Diese Sportlerinnen und Sportler haben uns 2025 für immer verlassen
Werner Leimgruber
2. September 1934 – 2. Januar 2025
In den 1960er-Jahren ist Leimgruber einer der prägenden Spieler einer Ära, in welcher der FC Zürich drei Meistertitel und zwei Cups gewinnt. Für den FCZ läuft der Verteidiger in rund 500 Spielen auf. Der zehnmalige Nationalspieler sorgt an der WM 1966 für Aufsehen, als er gemeinsam mit Köbi Kuhn und Leo Eichmann in der «Nacht von Sheffield» zu spät ins Hotel zurückkehrt. Fürs nächste Spiel wird das Trio aus dem Kader gestrichen.
Denis Law
24. Februar 1940 – 17. Januar 2025
Lange vor Eric Cantona hatte Manchester United schon einen Angreifer, den sie «King» nannten. Denis Law war an der Seite von Bobby Charlton und George Best Teil einer legendären Mannschaft, die 1968 den Meistercup gewann. Seine 30 Länderspieltore für Schottland bedeuten nach wie vor Rekord.
Tobias Eder
4. März 1998 – 29. Januar 2025
2024 ist Tobias Eder ganz oben: Mit den Eisbären Berlin wird er Deutscher Meister. Wenige Monate später entdecken Ärzte bei einer Routineuntersuchung einen bösartigen Tumor. Der Nationalstürmer nimmt den Kampf gegen Speiseröhrenkrebs an, aber er verliert ihn. Tobias Eder wird nur 26 Jahre alt.
Boris Spasski
30. Januar 1937 – 27. Februar 2025
1972 muss der Weltmeister aus der Sowjetunion im «Schachspiel des Jahrhunderts» seinen Titel gegen den Amerikaner Bobby Fischer verteidigen. Spasski unterliegt ihm in Reykjavik, woraufhin er in der Heimat in Ungnade fällt. Er zieht nach Frankreich um, erhält den französischen Pass – und kehrt erst nach Hause zurück, als die Sowjetunion längst Geschichte ist.
Fred Stolle
8. Oktober 1938 – 5. März 2025
Kurz vor Beginn der Open Era (1968) dominieren Spieler aus Australien das Männer-Tennis: Rod Laver, Roy Emerson, Ken Rosewall – und eben er, Fred Stolle. 1965 gewinnt er die French Open, 1966 die US Open. Mit seinen Kollegen triumphiert er drei Mal in Folge im Davis Cup.
Doris Fitschen
25. Oktober 1968 – 15. März 2025
In zwölf Jahren gewinnt die Mittelfeldspielerin fünf Mal den EM-Titel: 1989, 1991, 1995, 1997 und 2001. Fitschen wird als «weiblicher Beckenbauer» bezeichnet, läuft 144 Mal für Deutschland auf. Sie stirbt, sechs Jahre nachdem bei ihr Knochenkrebs diagnostiziert wurde.
Eddie Jordan
30. März 1948 – 20. März 2025
Zehn Jahre lang versucht sich der Ire als Rennfahrer, in die Formel 1 schafft er es schliesslich als Teamchef. Eddie Jordan gilt als schillernde Persönlichkeit, der das Seite-3-Girl Katie Price zum inoffiziellen Boxenluder des Rennstalls macht. Damon Hill, Heinz-Harald Frentzen und Giancarlo Fisichella bescheren Eddie Jordan, dessen Autos mal in British Racing Green, mal in Hornissengelb unterwegs sind, GP-Siege.
George Foreman
10. Januar 1949 – 21. März 2025
Der Amerikaner ist einer der besten Boxer der Geschichte. Nach dem Olympiasieg 1968 wechselt Foreman zu den Profis, 1973 wird er unumstrittener Schwergewichts-Weltmeister – und verliert den Titel ein Jahr später im legendären «Rumble in the Jungle» in Kinshasa gegen Muhammad Ali. Mit 44 Jahren wird George Foreman nach einem Comeback noch einmal Weltmeister – und dazu verdient sich der zwölffache Vater eine goldene Nase mit den Grills, die er unter seinem Namen verkauft.
