Zweimal Weltklasse und eine Überraschung – wie fandest du die Nati beim 2:1 gegen Kanada?
Unsere Noten
Gregor Kobel, Goalie – Note 3,5
Hat vier einfache Schüsse zu halten, lässt trotzdem zwei davon abprallen. Strahlt auch in der Luft keine Sicherheit aus, beim 1:2 irrlichternd. Dieses Mal eine Schwachstelle.
Luca Jaquez, Rechtsverteidiger – Note 5,5
Nach nervösem Beginn schnell drin im Spiel und klarer Punktsieger gegen den pfeilschnellen Ahmed. Mehr noch: reisst mit öffnenden Pässen auf Manzambi bzw. Embolo vor dem 1:0 und 2:0 die gegnerische Abwehr auf. Wer sich wunderte über seine Position hinten rechts: Murat Yakin setzte ihn bislang immer dort ein.
Nico Elvedi, Innenverteidiger – Note 4,5
Der an dieser WM fast schon obligate, uninspirierte Fehlpass schleicht sich auch gegen Kanada ein. Positiver Höhepunkt ist der Block gegen Davis (68.). Negativer, als er vor dem 1:2 wie Akanji die Übersicht verliert.
Manuel Akanji, Innenverteidiger – Note 4,5
Lässt dank seiner Routine lange nichts anbrennen. Bis er sich in der 76. von 1:2-Vorbereiter Saliba abkochen lässt.
Ricardo Rodriguez, Linksverteidiger – Note 5
Sein 40 Meter weiter Steilpass auf Embolo (11.) ist eine Augenweide. Dazu fast unbezwingbar im Infight. Rodriguez blüht so richtig auf.
Granit Xhaka, zentrales Mittelfeld – Note 4,5
Die Gelbe Karte für den unabsichtlichen Tritt gegen Larin ist das richtige Verdikt. Die Aktion passt zur ersten Halbzeit, in der Xhaka mit Händeverwerfen und ungewohnten Fehlpässen Fragen aufwirft. In der besten Schweizer Phase nach der Pause dann aber wieder in allen Belangen auf sehr hohem Niveau.
Remo Freuler, zentrales Mittelfeld – Note 5
Sein spielerischer Einfluss war gegen Bosnien-Herzegowina grösser. Aber im Gegensatz zu damals hat er gegen Kanada hauptsächlich Defensivarbeit zu erledigen und grossen Anteil daran, dass die Nati den zuvor beflügelten Co-Gastgeber vom Himmel holt.
Djibril Sow, offensives Mittelfeld – Note 4
Überraschend in der Startelf. Läuft viel, fussballerisch aber mit diskretem Auftritt.
Ruben Vargas, linker Flügel – Note 5
In der ersten Halbzeit unglücklich, aber der Kopf bleibt oben. Nach Wiederanpfiff kommt der Lohn für den kämpferisch vorbildlichen Auftritt schon nach 40 Sekunden in Form des 1:0.
Johan Manzambi, rechter Flügel – Note 5,5
Nach seinem Super-Auftritt als Joker gegen Bosnien konnte Yakin fast nicht anders, als ihn in die Startelf zu nehmen. Richtige Entscheidung: Auch als Titular der offensiv gefährlichste Schweizer! Weltklasse der Antritt und Rückpass vor dem 1:0. Und verdient sich mit seinem bärenstarken Auftritt das Glück (Goaliefehler) beim eigenen Tor zum 2:0.
Breel Embolo, Stürmer – Note 5,5
Wie verwandelt im Vergleich zum Bosnien-Spiel: Körpersprache vorbildlich, Dynamik einzigartig, Spielintelligenz auf Weltklasse-Niveau. Hat bei beiden Toren die Füsse entscheidend im Spiel. Einziger Kritikpunkt: Muss in der elften Minute das 1:0 machen.
Deine Noten
Nachdem du unsere Einzelkritik gelesen hast, kannst du die Schweizer nun selbst bewerten. Wen fandest du am besten? Wer fiel eher ab?
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