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WM 2014

England reist ohne Sieg nach Hause – Costa Rica ist nach dem 0:0 Gruppensieger

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Schlechteste WM-Endrunde aller Zeiten

England reist ohne Sieg nach Hause – Costa Rica ist nach dem 0:0 Gruppensieger

Costa Rica ist Gruppensieger. Was niemand vermutet hat, ist Tatsache. Die «Ticos» trennen sich von England in ihrem Schlussspiel der Gruppe D torlos und überstehen die erste Phase ungeschlagen.
24.06.2014, 20:3024.06.2014, 20:31

Ohne Sieg fährt England nach Hause. Selbst vor 56 Jahren, als das Mutterland des Fussballs letztmals in der Vorrunde scheiterte, war England nicht so schlecht wie nun in Brasilien. In Schweden resultierten wenigstens drei Unentschieden.

Costa Rica hingegen überzeugte gegen die Three Lions zwar nicht derart wie bei den Siegen gegen Uruguay (3:1) und Italien (1:0), wusste aber ohne spezielle Efforts als eingespieltes Kollektiv erneut zu überzeugen. Als ungeschlagener Gruppensieger tritt die leidenschaftliche Truppe am 29. Juni in Recife zum zweiten Achtelfinal seiner Fussball-Historie an.

Daniel Sturridge verpasst sein zweites WM-Tor.
Daniel Sturridge verpasst sein zweites WM-Tor.Bild: Jon Super/AP/KEYSTONE

Englands Coach Roy Hodgson veränderte sein Team nach dem definitiven WM-Out auf neun Positionen. Sogar die Stars Wayne Rooney und Steven Gerrard nahmen vorerst auf der Ersatzbank Platz. «Diesem jungen Team gehört die Zukunft», kündigte der ehemalige Schweizer Nationalcoach an, der von Englands Verbandsspitze trotz dem frühen Ausscheiden das Vertrauen bis zur EM 2016 erhalten hat.

Foster rettet England immerhin das Unentschieden

Costa Ricas kolumbianischer Trainer Jorge Luis Pinto nahm in seinem Team nur zwei Änderungen vor und stützte sich auf seine auffälligsten Akteure, Torhüter Navas, Captain Ruiz und Goalgetter Campbell.

Die aufregendste Szene in der ausgeglichenen, aber keineswegs hochstehenden Partie ereignete sich sich in der 23. Minute. Ben Foster, der im Tor den zuvor unglücklich agierenden Joe Hart ersetzte, lenkte einen Freistoss von Borges mit den Fingerspitzen an die Latte.

Wayne Rooney sagt «goodbye».
Wayne Rooney sagt «goodbye».Bild: DENNIS SABANGAN/EPA/KEYSTONE

Gefahr der neu formierten Three Lions, die nur noch ein Durchschnittsalter von 24 Jahren aufwiesen, ging nur von Daniel Sturridge aus, der als einziger zusammen mit Abwehrchef Gary Cahill Hodgsons Cut überstand. Im Abschluss hatte aber der der Liverpool-Stürmer kein Glück.

Nach dem Wechsel wurde die Gangart härter. England erhöhte den Druck und wechselte seine Stammkräfte Gerrard und Rooney für den Finish ein. Doch mangelte es an Durchsetzungsvermögen, Kreativität und Effizienz. Zudem erwies sich die Abwehr Costa Ricas, die sich bislang nur durch einen Penalty von Uruguays Cavani bezwingen liess, erneut als sattelfest.

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