Leo Beenhakker
2. August 1942 – 10. April 2025
Über 40 Jahre lang ist der Niederländer als Trainer tätig. Leo Beenhakker ist Nationaltrainer in der Heimat, bei Ajax Amsterdam und Real Madrid – und bei den Grasshoppers. Unter ihm taucht der Rekordmeister 1992/93 mit einer Star-Auswahl in die Auf-/Abstiegsrunde.
Werner Lorant
21. November 1948 – 20. April 2025
In den 1990er-Jahren führt «Werner Beinhart» Lorant den TSV 1860 München aus der Drittklassigkeit in den Europacup. Die Derbys gegen die Bayern sind so legendär wie der raue Charakter des rauchenden Trainers. Als knüppelharter Defensivspieler hatte Lorant in seiner Spielerkarriere mit Eintracht Frankfurt den Uefa-Cup gewonnen.
Manolo el del Bombo
15. Januar 1949 – 1. Mai 2025
Jahrelang heizt Manuel Cáceres Artesero mit seiner grossen Trommel bei Spielen der spanischen Nationalmannschaft ein, er ist ihr berühmtester Anhänger. Ist er nicht gerade irgendwo auf der Welt in einem Stadion, führt «Manolo el del Bombo» in Valencia neben dem Estadio Mestalla eine kleine Bar.
Jochen Mass
30. September 1946 – 4. Mai 2025
Am 27. April 1975 feiert der deutsche Rennfahrer seinen grössten Erfolg: Jochen Mass feiert auf dem Stadtkurs von Montjuïc in Barcelona seinen einzigen Sieg in der Formel 1. Der Erfolg wird von einem Unfall überschattet, bei dem ein Zuschauer, zwei Journalisten und ein Feuerwehrmann ums Leben kommen. Sieben Jahre später fährt Gilles Villeneuve von hinten in das Auto von Jochen Mass und verunglückt tödlich.
Diogo Jota
4. Dezember 1996 – 3. Juli 2025
Wenige Wochen nach dem Meisterschaftserfolg mit dem FC Liverpool und dem Triumph in der Nations League mit Portugal stirbt der Offensivspieler bei einem Autounfall. Diogo Jota und sein Bruder André Silva kommen ums Leben, als sie mit ihrem Lamborghini von der Strasse abkommen und das Auto in Flammen aufgeht.
Peter Rufai
24. August 1963 – 3. Juli 2025
Der Goalie ist die Nummer 1, als Nigeria 1994 erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnimmt. Die Super Eagles haben Italien im Achtelfinal am Rand der Niederlage, doch in der 89. Minute kassieren sie das 1:1 und verlieren in der Verlängerung. Auf Klubebene läuft Peter Rufai mehrheitlich bei kleineren Vereinen in Belgien, den Niederlanden, Portugal und Spanien auf.
Audun Grönvold
28. Februar 1976 – 15. Juli 2025
Im alpinen Ski-Weltcup schafft es der Norweger als Dritter in der Sierra Nevada einmal aufs Podest. Erfolgreicher ist Audun Grönvold nach seinem Wechsel zur neuen Action-Disziplin Skicross. Er gewinnt drei Weltcuprennen und bei der Olympia-Premiere 2010, beim Triumph des Berner Oberländers Mike Schmid, die Bronzemedaille. Grönvold stirbt, als er beim Wandern vom Blitz getroffen wird.
Samuele Privitera
4. Oktober 2005 – 16. Juli 2025
Das Talent wird nur 19 Jahre alt. Samuele Privitera stirbt nach einem Sturz am Giro della Valle d'Aosta. Mutmasslich wird dem Italiener in einer Abfahrt bei 70 km/h eine Bodenwelle zum Verhängnis.
Felix Baumgartner
20. April 1969 – 17. Juli 2025
Dem österreichischen Extremsportler schaut am 14. Oktober 2012 die ganze Welt zu. Felix Baumgartner springt aus einer Höhe von fast 39 Kilometern aus der Stratosphäre. Im freien Fall erreicht er maximal 1357,6 km/h. Er stirbt, als er in Italien mit einem Motorschirm in einen Hotel-Pool abstürzt.
Hulk Hogan
11. August 1953 – 24. Juli 2025
Terrence Gene Bollea ist DIE grosse Figur des Wrestlings. Als Hulk Hogan macht er den Show-Sport in den 1980er-Jahren weltweit populär. Als eine Klatsch-Website nach seiner Karriere ein Sexvideo von ihm veröffentlicht, wird sie zu einer Schadenersatzzahlung von 115 Millionen Dollar verurteilt.
