medwedew hatte 2021 den Titel beim Grand-Slam-Turnier in New York gewonnen und steht nun zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren mindestens in den Viertelfinals. Rublew erreichte zum vierten Mal in seiner Karriere die Runde der besten Acht bei den US Open. Für einen Halbfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier reichte es jedoch noch nie.

(rbu/lak/sda/dpa)

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