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Unglücksrabe Lewin wird abtransportiert.
Unglücksrabe Lewin wird abtransportiert.Bild: EPA
Unvergessen

Englands Physio verletzt sich beim Jubeln so schwer, dass die WM für ihn vorbei ist

14. Juni 2014: An der Fussball-WM in Brasilien feiert Gary Lewin Englands 1:1 gegen Italien so überschwänglich, dass er sich dabei schwer verletzt. Ausgerechnet Lewin! Denn er ist eigentlich dafür zuständig, dass sich kein Engländer verletzt.
14.06.2022, 00:0110.06.2022, 13:44

Und wir dachten, wir hätten schon alles gesehen … aber das gab's wohl noch nie!

Als Daniel Sturridge für England im WM-Auftaktspiel gegen Italien zum 1:1 trifft, brechen auf der englischen Bank alle Dämme. Plötzlich mischt sich Aufregung in die Freude – Physiotherapeut Gary Lewin liegt am Boden.

Lewin liegt am Boden, er muss gepflegt werden.
Lewin liegt am Boden, er muss gepflegt werden.Bild: Getty Images South America

Rasch wird der Betreuer selber umsorgt. Die Fernsehbilder zeigen: Lewin geht es gar nicht gut. Der 50-Jährige wird mit der Bahre weggetragen. Wenig später die Diagnose: «Gary hat den Knöchel ausgerenkt», sagt Englands Teammanager Roy Hodgson. «Das ist ein sehr trauriger Moment.»

Traurig auch deshalb, weil die WM ohne ihn weitergeht, Lewin reist zurück nach Grossbritannien. Seinen Job bei der WM übernimmt Kollege Steve Kemp.

Wobei es auch für den Rest der englischen Delegation früh nach Hause geht: England verliert das Spiel gegen Italien noch mit 1:2, taucht dann auch gegen Uruguay 1:2 und holt gegen den Gruppensieger (!) Costa Rica zum Abschluss ein 0:0. Neben den «Ticos» ist auch Uruguay weiter, die stolzen Fussballnationen England und Italien scheitern schon in der Vorrunde.

«Ich sah, wie mein Fuss in die falsche Richtung zeigte»

Aber was ist eigentlich passiert? Einige Jahre nach dem Unglück in der Dschungelstadt Manaus schildert es Gary Lewin so. «Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit platzierten wir viele Trinkflaschen und sagten den Spielern, bei einem Tor sollen sie rasch nach draussen rennen und trinken», so der Physio gegenüber «The Athletic». Als er beim Jubeln hochgesprungen sei, habe er fast gleichzeitig zu den Flaschen wollen, um sie den Spielern reichen zu können. Dabei sei er ausgerutscht «und als ich herunter blickte, sah ich, wie mein Fuss in die falsche Richtung zeigte.»

Lewin behandelt an der Euro 04 den rechten Fuss von Jungstar Wayne Rooney.
Lewin behandelt an der Euro 04 den rechten Fuss von Jungstar Wayne Rooney.bild: imago/colorsport

Er selber sei ruhig geblieben und habe dem Arzt gleich gesagt, vermutlich habe er sich den Knöchel ausgerenkt. «Meine Frau zuhause vor dem Fernseher kriegte jedoch Panik, sie befürchtete, ich hätte einen Herzanfall erlitten.»

Von der leichten Seite nimmt es Ray Parlour. Der langjährige Arsenal-Spieler twittert, dass er so etwas auch nie erlebt habe: «Ich hoffe, er weiss was zu tun ist. Sofort Eisspray, Gary!»

Ein Bild, zu schade fürs Archiv: Nicht der Ball landet in dieser Szene im Netz, sondern Englands Torschütze Daniel Sturridge.
Ein Bild, zu schade fürs Archiv: Nicht der Ball landet in dieser Szene im Netz, sondern Englands Torschütze Daniel Sturridge.Bild: imago sportfotodienst
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