Laura Dahlmeier
22. August 1993 – 28. Juli 2025
Der Tod der Biathlon-Olympiasiegerin erschüttert Deutschland. Laura Dahlmeier beendet die Karriere relativ früh, wird zur Bergsteigerin. Am Laila Peak in Pakistan gerät die 31-Jährige in einen Steinschlag und kommt ums Leben.
Jean-Pierre Egger
30. Juli 1943 – 29. Juli 2025
Erst wird er selber Schweizer Serienmeister im Kugelstossen und zweifacher Olympiateilnehmer. Zur grossen Nummer avanciert Jean-Pierre Egger danach als Trainer: Sein Schützling Werner Günthör wird dreimal Weltmeister. Später betreut Egger viele andere, etwa die Segler von Alinghi, Skisprung-Legende Simon Ammann oder Schwingerkönig Matthias Sempach.
André Ladner
20. Mai 1962 – 29. Juli 2025
Mit seinem Jugendklub GC wird André Ladner Anfang der 1980er-Jahre drei Mal Meister. Danach wechselt der Verteidiger mit vier Länderspielen nach Basel und Lugano. Ladner bleibt als Trainer mit dem Fussball verbunden, ist unter anderem Co-Trainer, als der FC Zürich 2009 Meister wird und danach in der Champions League auswärts die AC Milan schlägt.
Jorge Costa
14. Oktober 1971 – 5. August 2025
Mit dem FC Porto hat der Verteidiger in den 1990er-Jahren ein Dauer-Abo auf den Meistertitel. Nach dem Uefa-Cup-Sieg 2003 folgt eine Saison später die Krönung: Unter Trainer José Mourinho triumphieren Jorge Costa und seine Kollegen in der Champions League. Für die Nationalelf hält er 50 Mal seine Knochen hin.
Frank Mill
23. Juli 1958 – 5. August 2025
Zum Einsatz gelangt er in Italien zwar nicht, doch Frank Mill wird mit Deutschland Fussball-Weltmeister 1990. Der Fan-Liebling aus dem «Pott» stürmt erst für die eine Borussia (die aus Mönchengladbach), dann für die andere aus Dortmund. Gleich in seinem ersten Spiel für den BVB sorgt «Franky» Mill gegen Bayern München für eine denkwürdige Szene, als er statt ins leere Tor nur den Pfosten trifft.
Urs Bärtschi
2. Februar 1957 – 6. August 2025
Die längste Zeit seiner Karriere verbringt Urs Bärtschi beim EHC Kloten, doch am erfolgreichsten ist er beim EHC Biel. Mit den Seeländern wird er 1981 und 1983 Schweizer Meister. Der 91-malige Nationalspieler blieb zwangsläufig mit dem Eishockeysport verbunden: Er war der Vater von Patrik Bärtschi, der ebenfalls Nationalspieler und Schweizer Meister (mit den ZSC Lions) Meister.
Walter Godefroot
2. Juli 1943 – 1. September 2025
In seiner Aktivkarriere gewinnt der Belgier die Flandern-Rundfahrt (2x), Paris–Roubaix und zehn Etappen an der Tour de France. An der Frankreich-Rundfahrt ist er Jahre später dann als Sportlicher Leiter von Team Telekom der Chef von Jan Ullrich, als dieser 1997 mit 23 Jahren und als erster Deutscher überhaupt die Tour gewinnen kann.
Ricky Hatton
6. Oktober 1978 – 14. September 2025
In England ist Ricky Hatton nicht nur «The Hitman», der Boxer wird auch als «People's Champion» verehrt, als Vertreter des einfachen Mannes. Von 48 Kämpfen im Halbwelter- und Weltergewicht gewinnt er 45, er wird Weltmeister und als erster Brite überhaupt zum Boxer des Jahres vom «Ring Magazine» gekürt. Nach der Karriere kämpft Hatton gegen unsichtbare Gegner, er hat Depressionen und Suchtprobleme.
Lass dir helfen!
