Sport
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The scoreboard shows the final score at 7-1 during the World Cup semifinal soccer match between Brazil and Germany at the Mineirao Stadium in Belo Horizonte, Brazil, Tuesday, July 8, 2014. (AP Photo/Martin Meissner)

Ein Spiel, das in Erinnerung bleibt: Deutschland fegt im Halbfinal der Fussball-WM 2014 Gastgeber Brasilien weg. Bild: AP

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Welchen Moment der Sportgeschichte hättest du gerne miterlebt?



Der Mensch ist häufig ein Nimmersatt und wir Sportfreunde sind da keine Ausnahme. Egal, wie oft wir schon glorreiche Siege miterlebt haben: Jedes Mal, wenn wir ins Stadion gehen, wollen wir von Neuem verzückt werden. Und wissen nie, was geschieht und wie es ausgeht.

Da ist der Rückblick einfacher: Wie Marty McFly in «Zurück in die Zukunft II» kennen wir alle Resultate der zurückliegenden Jahrzehnte. Und können uns so aussuchen, wohin wir mit unserer Zeitmaschine reisen, um dabei zu sein, wenn Historisches passiert. Welchen Moment der Sportgeschichte hättest du gerne miterlebt? Einige Beispiele:

1987 mit Napoli den Meistertitel feiern

Ralf Meile, Redaktor Sport:
«Südlich von Rom beginnt für Norditaliener Afrika. Napoli ist Dreck, ist Abschaum. Aber plötzlich hat die SSC den besten Spieler der Welt: Diego Armando Maradona. Der göttliche Spielmacher macht es möglich, dass Napoli all die Grossen schlägt, all die Juve, Inter, Milan. Die Wochen des Mitfieberns vor dem erstmaligen Gewinn des Meistertitels und die unbändige Freude darüber hätte ich noch so gerne als Neapolitaner miterlebt.»

Rumble in the Jungle 1974 – Foreman gegen Ali

Patrick Toggweiler, Ressortleiter Debatte:
«Der grösste Boxkampf aller Zeiten fand vor 100'000 Zuschauern morgens um vier Uhr bei 30 Grad und enormer Luftfeuchtigkeit in Zaire statt. C'mon! Ich könnte mir kein fiebrigeres Sporterlebnis vorstellen. Und dann Ali live, sein Sieg, der K. o. in der achten Runde. Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen.»

1995 mit Mandela den Rugby-Triumph miterleben

Reto Fehr, Redaktor Datenjournalismus:
«Erstmals wurde Südafrika 1995 wieder zur WM zugelassen und durfte diese rund ein Jahr nach dem Ende der Apartheid gar austragen. Der Sport zeigte dabei einmal mehr, dass er grösser ist als ‹nur› Sport. Zu gerne hätte ich live vor Ort miterlebt, wie die Rugby-Nationalmannschaft, die «Springboks», das ganze Land zusammenbringen konnte. Das hätte nicht mal im Stadion sein müssen, gerne auch irgendwo bei einem Public Viewing, falls es dies damals schon gab.»

Eine lange Durststrecke ist 1993 endlich vorbei

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Die Tore im Hardturm. Video: YouTube/sp1873

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«Das hämmer no nie gha i dä Schwiiz» – so wurde nach dem Spiel gefeiert. Video: YouTube/SRF Archiv

Philipp Reich, Redaktor Sport:
«Aufgewachsen in der Zeit der ehrenvollen Nati-Niederlagen erlebte ich Anfang der 90er-Jahre, wie sich die Schweizer Fussballer endlich wieder der internationalen Spitze annäherten. Beim Scheitern in der EM-Qualifikation 1992 zertrat ich als Zwölfjähriger im Klassenlager vor dem TV aus Wut einen Stuhl, worauf ich mich persönlich beim Wirt entschuldigen musste. Spätestens zwei Jahre später war sämtlicher Ärger verflogen: Mit einem rauschenden 4:0 gegen Estland qualifizierte sich die Nati für die WM 1994 in den USA. Leider war ich noch zu jung – oder meine Eltern zu wenig an Sport interessiert –, um live im Stadion dabei zu sein. Zu gerne wäre ich nach der grossen Erlösung auf den Hardturm-Rasen gestürmt und hätte die Quali für das erste grosse Turnier seit 28 Jahren gefeiert.»

Bei der grossen Wende im CL-Final 2005 singen

Jodok Meier, Redaktor Spass:
«In einer schwülen Istanbuler Nacht führt eines der besten Teams der Fussballgeschichte den FC Liverpool vor. Ernüchterung weicht Frust, dieser weicht wiederum Trauer … und plötzlich: You'll Never Walk Alone. Laut, ehrlich, inbrünstig. In genau diesem Moment, bei 0:3 gegen die eigene Mannschaft zu singen, zu hoffen, nein, zu glauben – ich weiss nicht, ob dieser Sport jemals etwas Pureres erlebt hat. Obwohl die Wende im Champions-League-Final gegen die AC Milan nicht schöner, das Ende nicht kitschiger hätte sein können, so ist es doch dieser Moment – beim aussichtslosen Stand von 0:3 verschwitzt und weinend Schulter an Schulter eine gemeinsame, uneingeschränkte Liebe kundzutun – den ich so gerne miterlebt hätte.»

Und du?

Jetzt bist du dran: Welchen Moment der Sportgeschichte hättest du gerne miterlebt? Schildere ihn in den Kommentaren!

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