Der Eisvogel überragt alle – welche Noten gibst du der Nati nach dem historischen Abend?
Unsere Noten
Gregor Kobel, Goalie – Note 5,5
Besonders sehenswert ist seine formvollendete Flugeinlage beim Schlenzer von Puerta (21.). Danach hat der Torhüter lange keine echte Prüfung zu bestehen. Später kommt dann auch noch Glück dazu. So beim Lattenkopfball von Lucumi (98.) oder als Campaz in der 115. Minute aus bester Position den Matchball über das Tor semmelt. Wird im Penaltyschiessen nur dreimal bezwungen.
Denis Zakaria, Rechtsverteidiger – Note 5,5
Gegen Kolumbien knüpft er an seine Parforceleistung aus dem Sechzehntelfinal an. Bayern-Star Luis Diaz hat er im Griff. Und nach vorne setzt er immer wieder Impulse. Wie in der 28. Minute mit einem überragenden Pass in die Box. Leider rechnet Jashari nicht damit, dass das Zuspiel durchkommt.
Nico Elvedi, Innenverteidiger – Note 6
Was ist cooler als Eis? Genau, unser Eisvogel. Wie schon die ganze WM besticht Elvedi durch sein Zweikampfverhalten und seine Abgeklärtheit am Ball. Stark, wie er Diaz (33.) blockt. Noch stärker, wie er Luis Suarez, Torschützenkönig der portugiesischen Liga, abmeldet. Elvedi ist wohl der smarteste Türsteher der nördlichen Hemisphäre.
Manuel Akanji, Innenverteidiger – Note 5
Unser Verteidigungsminister muss in der ersten Halbzeit nicht so häufig in den Infight wie Elvedi. Nach der Pause häufiger gefordert. Dabei verrichtet er seine defensive Arbeit tadellos. Aber: Wie schon an der EM 2024 versiebt er den Penalty.
Ricardo Rodriguez, Linksverteidiger – Note 4,5
Absolviert gegen Kolumbien sein 143. Länderspiel. Und dreht mit Fortdauer auf. In der 71. Minute muss er raus. Nicht wegen der Leistung, sondern weil es ein physisches Problem gibt.
Granit Xhaka, zentrales Mittelfeld – Note 4,5
In der ersten Trinkpause schmettert er die Flasche zu Boden. Danach kanalisiert er die Wut in einen soliden Auftritt. Sein Einfluss wird grösser, die Fehler weniger. Bis er kurz vor Ende fast das 0:1 verschuldet.
Remo Freuler, zentrales Mittelfeld – Note 4,5
Sein Auftritt ist unscheinbar, aber doch wertvoll. Läuft nach hinten für zwei. Nach vorne bleibt er aber ohne Einfluss.
Ardon Jashari, offensives Mittelfeld – Note 3
Spielt für Manzambi und möchte Regisseur sein. Sollte aber weiter vorne zwischen den Linien agieren. Beides gelingt ihm nicht – zur Pause bricht Yakin das Experiment ab.
Fabian Rieder, offensives Mittelfeld – Note 4,5
Die einzige Schweizer Chance vor der Pause hat er auf dem Fuss. Richtig zur Geltung kommt er aber erst durch den Wechsel auf die zentrale Position hinter Embolo. Dort zeigt er ab der zweiten Hälfte eine gute Leistung.
Dan Ndoye, linker Flügel – Note 4,5
Isst gegen den robusten Daniel Muñoz hartes Brot, kann diesen aber je länger desto mehr beschäftigen und strahlt bis zur Auswechslung als Einziger Gefahr aus. Ist aber auch in diesem Spiel nicht der Ndoye von der EM 2024.
Breel Embolo, Stürmer – Note 3
Vermisstmeldung: Wer hat ihn – ausser bei einem Rencontre mit dem Torhüter – gesehen? Kaum Bälle, kein Abschluss, null Einfluss. Er fand in diesem Spiel nicht statt.
Djibril Sow, rechter Flügel – Note 4,5
Kaum ist er nach der Pause im Spiel, hat er das 1:0 auf dem Fuss. Doch er rutscht im dümmsten Moment aus. Aber: Mit ihm auf dem rechten Flügel hat das Spiel mehr Struktur und Ordnung.
Zu kurz im Einsatz für eine Benotung:
Miro Muheim (ab 71. für Rodriguez), Silvan Widmer (ab 87. für Zakaria), Cedric Itten (ab 87. für Embolo), Ruben Vargas (ab 92. für Ndoye), Zeki Amdouni (ab 103. für Rieder). (schweizheute.ch)
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