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In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen und depressiven Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
– Die Dargebotene Hand: Tel 143, www.143.ch
– Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel 147, www.147.ch
– Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch
Matteo Franzoso
16. September 1999 – 15. September 2025
Der italienische Skirennfahrer träumt von einem Start an den Olympischen Spielen zuhause. Doch dazu kommt es nicht. Matteo Franzoso, stürzt im Training in Chile. Er zieht sich schwere Kopfverletzungen zu, denen er zwei Tage nach dem Unfall erliegt.
Jack White
2. September 1940 – 16. Oktober 2025
Als Musikproduzent verantwortet Jack White Hits wie «Looking for Freedom» von David Hasselhoff oder «Gloria» und «Self Control» von Laura Branigan. Das ist seine zweite Karriere. In der ersten heisst Jack White noch Horst Nussbaum und ist Fussballer, unter anderem bei PSV Eindhoven. In den 1990er-Jahren kehrt er als Präsident von TeBe Berlin in den Sport zurück. Für Aufsehen sorgt zwei Jahre vor seinem Tod, dass er im Alter von 83 Jahren noch einmal Vater wird.
Nick Mangold
13. Januar 1984 – 25. Oktober 2025
Bei den New York Jets steigt Nick Mangold zu einem Publikumsliebling auf. Er gilt während Jahren als einer der besten Center der NFL, wird sieben Mal in die Pro Bowl, das All-Star-Game, berufen. Ein genetischer Defekt führt zu einer chronischen Nierenerkrankung und in der Folge zu seinem Tod.
Charles Coste
8. Februar 1924 – 29. Oktober 2025
An der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris hat Charles Coste noch einmal einen grossen Auftritt. Der frühere Radsportler kommt zu dieser Ehre, weil er 1948 Olympiasieger in der Mannschaftsverfolgung geworden ist.
Lorenzo Buffon
19. Dezember 1929 – 25. November 2025
Der Goalie hütet in den 1950er-Jahren ein Jahrzehnt lang das Tor der AC Milan, nach einem «Übergangsjahr» bei Genoa unterschreibt er beim Stadtrivalen Inter. Meister wird er mit beiden Mailänder Teams und für Italien steht Lorenzo Buffon 15 Mal im Tor – nicht als Letzter mit diesem Nachnamen. Der grosse Gianluigi Buffon, Weltmeister 2006, ist der Enkel eines Cousins.
Sven Hotz
12. Oktober 1929 – 7. Dezember 2025
Als Mäzen des FC Zürich verbrennt Sven Hotz viele Jahre viele Millionen Franken. Die Fussballer können ihm nur selten eine Freude machen – dann lacht ihm das Glück doch noch entgegen. Trainer Lucien Favre steht kurz vor der Entlassung, aber Sven Hotz hält an ihm fest. Zum Abschluss seiner Amtszeit darf er 2006 nach dem Herzschlagfinal mit dem Tor in der 93. Minute in Basel seinen legendär gewordenen Meister-Tanz aufführen.
Ueli Sutter
16. März 1947 – 9. Dezember 2025
1978 ist das grosse Jahr in der Karriere des Velorennfahrers. Am Giro d'Italia wird Ueli Sutter überlegen Bergkönig und Gesamt-Zehnter, die Tour de Suisse beendet er auf Gesamtrang 2. In der Saison darauf steht er bei der Tour de France bei zwei Mannschaftszeitfahren zuoberst auf dem Podest.
Paul Gagné
6. Februar 1962 – 14. Dezember 2025
Nach 390 NHL-Spielen wechselt der Kanadier nach Europa. An der Seite von Mike Richard (94 Skorerpunkte in 36 Spielen) schiesst Paul Gagné (67 Punkte) den EHC Olten 1993 in die Nationalliga A. Später läuft er in der Schweiz auch noch für den ZSC und Biel auf.
Sivert Bakken
18. Juli 1998 – 23. Dezember 2025
Vier Weltcuprennen gewann der norwegische Biathlet, drei davon mit der Staffel. Als Junioren-Weltmeister und -Olympiasieger war Platz 9 in der Saison 2021/22 Sivert Bakkens beste Klassierung im Gesamtweltcup. Während eines Trainingslagers wurde er tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Er trug eine Höhentrainingsmaske, die genauen Umstände seines Todes sind noch ungeklärt.
