Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Zentimeter fehlten Michael Albasini (rechts) im letzten Jahr in Lyon, um die 14. Etappe zu gewinnen. Ganz zum Schluss wurde er noch vom Italiener Matteo Trentin überholt. Bild: Keystone

Was liegt drin?

Diese neun Schweizer streben an der Tour de France nach Etappensiegen und Leadertrikots

Dreimal mehr Schweizer Velorennfahrer sind heuer an der Tour de France dabei als im Vorjahr. Zu verdanken ist dies der IAM-Equipe, die ans wichtigste Rennen des Jahres eingeladen wurde. Das sind die Ambitionen der Schweizer.

Mathias Frank, IAM-Team

29.05.2014; Alm; Radsport - Bayern Rundfahrt 2014 - 2.0 Etappe - Freilassing - Reit im Winkel - Alm;
Mathias Frank (SUI) (Tim De Wale/freshfocus)

Kann Mathias Frank auch in Frankreich jubeln? Bild: Tim De Wale/freshfocus

Frank kommt in der welschen Profimannschaft die Leaderrolle zu. Der Luzerner verpasste zuletzt an der Tour de Suisse den Gesamtsieg bloss um 33 Sekunden. Nun strebt der 27-Jährige an der Frankreich-Rundfahrt eine Top-10-Platzierung in der Gesamtwertung an. Letztmals gelang dies einem Schweizer vor 15 Jahren, als Alex Zülle Zweiter hinter Lance Armstrong wurde. Frank nimmt erst zum zweiten Mal an der Tour de France teil. Ob der Rolle des Teamleaders und dem damit verbundenen Druck ist ihm nicht bange: «Damit werde ich schon zurechtkommen.»

Franks Helfer im IAM-Team

Martin Elmiger wird Schweizer Meister beim Strassenrennen an den Rad Schweizermeisterschaften vom Sonntag, 29. Juni 2014, in Roggliswil im Kanton Luzern.    (KEYSTONE/URS FLUEELER)

Martin Elmiger wird im Trikot des Schweizer Meisters durchs Nachbarland fahren. Bild: KEYSTONE

Frank wird in den Bergen unterstützt vom Walliser Sébastien Reichenbach, zuletzt Gesamt-14. der Dauphiné-Rundfahrt, und vom Berner Marcel Wyss. Dieser hatte auf der Schlussetappe der Tour de Suisse nach Saas-Fee seine Helferkünste eindrücklich unter Beweis gestellt. Routinier Martin Elmiger, der frischgebackene Schweizer Strassenmeister, sowie Tour-Debütant Reto Hollenstein sind als Helfer in der Fläche vorgesehen. 

Michael Albasini, Orica GreenEdge

Switzerland's Michael Albasini (Orica GreenEdge) is kissed by two hostesses after wearing the yellow jersey of the overall leader during the podium ceremony of the second stage of the Tour de Romandie cycling race on May 1, 2014 in Montreux. Albasini won the stage. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Michael Albasini hofft endlich auch an der Tour de France Siegerküsschen zu erhalten. Bild: AFP

Der 33-Jährige ist der Schweizer, der die wohl grössten Chancen auf einen Etappensieg besitzt. Albasini ist ein starker Allrounder und Puncher, der heuer in der Tour de Romandie gleich drei Etappensiege feierte. Letztes Jahr in Lyon verpasste er als Zweiter seinen ersten Tageserfolg an der Tour nur knapp. Seine Vorfreude auf seine sechste Tour de France ist gross, denn «ich bin wirklich gut in Form und bereit für die drei Wochen. Es gibt einige Etappen, wo ich oder ein anderer Fahrer des Teams etwas versuchen werden.»

Fabian Cancellara, Trek

Fabian Cancellara, links, beim Strassenrennen an den Radschweizermeisterschaften vom Sonntag, 29. Juni 2014, in Roggliswil im Kanton Luzern. (KEYSTONE/URS FLUEELER)

Auf den Kopfsteinpflaster-Abschnitten der fünften Etappe kann sich Fabian Cancellara nicht verstecken: dann rechnet das ganze Feld mit seinen Angriffen. Bild: KEYSTONE

Der mit Abstand erfolgreichste Schweizer Fahrer der Gegenwart nimmt bereits zum neunten Mal an der Tour teil. Allerdings findet zum Auftakt kein Prolog statt, weshalb weitere Tage im Leadertrikot eher unwahrscheinlich sind. Für Cancellara am interessantesten scheint die fünfte Etappe von Ypres nach Arenberg zu sein. Diese ist zwar nur 155 km lang, sie ähnelt jedoch mit neun Pavé-Sektoren von insgesamt knapp 16 km Länge einer «Light-Version» des Frühjahr-Klassikers Paris-Roubaix. Wie Cancellara steht auch sein treuer Helfer Gregory Rast (4. Teilnahme) im Aufgebot des amerikanischen Trek-Teams. (ram/si)

Michael Schär, BMC

11.02.2014; Lusail; Radsport - Tour of Qatar 2014 - Zeitfahren - Lusail - Lusail; 
Michael Schaer (SUI) (Tim De Waele/freshfocus)

Mit 1,98 m gehört Michael Schär zu den längsten Fahrern im Feld. Bild: Tim De Waele/freshfocus

Der 27-jährige Luzerner wird sich auch bei seiner vierten Tour-Teilnahme in Folge ganz in der Rolle des Helfers wiederfinden. Das BMC-Team setzt ganz auf den Amerikaner Tejay van Garderen, der sich im Gesamten so weit vorne wie möglich platzieren soll. Obwohl ohne grosse persönliche Ambitionen am Start, hofft Schär dennoch, dass es ihm besser läuft als im Vorjahr. «Das lief doch sehr enttäuschend. Wegen eines Sturzes und der dabei ausgekugelten Schulter musste ich schon nach der achten Etappe aufgeben.»

Die Topfavoriten

Die 101. Tour de France geht heute in England mit der Etappe von Leeds nach Harrogate los. Die 190,5 km zum Auftakt scheinen wie die folgenden zwei Teilstücke nach Sheffield und London für Sprintankünfte geeignet.

Allgemein wird um den Gesamtsieg ein Duell zwischen Vorjahres-Sieger Chris Froome und Alberto Contador, dem Sieger der Jahre 2007 und 2009, erwartet. Während für Froome in diesem Jahr vieles nicht rund lief, zeigte sich Contador wiederholt in einer guten Verfassung.

Der Italiener Vincenzo Nibali möchte ebenfalls ein Wort mitreden, wenn es um das Maillot Jaune geht. Auf der Rechnung haben sollte man zudem die beiden 25 Jahre jungen Amerikaner Tejay van Garderen und Andrew Talanski. (ram)



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wenn dir auf dem Kopfsteinpflaster urplötzlich der Lenker weg bricht

9. April 2006: Auf den Frühlings-Klassiker Paris-Roubaix freut sich George Hincapie das ganze Jahr. 2006 will er ihn gewinnen, der Amerikaner gilt als einer der Favoriten. Doch dann bricht sein Lenker.

Die Radsportexperten des niederländischen Senders NOS sind schockiert: Ein erschrecktes «Hoooo!» entfährt beiden, als der US-amerikanische Radprofi George Hincapie über den Lenker fliegt und zu Boden geht.

Es ist der 9. April 2006, als Hincapie durch den Sturz seine Hoffnungen auf einen Sieg bei der «Königin der Klassiker», dem Eintagesrennen Paris-Roubaix, begraben muss und seiner an Unfällen reichen Karriere einen weiteren Crash hinzufügt. Sein Gabelschaft ist der Tortur auf dem …

Artikel lesen
Link to Article